Perfect Pipe – Alleskönner im Bereich der Abwasserleitungen

Robuste Betonrohre mit widerstandsfähigen Kunststoff-Inlinern

Perfect Pipe eröffnet neue Möglichkeiten in der Abwasserkanalisation und verbindet Anforderungen an die statische Belastbarkeit und an die Beständigkeit bei erhöhtem chemischen Angriff mit wirtschaftlichen Vorteilen bei Fertigung, Einbau und Betrieb. Durch die Herstellung einer dauerhaften Verbindung von Inlinern aus Polyethylen (PE) und Rohren aus hochfestem Beton in einem wirtschaftlichen Fertigungsverfahren werden die wesentlichen Anforderungen an Rohre für die Abwasserableitung erfüllt.

Durch den besonderen Rohrquerschnitt weist das System eine ideale Lastaufnahme auf. Es folgt im Vergleich zu biegeweichen Rohrsystemen keine alterungsbedingte Abnahme der Druckfestigkeit. Eine durchgängige Auskleidung in Rohr und Muffe gewährleistet dauerhafte Beständigkeit von pH-Wert 1 bis 14. Das Fußrohrprofil erübrigt die bei allen runden Rohrsystemen, insbesondere bei Kunststoffrohren, problematische Zwickelverfüllung. Zudem erfolgt keine Lageveränderung des Rohres im Zuge der Verfüllung. Und darüber hinaus ist die Verwendung des Aushubmaterials zur Verfüllung in den meisten Fällen ausreichend. Aufgrund der Rohrgeometrie ist kein zusätzlicher Aushub wie bei der Verlegung von Glockenmuffenrohren erforderlich.

Steckbare Verbindungsmuffe

Das Fußrohr ist einfach zu verlegen und die Belastbarkeit des Rohres kann durch den Einsatz von HL-Beton im Bedarfsfall nochmals gesteigert werden. Entsprechend unterschiedlichen nationalen und regionalen Vorgaben ist eine Ausführung des Rohres mit oder ohne Bewehrung möglich. 
Das neue Rohrsystem verfügt an beiden Enden über eine identisch ausgeführte Muffe. Die Rohrverbindung erfolgt über eine steckbare Verbindungsmuffe, die aus dem gleichen Werkstoff Polyethylen wie der Inliner gefertigt wird und die Dichtungen aufnimmt. Scherlasten werden über zwei Bolzen je Rohrverbindung aufgenommen.
Nennweiten von DN 200 bis DN 1000 und Standardbaulängen bis zu 3000 mm sind Teil des Produktspektrums. Für die Fertigung von Großrohren und Vortriebsrohren erfolgt die Festlegung der Produktparameter projektspezifisch.

Inliner vielfach verankert

Der feste Verbund des Inliners mit dem umgebenden Betonrohr wird durch eine vielfache Verankerung erreicht. Die auf die jeweiligen Rohrabschnitte abgestimmte hohe Ankerdichte und die speziell entwickelte Ankergeometrie ermöglichen die zuverlässige Verbindung bis in die Muffe. Die Auszugfestigkeit je Anker beträgt mehr als 250 N, der gesamte Inliner hält einem andauernden Grundwasserdruck von 1,5 bar zuverlässig stand. Auch bei starken Temperaturschwankungen kommt es zu keiner Ablösung des Inliners vom umgebenden Beton. Für regional, normen- oder projektspezifisch unterschiedliche Anforderungen an die Wandstärke von Auskleidungen können Inliner in unterschiedlichen Materialstärken (1,65 bis 3 mm) verarbeitet werden.
Eine stufenweise Automatisierung mit zunehmender Produktionskapazität oder Produktvielfalt, insbesondere bei Herstellung von Großrohren oder Vortriebsrohren, ist möglich. Die herstellerspezifische Planung dieses neuen Fertigungssystems und insbesondere die Festlegung der damit einhergehenden Automatisierung hat beim Systementwickler Schlüsselbauer nach eigenen Angaben bereits begonnen.

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