Schaufenster „Digitales Bauen“

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Ein Hotspot des dreitägigen Branchentreffs für Bauhandwerk, Architekten und Ingenieure war das Forum „Digitale Initiativen und praxisorientierte Lösungen“ mit einem prall gefüllten Vortragsprogramm. Mit im Programm auch Lösungen für klein- und mittelständige Unternehmen. So stellte Agnes Kelm, Leiterin des BIM-Labors der Bergischen Universität Wuppertal, dem Publikum BIM-basierte Arbeitsweisen für Bau- und Ausbaugewerke vor.

Am Beginn eines jeden BIM-Prozesses steht die Frage: „Wer braucht welche Information von wem, wann und wofür?“ Durch einen transparenten Informationsaustausch mit klar definierten Datenübergabepunkten bietet der BIM-Prozess auch für das Bauhandwerk einen großen Mehrwert mit hoher Planungssicherheit. Für alle mittelständischen Unternehmen lohnt es sich daher, jetzt aufmerksam die Produktionsprozesse nach lukrativen BIM-Anwendungsfällen zu durchsuchen. In der Ausschreibung, der Ausführungsplanung oder auch im Baustellenmanagement locken BIM-Spezialisierungen mit neuen Geschäftsmodellen für innovative Startups und findige Handwerker. Am Beispiel des „lückenlosen“ Baustellenmanagements von Tabya aus Münster mit der Software „Kontrool“ erläuterte Kelm, wie effizient Baustellen zukünftig mit dem Scan von Barcodes und RFID-Transpondern auf Werkzeugen und Baumaterialien in der ganzen Wertschöpfungskette überwacht werden können.

Mit kostenlosen Handwerkersprechstunden und vielen Fortbildungsveranstaltungen unterstützt das „Schaufenster digitales Bauen“ klein- und mittelständische Unternehmen beim Einstieg in die Digitalisierung. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das kleinere Unternehmen bei ihren Digitalisierungsbemühungen unterstützen will. Als Begleiter beim BIM-Einstieg bietet das „Schaufenster digitales Bauen“ jährlich auch ein Praxisforum Digitalisierung an. Für eine nachhaltige Nutzung von überschüssigen Baumaterialien vernetzt das virtuelle Lager Startups und Handwerksbetriebe miteinander, die voneinander profitieren können. Sehen, anfassen, ausprobieren – mit Software-Schnuppertagen und der Wanderausstellung „Innovationspfad digitales Bauen“ lädt das Schaufenster das Bauhandwerk ein, nützliche Anwendungen und Werkzeuge hautnah zu erleben. Wie bei einem Zirkeltraining durchschreiten die Teilnehmer den Pfad und können aktuelle Softwareangebote für typische betriebliche Abläufe austesten. Die nächsten Stopps der Roadshow sind die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe und das ABZ Augsburg.

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