NEUES SCHACHTPROGRAMM

KeraPort: Von der Horizontalen in die Vertikale

Das zur IFAT 2014 in München vorgestellte neue Schachtprogramm KeraPort komplettiert die hochwertigen Systemlösungen von Steinzeug-Keramo. Das Unternehmen stellt dem Markt damit ein komplettes System zur Verfügung, das von der Rohrleitung bis hin zum Schacht vollständig korrosionssicher ist.

Für den sicheren Betrieb eines Kanalisationsnetzes sind Abwasserschächte unverzichtbare Bauwerke, da sie die Zugänglichkeit zu den Kanalhaltungen für Inspektions-, Reinigungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sicherstellen und durch Belüftung des Kanalnetzes zur Verminderung von Korrosionsvorgängen und explosiven Gasen beitragen. Sie dienen der Überbrückung von Richtungs-, Neigungs- und Querschnittsänderungen und werden bei Einmündungen mehrerer Kanäle an einem Knotenpunkt, bei der Einbindung von Abwasserleitungen aus Grundstücken bzw. als Übergabeschacht bei wechselnden Entsorgungsträgern angeordnet.

Doch nicht nur für einen sicheren Betrieb der Entsorgungsnetze sind Schachtbauwerke unverzichtbar. Abwasserschächte sind für das deutsche Kanalnetz sowohl technologisch als auch ökologisch von höchster Relevanz. Denn durch undichte Schächte kann Abwasser exfiltrieren und somit zu Umweltbelastungen beitragen. Darüber hinaus können bei anstehendem Grundwasser erhebliche Fremdwassermengen infiltrieren und so die Reinigungsleistung von Kläranlagen und Regenbecken beeinträchtigen. Ein weiterer wichtiger, sicherheitsrelevanter Aspekt besteht in der Tatsache, dass Schächte vielfach eine Schnittstelle zum öffentlichen Verkehrsraum bilden. Somit stellen defekte oder mangelhaft reparierte Schachtabdeckungen ein ernst zu nehmendes Gefährdungspotential für Verkehrsteilnehmer dar.

Nach Angaben der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., DWA, gibt es rund 13,5 Mio. Abwasserschächte in der Bundesrepublik Deutschland. In ihrem Bericht zum „Zustand der Kanalisation in Deutschland“ (2009) weist die DWA Schäden an Abdeckung und Rahmen der Schächte als eine der häufigsten Schadensursachen aus (37 %). Gefolgt werden diese Schäden direkt von Schäden an Steighilfen und Anschlüssen. Schadensbilder wie Infiltration und Exfiltration sowie einragendes Dichtungsmaterial und Rissbildung stellen nach Angaben der DWA mit jeweils rund 10 % ebenfalls eine große Schadensgruppe dar. Der volkswirtschaftliche Schaden, der hier durch mangelhafte Bauausführung und den Einsatz nicht korrosionssicherer Materialien entsteht, ist somit auch im Schachtbereich enorm. Nach Schätzungen der DWA liegt der jährliche Investitionsbedarf für die Sanierung defekter Schachtbauwerke bei 250 bis 500 Mio. €. Weil ein System immer nur so zuverlässig arbeiten kann wie jedes einzelne seiner Glieder, rücken Abwasserschächte somit mehr und mehr in den Fokus der Entscheidungen öffentlicher wie privater Auftraggeber. Viele Netzbetreiber stimmen darin überein, dass es dringend notwendig ist, den Neubau und die Instandhaltung von Schachtbauwerken kontinuierlich zu optimieren. Der Einsatz hochwertiger korrsionssicherer Werkstoffe für den Neubau und die Sanierung von Abwasserschächten ist nicht nur ein technologisches und ökologisches Gebot, sondern auch ökonomisch von höchster Relevanz und Dringlichkeit.

KeraPort – In die Zukunft gedacht

Für Schächte gilt wie für jedes andere Segment im gesamten Abwassersystem: Die Anforderungen wachsen. Abwässer sind heute deutlich aggressiver als noch vor wenigen Jahren. Die Ursachen sind vielfältig. Ein Aspekt liegt zum Beispiel in der Tatsache, dass die Menschen heute mehr warmes Wasser nutzen als früher, was zu veränderten chemischen Reaktionen in den Abwassersystemen führt. Darüber hinaus muss Abwasser heute oft über größere Entfernungen transportiert werden. Das neue Schachtprogramm KeraPort der Steinzeug-Keramo GmbH trägt diesen gestiegenen Anforderungen gezielt Rechnung. Es komplettiert die hochwertigen Systemlösungen von Steinzeug-Keramo und ergänzt in der senkrechten Dimension die umfassenden Vorteile, die Steinzeugrohre und -formstücke auf der waagerechten Ebene auszeichnen: Langlebigkeit sowie Korrosionssicherheit und Dichtheit beim Abwassertransport. Biogene Schwefelsäure- oder Betonkorrosion lassen sich auf diesem Wege zuverlässig ausschließen.

Korrosionssicher und dicht

Ob Belastung des Abwassers oder Einwirkungen von außen durch mechanische und dynamische Einflüsse: Alle Anforderungen, denen Rohre und Formstücke ausgesetzt sind, gelten auch für Schächte. Ihre Konstruktionselemente und deren Zusammenwirken sind auf das gesamte Steinzeug-Rohrsystem abgestimmt.

Die Bestandteile:

– Steinzeug-Schachtunterteil mit werkseitig eingebauter Polyurethan-Innenschale in den Nennweiten DN 600, DN 800, DN 1000 und DN 1200 (DN 1400 auf Anfrage)

– Steinzeug-Schachtunterteil mit in der Rohrwand integrierten Schachtanschlüssen aus Polyurethan Einteilige Polyurethan-Innenschale

– Integrierte Auftriebssicherung im Schachtunterteil

– Steinzeugrohre für den aufgehenden Schacht.

Schachtanschluss und Gelenkstücke

Zur Aufnahme von unterschiedlichen Setzungen zwischen Bauwerk (z. B. Schacht) und Rohrleitung wird der Übergang mit kurzen Rohrstücken hergestellt. Die Gelenkigkeit der Rohrverbindung kann die Setzungen aufnehmen.

Herausragende Produkteigenschaften

– Hohe chemische Beständigkeit

– Beständig gegen Angriff durch biogene Schwefelsäurekorrosion

– Hochdruckspülfest

– Nicht verformbar, langlebig und korrosionssicher

– Robust durch große Wandstärke, z. B. größer als 100 mm ab DN 1000

– Umweltverträglich, nachhaltig, wirtschaftlich und generationengerecht

– Integrierte Schachtanschlüsse und Auftriebssicherung für einen kostengünstigen und platzsparenden Einbau

– Individuelle baustellengerechte Systemlösungen.

Schachtrechner – Nicht von der Stange

Jeder Steinzeugschacht wird nach individuellen Vorgaben gefertigt. Über den zum Steinzeug-Infopool gehörenden Schachtrechner können Auftraggeber ein komplett auf die individuellen Anfordernisse einer Baumaßnahme zugeschnittenes Schachtbauwerk konfigurieren. Kunden, die diesen Service nutzen, legen mit dem Schachtrechner ein Projekt an, in dem sie alle relevanten technischen Details wie Nennweiten, Ausrichtung der seitlichen Zuläufe und Abläufe oder Höhen hinterlegen können. Gleichzeitig kann der planende Ingenieur sofort die technische Machbarkeit seines Projekts prüfen und erhält darüber hinaus zeitgleich eine Kostenschätzung und den Ausschreibungstext mit geliefert. ⇥■

Steinzeug-Keramo GmbH

www.steinzeug-keramo.com

STEINZEUG-KERAMO


Die Steinzeug-Keramo GmbH, ein Unternehmen der Wienerberger AG, ist Europas größter Hersteller von Steinzeugrohren und -formstücken für die Abwasserentsorgung. Unter Nutzung modernster Verfahrenstechnik produziert das Unternehmen an insgesamt vier Standorten in Deutschland und Belgien. Die hochwertigen Produkte und Systemlösungen kommen weltweit zum Einsatz und erfüllen anspruchsvollste Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Umweltverantwortung, Nachhaltigkeit und Nutzungsdauer.

Standorte Deutschland: Frechen und Bad Schmiedeberg
Belgien: Hasselt
Mitarbeiter: 530 gesamt
Produkte: Steinzeugrohre, -formstücke, Schächte und Zubehör
Märkte: Europa, Mittlerer und Ferner Osten und Übersee

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2014-05

Für die komplette Systemlösung: Keraport Schächte

Das neue Schachtprogramm KeraPort von Steinzeug-Keramo ergänzt und komplettiert die hochwertigen Systemlösungen von Steinzeug-Keramo. Auch in der senkrechten Dimension bietet Steinzeug-Keramo damit...

mehr
Ausgabe 2012-02

Neu Führungsstruktur im Bereich Marketing und Vertrieb

Ab dem 1. März 2012 übernimmt Ronny Neys (44) die Gesamtvertriebsleitung bei Steinzeug-Keramo, Europas größtem Hersteller von Steinzeugrohren und Formstücken für die Abwasserentsorgung. Peter...

mehr
Ausgabe 2018-06

Rohre der IXtra-Klasse

Der Natur nachempfunden

Steinzeug-Keramo ist Europas größter Hersteller von Steinzeugrohren und -formstücken für die Abwasserentsorgung und Teil der österreichischen Wienerberger Gruppe. Aktuell beschäftigt die...

mehr
Ausgabe 2015-02

„Wir liefern dem Markt den perfekten Schacht!“

tHIS: Sie haben das Schachtsystem KeraPort zur letzen IFAT im Mai 2014 einer breiten Fachöffentlichkeit präsentiert. Wie kam es zu dieser jüngsten Entwicklung? Dr.-Ing. Ulrich Bohle: Wir haben im...

mehr

Von der Evolution zur Innovation

Steinzeug-Keramo präsentiert das gewisse iX

Auf der internationalen Fachmesse IFAT in München standen in diesem Jahr wieder alle Aspekte der modernen Wasser- und Abwasserwirtschaft im Mittelpunkt des Interesses. Denn die hier vor einem...

mehr