Für eine zukunftssichere Infrastruktur

Ganzheitliches Regenwassermanagement

Auf der IFAT Munich 2026 hoch im Kurs: Ganzheitliche Lösungen rund um ein naturnahes, klimagerechtes Regenwassermanagement – von ACO unter dem Leitgedanken „Zukunftsfähige Infrastruktur und Stadtplanung neu denken“.

AUFMACHER
© ACO GmbH

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Die Bewirtschaftung von Niederschlägen ist in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der Infrastrukturplanung gerückt. Mit Blick auf die Betriebssicherheit sowie den Gewässer- und Klimaschutz stoßen dabei Einzellösungen an ihre Grenzen. Gefragt sind integrierte Systeme, die Erfassung, Reinigung und Rückhalt von Oberflächenwasser zusammenführen – und auf lange Sicht zuverlässig funktionieren. Wie sich diese Anforderungen über alle Prozessschritte hinweg konsistent umsetzen lassen, wird exemplarisch bei dem WaterTech-Unternehmen ACO deutlich. Unter dem Leitgedanken „Zukunftsfähige Infrastruktur und Stadtplanung neu denken“ deckt das Unternehmen ein breites Anwendungs- und Werkstoffspektrum ab und unterstützt Kommunen, Planer und Bauunternehmerinnen bei der Umsetzung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft.

850 Meter langer Lärmschutzdeckel beim sechsspurigen Ausbau der A 8 zwischen Böblingen und Sindelfingen
© ACO GmbH

850 Meter langer Lärmschutzdeckel beim sechsspurigen Ausbau der A 8 zwischen Böblingen und Sindelfingen
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Als internationale Leitmesse für Umwelttechnologien ist die IFAT in München ein verlässlicher Seismograf für aktuelle Markt- und Technologietrends. In diesem Jahr zählt erneut ein leistungsfähiges und klimaangepasstes Regenwassermanagement zu den Schwerpunktthemen, die die Branche bewegen. Ob im Autobahn- und Tunnelbau, bei Brückenbauwerken, auf kommunalen Verkehrsflächen, in Städten und Quartieren oder in hoch belasteten Industriearealen – überall müssen Niederschlagsmengen zuverlässig erfasst, hydraulisch sicher gesteuert und umweltgerecht behandelt werden. Eine nachhaltige Oberflächenentwässerung wird damit zu einem Schlüsselfaktor für die Betriebs- und Verkehrssicherheit, den Gewässerschutz und die Klimaanpassung. Um den Anforderungen moderner Infrastrukturprojekte gerecht zu werden, hat ACO unter dem Leitgedanken „Infrastructure by ACO“ ihr Leistungsportfolio gezielt ausgebaut und bietet heute inte­grierte Lösungen aus einer Hand: Während die ACO GmbH auf innovative Entwässerungs- und Regenwasserbewirtschaftungskonzepte spezialisiert ist, liefert ACO Passavant Detego Kanalgussprodukte und spezielle Abdeckungen für anspruchsvolle Industrie und Infrastruktur. ACO Pfuhler – hervorgegangen aus dem Betonwerk Neu-Ulm – realisiert monolithische Stahlbetonschlitzrinnen für stark belastete Flächen. Im Zusammenspiel der verschiedenen Geschäftsfelder entstehen Synergien, die eine nahtlose Umsetzung komplexer Projekte ermöglichen.

Tunnelentwässerung: Maßgeschneiderte Lösungen gefragt

Wie diese Kompetenzbereiche ineinandergreifen, wird beim sechsspurigen Ausbau der A81 in der Metropolregion Stuttgart deutlich. Im Zentrum des Projekts steht ein Lärmschutzdeckel, der die Autobahn im dicht besiedelten Wohngebiet zwischen Böblingen und Sindelfingen auf 850 Metern komplett einhaust. Tunnelbauwerke stellen neuralgische Punkte der Verkehrsinfrastruktur dar und unterliegen strengen Richtlinien und Normen. Im Fall einer Havarie müssen brennbare Flüssigkeiten und kontaminiertes Löschwasser auf kürzestem Wege von der Straßenoberfläche durch die Tunnelentwässerung in den Untergrund abgeleitet werden, um Schaden für Menschen, Bauwerke und Umwelt abzuwenden.

Deckellose Fahrbahn mit Drei-Kammer-Tauchwandschacht

Eine deckellose Fahrbahn ermöglicht der Drei-Kammer-Tauchwandschacht mit Edelstahl-Abdeckung im Tunnel Böblingen – A 81
© ACO GmbH

Eine deckellose Fahrbahn ermöglicht der Drei-Kammer-Tauchwandschacht mit Edelstahl-Abdeckung im Tunnel Böblingen – A 81
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In der Leistungsbeschreibung für den Lärmschutzdeckel war ursprünglich eine konventionelle Tunnelentwässerung vorgesehen – mit Schächten, Revisionsöffnungen und Abdeckungen auf der Fahrbahn. Im fließenden Verkehr erweisen sich solche Lösungen jedoch als störanfällig und wartungsintensiv. Mit der Zeit können sich die Abdeckungen absenken und verklemmen, was die Kontrolle und Reinigung der Anlage erschwert und die Betriebssicherheit gefährdet. Für ein Bauwerk, das auf jahrzehntelange Nutzung unter hoher Verkehrsbelastung ausgelegt ist, ist dies keine tragfähige Perspektive. Den entscheidenden Impuls, dieses Defizit zu beheben, lieferte ACO mit einem grundlegend neuen Ansatz, der deckellosen Fahrbahn. Der Clou: Das gesamte Entwässerungssystem wird außerhalb der überfahrenen Verkehrszone installiert. „Betonschächte und Schachtabdeckungen in der Fahrbahn sind immer eine konstruktive Schwachstelle – wenn sie entfallen, steigert das die Funktionssicherheit und Langlebigkeit der Gewerke signifikant“, sagt Patrick Jait, Bauleiter bei der J. Friedrich Storz Verkehrswegebau GmbH & Co. KG. Das Unternehmen aus Tuttlingen verfügt über langjährige Expertise bei Großprojekten und im Straßenbau.

Herzstück der innovativen Anlage ist der von ACO Ingenieuren entwickelte Drei-Kammer-Tauchwandschacht. Die Konstruktion vereint verschiedene Funktionen in einem einzigen Bauteil. Über Entwässerungsrinnen fließt das Oberflächenwasser in die erste Kammer, die als Schlammfang dient. Anschließend gelangt es in die zweite Kammer. Hier lenkt die integrierte Tauchwand den Abfluss so, dass aufschwimmende Stoffe im Schacht zurückbleiben. Gleichzeitig bildet das im Schachtboden stehende Wasser im Havariefall eine wirksame Barriere und verhindert einen Flammendurchschlag. Die dritte Kammer nimmt schließlich das von Grobstoffen gereinigte Wasser auf und führt es in den Sammelabfluss – ohne separate Siphonleitung. „Wir hatten zunächst Bedenken, ob sich das Bauteil mit den geforderten Toleranzen passgenau integrieren lässt“, erzählt Patrick Jait. Entscheidend war daher die enge Abstimmung zwischen Bauunternehmen und Hersteller. „Mithilfe eines Probeschachts konnten wir den Einbau vorab unter realen Bedingungen durchspielen und mussten nur Details anpassen“, berichtet der Bauleiter. Im Ergebnis bestätigte sich die Praxistauglichkeit: „Die 44 Tauchwandschächte ließen sich anschließend problemlos installieren.“ Mit Blick auf künftige Projekte sieht Jait deutliches Potenzial: „Ich gehe davon aus, dass sich die Lösung auf Dauer durchsetzen wird – die Vorteile liegen auf der Hand.“

Polymerbeton für eine kompakte Tunnelbauweise

Entlang des Fahrbahnrands sind die Tauchwandschächte direkt in den Rinnenstrang eingebunden. Sowohl die ACO Drain Monoblock T Entwässerungsrinne als auch der ACO Drei-Kammer-Tauchwandschacht bestehen aus brandbeständigem Polymerbeton. Der Werkstoff verbindet hohe Tragfähigkeit mit schlanken Bauteilabmessungen. Gerade im Tunnel, wo der verfügbare Querschnitt begrenzt ist, erweist sich dies als Vorteil. Während bei konventionellen Lösungen mit separaten Schächten und Rohrleitungen Aussparungen von rund drei Metern erforderlich sind, kommt das integrierte System mit nur 1,10 Metern aus.

Abdeckungen aus Edelstahl – auf Langlebigkeit gepolt

Der Zugang zu den Schächten erfolgt über Edelstahl-Abdeckungen von ACO Passavant Detego. Im Unterschied zu Gussabdeckungen, die sich in Tunnelbauwerken als besonders korrosions- und verschleißanfällig erwiesen haben, ist Edelstahl unempfindlich gegenüber aggressiven Umwelteinwirkungen wie Tausalz, schwefelhaltigen Abgasen oder Reinigungschemikalien. Diese materialbedingten Vorteile spiegeln sich inzwischen auch in den Regelwerken wider. So sind Schachtabdeckungen für Revisions- und Tauchwandschächte gemäß aktueller ZTV-ING (Stand 08/2025) sowie den zugehörigen Richtzeichnungen T Was (Stand 12/2023) in nichtrostendem Stahl auszuführen.

Linienentwässerung unter Volllast – mit ACO Pfuhler

Einbau der monolithischen Polymerbetonrinne ACO Drain Monoblock T entlang des Fahrbahnrandes
© ACO GmbH

Einbau der monolithischen Polymerbetonrinne ACO Drain Monoblock T entlang des Fahrbahnrandes
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Auch im Vorfeld der Tunnelportale kommt eine bewährte Technologie der ACO Pfuhler zum Einsatz. Hier sorgen künftig die Stahlbetonschlitzrinnen für eine zuverlässige Linienentwässerung. Ihr monolithischer Rinnenkörper ist ganz ohne aufliegende Roste ausgeführt. Damit entfällt ein typischer Schwachpunkt konventioneller Systeme: Es gibt keine Bauteile, die sich unter Verkehrslast lösen könnten, und keine Schraubverbindungen, die durch Korrosion blockieren. Die massive Bauweise macht die Rinne zugleich besonders widerstandsfähig gegenüber hoher Verkehrsbelastung. Reinigungsfahrzeuge können die Rinne direkt durchspülen, ohne zuvor Abdeckungen demontieren zu müssen – ein Vorteil im laufenden Betrieb. Weiterer Pluspunkt: Der Einbau erfolgt nach Typ I gemäß DIN EN 1433. Dabei übernimmt der stabile Rinnenkörper selbst die Aufnahme und Ableitung der Verkehrslasten und leitet sie direkt in den Untergrund ab. Eine lastabtragende Betonummantelung oder zusätzliche seitliche Stützwände sind nicht erforderlich; ein tragfähiger, ebener Untergrund genügt. Dadurch reduzieren sich Bauaufwand und Einbauzeit erheblich.

Neue Flächen – neue Chancen

Der Bedarf an zukunftsweisenden Entwässerungslösungen steigt auch in urbanen Räumen, die in besonderem Maße mit Klimarisiken wie Starkregen, Hitze und Dürre konfrontiert sind. In den Blickpunkt der Stadtplanung rücken dabei verstärkt Konzepte der blau-grünen Infrastruktur. Sie zielen darauf ab, Niederschläge oberflächennah zu sammeln, lokal zu speichern und versickern zu lassen – und so Überflutungs-Hotspots zu beseitigen und das Stadtklima zu verbessern. Mit dem ACO WaterCycle hat das Büdelsdorfer Unternehmen dieses Prinzip aufgegriffen und eine technologisch robuste Lösung entwickelt, die sich skalierbar und flexibel in urbane Räume integrieren lässt. Die einzelnen Module der Systemkette bilden den natürlichen Wasserkreislauf nach und decken alle Funktionen eines naturnahen Regenwassermanagements ab: Niederschläge aufnehmen, reinigen, speichern, versickern und als wertvolle Ressource erneut nutzbar machen.

Vom Militärstandort zum klimaangepassten Quartier

Franklin-Quartier: Zufahrtsstraße als multimodaler Verkehrsraum mit breiten Geh- und Radwegen, einem Grünstreifen und zusätzlichen Baumstandorten
© ACO GmbH

Franklin-Quartier: Zufahrtsstraße als multimodaler Verkehrsraum mit breiten Geh- und Radwegen, einem Grünstreifen und zusätzlichen Baumstandorten
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Ein Blick nach Mannheim in die Metropolregion Rhein-Neckar zeigt, wie dieser Ansatz in der Praxis funktioniert. Die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs gehört zu den am stärksten vom Klimawandel bedrohten Großstädten in Deutschland. Gleichzeitig hat die Kommune frühzeitig die Initiative ergriffen und sich als Pilotstadt des „Local Green Deal“ verpflichtet, Klima-, Natur- und Umweltschutz systematisch in der Stadtplanung zu verankern. Um sich gegen extreme Wetter-ereignisse zu wappnen, soll unter anderem die blau-grüne Infrastruktur ausgebaut werden. Mit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte ab 2013 bot sich die Chance, dieses Konzept großflächig umzusetzen. Im Norden Mannheims entstand auf dem Gelände der ehemaligen US-Wohnsiedlung Benjamin-Franklin-Village ein modernes, klimaangepasstes Stadtviertel für rund 10.000 Menschen. Zahlreiche Flächen wurden entsiegelt, Straßenräume begrünt und der Umgang mit Regenwasser neu ausgerichtet.

Teil des groß angelegten Konversions-Programms war die Komplettsanierung der Birkenauer Straße, einer wichtigen Verbindung zwischen Franklin-Quartier und dem übrigen Stadtgebiet. Einst als reine Zufahrtsstraße zum US-Militärgelände mit wenig Aufenthaltsqualität errichtet, haben die Stadtplaner sie zu einem multimodalen Verkehrsraum mit breiten Geh- und Radwegen, einem Grünstreifen und zusätzlichen Baumstandorten umgestaltet. Eine wichtige Rolle dabei spielte die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung.

Ohne Vorbehandlung keine Versickerung

Bevor Oberflächenwasser von befestigten Flächen in den Untergrund versickern und die Grundwasservorräte auffüllen kann, muss es zwingend vorbehandelt und gereinigt werden – so verlangt es die neue Richtlinie DWA-A 138-1 (siehe Infokasten). Dies ist auf zwei Wegen möglich, die in der Birkenauer Straße kombiniert werden: Auf der einen Fahrbahnseite wird das Wasser in eine belebte Bodenzone abgeleitet und versickert dort. Auf der gegenüberliegenden Seite erfolgt die Entwässerung über die Hohlbordrinne ACO Drain KerbDrain. Sie vereint Bordstein und Linienentwässerung in einem kompakten Bauteil und erfasst die Niederschläge außerhalb des überfahrenen Bereichs. Zusätzlicher Pluspunkt: Die Rinne nimmt auch große Regenmengen zuverlässig über seitliche Einlauföffnungen kontinuierlich entlang der Strecke auf. Das gegenüber Punktabläufen deutlich höhere Abflussvolumen reduziert punktuelle Belastungsspitzen und beugt Pfützenbildung, Staunässe und Überflutungen vor.

Hohe Reinigungswirkung auf kleiner Fläche

Die Entwässerung erfolgt auf der einen Straßenseite über die Hohlbordrinne ACO Drain KerbDrain
© ACO GmbH

Die Entwässerung erfolgt auf der einen Straßenseite über die Hohlbordrinne ACO Drain KerbDrain
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Von der Rinne gelangt das Oberflächenwasser in die Regenwasserbehandlungsanlage ACO Stormclean. Durch ihren geringen Flächenbedarf hat sich ihr Einsatz vor allem in dicht bebauten und stark befahrenen Bereichen bewährt. Bei Schachtdurchmessern zwischen 1 und 2,20 Metern lassen sich bis zu 3.000 Quadratmeter anschließen – eine „grüne Lösung“ über eine belebte Bodenzone würde dafür ein Vielfaches an Platz beanspruchen. Das System kombiniert eine strömungsberuhigte Sedimentation mit einem leistungsstarken Substratfilter und entfernt in mehreren Reinigungsstufen selbst hohe Schadstofflasten. Grobe Partikel wie Sand, Schlamm und Kies setzen sich am Boden ab, feine Fraktionen, sogenannte abfiltrierbare Stoffe (AFS) werden zurückgehalten, gelöste Schadstoffe adsorbiert. Besonders relevant ist die Fraktion AFS63 – Feinststoffe mit einer Korngröße kleiner als 63 Mikrometer. In diesem Bereich konzentriert sich ein Großteil der gefährlichen Verunreinigungen aus dem Straßenabfluss. Der Grund: An den Partikeln lagern sich überproportional viele Schwermetalle und polyaromatische Kohlenwasserstoffe an. Der ACO Stormclean ist darauf ausgelegt, die AFS63-Fraktion mitsamt der daran haftenden Gefahrstoffe gezielt herauszufiltern, wobei die Reinigungsleistung gemäß DWA-A 138-1 nach den DIBt-Standards nachgewiesen wurde.

Mikroplastik im Griff: Über 99 Prozent Rückhalt nachgewiesen

Das AFS-Partikelspektrum umfasst auch Mikroplastik – Studien zufolge summiert sich allein der Abrieb von Autoreifen in Deutschland auf 60.000 bis 100.000 Tonnen pro Jahr und stellt damit die mit Abstand größte Quelle für Mikroplastik-Einträge in die Umwelt dar. ACO hat sich mit dieser Problematik intensiv auseinandergesetzt. Über den geforderten Prüfrahmen hinaus wurde erstmals untersucht, wie effektiv die Stormclean-Anlage Mikroplastik aus dem Niederschlagswasser zurückhält. Das vom Aachener Prüfins­titut für Abwassertechnik (PIA) entwickelte Verfahren orientiert sich an den DIBt-Zulassungsgrundsätzen und berücksichtigt Partikeltypen wie Reifen- und Bremsabrieb, Kunststofffasern und Pellets. Die Ergebnisse zeigen Rückhalteraten von über 99 Prozent und belegen die Wirksamkeit der Anlage unter praxisnahen Belastungsszenarien. Die gereinigten Niederschläge erreichen damit eine Wasserqualität, die eine Versickerung bedenkenlos erlaubt.

Praxistaugliches System mit Signalwirkung

ACO PowerDrain Beton, die neue Schwerlastrinne im ACO Sortiment
© ACO GmbH

ACO PowerDrain Beton, die neue Schwerlastrinne im ACO Sortiment
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Hier schließt sich der WaterCycle: Über ACO Stormbrixx Blockrigolen wird das Oberflächenwasser zwischengespeichert und gedrosselt an den Untergrund abgegeben. Auf diese Weise bleibt es dem natürlichen Wasserkreislauf erhalten und entlastet die Entwässerungsinfrastruktur. Erste Erfahrungen zeigen, dass Mannheim mit dieser Lösung den richtigen Weg eingeschlagen hat. „Gerade bei neuen Quartieren setzt Mannheim auf eine wassersensible Stadtentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern“, sagt Emre Koc, Bau- und Projektleiter beim Stadtraumservice Mannheim. „Dafür testen wir unterschiedliche Lösungen und sammeln Erfahrungen, um zu sehen, was sich im laufenden Betrieb bewährt. Für eine abschließende Bewertung ist es noch zu früh – doch bislang läuft das ACO System auch bei stärkeren Regenfällen stabil. Dass das Wasser vor Ort gereinigt und versickert wird, ist für uns ein klarer Vorteil. Der Rückhalt von Mikroplastik gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung – Lösungen, die hier wirksam ansetzen, sind für uns ein wichtiger Baustein für die Entwässerung der Zukunft.“

Auf der IFAT Munich präsentiert ACO unter dem Motto „Zukunftsfähige Infrastruktur und Stadtplanung neu denken“ ein breit gefächertes Produktsortiment. Vom 4.-7. Mai 2026 am Stand B3.239.

 

ACO GmbH
www.aco.de

Betonpower für Schwerlastflächen

Mit einer neuartigen Betonrinne, der ACO PowerDrain Beton, baut ACO seine Werkstoffkompetenz speziell für den Schwerlastbereich weiter aus. Zentrales Element ist der z-förmige Guss-Kantenschutz – die sogenannte „starke Schulter“. Sie stabilisiert die befahrene Kante dauerhaft und sorgt selbst unter extremen Rad- und Querlasten für einen zuverlässigen Betrieb. Zusätzliche Sicherheit bietet die 8‑fach‑Verschraubung pro Meter, die die Abdeckung fest mit dem Rinnenkörper verbindet.

Der Rinnenkörper besteht aus C40/50‑Beton, der nach DIN EN 1433 widerstandsfähig gegen Frost und Tausalze ist. Seine vergrößerte Aufstandsfläche verteilt Lasten besonders gleichmäßig in den Untergrund, beugt Setzungen vor und erhöht die Lebensdauer des gesamten Rinnenstrangs.

Die spezielle Ausführung erlaubt einen Typ I Einbau in der Klasse D 400 – eine zusätzliche Ummantelung ist nicht erforderlich. Für extreme Beanspruchungen ist die PowerDrain Beton zudem bis zur Klasse F 900 ausgelegt. Mit der Innovation reagiert ACO auf die Anforderungen von Kommunen und Betreibern und stärkt zugleich ihre Position als Technologieführerin im Segment hochbeanspruchter Infrastrukturen.

www.aco.de/powerdrain-beton

DWA-A 138-1: Der Goldstandard für den Grundwasserschutz

Mit dem Arbeitsblatt DWA-A 138-1 hat die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) im Oktober 2024 den Stand der Technik zur Versickerung von Niederschlagswasser neu gefasst und die Vorgaben deutlich verschärft. Danach ist die Behandlung des abgeleiteten Regenwassers in jedem Fall erforderlich – unabhängig von der Flächenbelastung. Hintergrund sind steigende Schadstoff­einträge in den Wasserhaushalt infolge wachsender Verkehrsbelastung, fortschreitender Flächenversiegelung und häufiger vorkommender Extremwettereignisse.

Je nach Verschmutzungsgrad und Schadstoffbelastung sind die Anschlussflächen in drei Kategorien eingeteilt – gering belastet (I), mäßig belastet (II), stark belastet (III). Daraus leiten sich konkrete Anforderungen an die Reinigungsleistung ab. Im Fokus steht der Parameter AFS63 als Maß für partikelgebundene Stoffe. Ergänzend werden Anforderungen an die Reduktion gelöster Stoffe formuliert, insbesondere für die Referenzmetalle Zink und Kupfer. Die geforderten Wirkungsgrade lassen sich gemäß DWA-A 138-1 technisch nur über Filtrations- und Adsorptionsprozesse erreichen. 

Flächenkategorie    Wirkungsgrad AFS63    Wirkungsgrad gelöste Stoffe

Kategorie I                              40 %                                         50 %

Kategorie II                              70 %                                         65 %

Kategorie III                             80 %                                         75 %

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