VIANOVA

Rhein-Mosel-Halle: Neue Außenanlage

Die Rhein-Mosel-Halle in Koblenz erstrahlt in neuem Glanz. Die vom Beginn der 60er-Jahre datierende Veranstaltungshalle wurde auf den neuesten Stand gebracht und erheblich erweitert. Gleichzeitig ergriff die Stadt die Gelegenheit, auch die Außenanlagen der Halle ins rechte Licht zu rücken. Die Hauptrolle  spielt hier das Gestaltungspflaster Vianova,
das mit einer Sonderoberfläche zum Einsatz kam.

Der zentrale Ort für Veranstaltungen und Events in Koblenz – die Rhein-Mosel-Halle – hatte im Lauf der Jahrzehnte an Attraktivität eingebüßt. Das zwischen 1959 und 1961 errichtete Gebäude erfüllte zuletzt nicht mehr die Anforderungen an eine moderne Konzert- und Mehrzweckhalle. Auch die baulichen und technischen Vorgaben an den Energieverbrauch und den Schallschutz wurden nicht mehr eingehalten. Die Stadt Koblenz beschloss daher, das Gebäude im Zuge der großflächig angelegten Baumaßnahmen rund um die Bundesgartenschau wieder auf den neuesten Stand zu bringen und zu einem zentralen Tagungsort zu erweitern. Insgesamt 32 Mio. € kosteten Sanierung und Erweiterung der Halle, die nun auch über ein angegliedertes Kongresszentrum verfügt. Die neue Rhein-Mosel-Halle kann nun mit insgesamt 16 Veranstaltungsräumen von 35 – 1.290 m² sowie einer 1.600 m² großen Ausstellungsfläche aufwarten. Je nach Veranstaltung lässt sich das Raumkonzept flexibel gestalten. Vom Galakonzert über Messen und Ausstellungen bis hin zur Firmentagung werden die passenden Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Sämtliche Bereiche sind barrierefrei zugänglich.

Doch nicht nur im Inneren präsentiert sich die Rhein-Mosel-Halle komplett neu – auch von außen erhielt sie ein modernes Gesicht. So präsentiert sich der Eingangsbereich nun als über sämtliche Stockwerke vollverglaster Kubus, der besonders in den Abendstunden durch eine innen befindliche Lichtinstallation überzeugt. Auffälligstes Gestaltungsmerkmal ist jedoch die neue Fassade aus Edelstahlblechen mit vorgelagerten vertikalen Aluminiumlamellen. Sie wurden in verschiedenen Neigungswinkeln montiert und verleihen der Fassade, je nach Betrachtungsstandort, eine unterschiedliche Optik.

Außenanlage als Teil eines Gesamtkonzepts

Mit dem Umbau erhielt die Rhein-Moselhalle als Visitenkarte auch eine neue Außenanlage sowie einen modernen Eingangsbereich. Die Planung übernahmen die Landschaftsarchitekten RMP Stephan Lenzen aus Bonn unter der Führung des Architektur- und Ingenieurbüros von Canal aus Koblenz als Generalplaner, die bereits gemeinsam die Planung zur Bundesgartenschau durchführten und dafür 2012 den Städtebaupreis erhielten. Es lag daher nahe, das Gelände in Anlehnung an die benachbarten Anlagen der Buga zu gestalten und damit in eine übergreifende Konzeption einzubinden. Natürlich waren auch diverse Vorgaben zu berücksichtigen, die das Areal als Vorplatz und Eingangsbereich für die Halle sowie als öffentliche Grünanlage zu erfüllen hat. Gefragt waren eine hohe Aufenthaltsqualität sowie ein repräsentatives Erscheinungsbild als Aushängeschild für die Veranstaltungshalle. Breite Wege führen aus verschiedenen Richtungen auf das Gebäude zu. Sie lenken nicht nur die Fußgängerströme zum Beginn und Ende von Veranstaltungen, sondern laden auch zum entspannten promenieren ein. Zwischen den gitternetzförmig angelegten Wegen befinden sich Rasenflächen, Pflanzbeete mit Gräsern und nur wenige Bäume. So wird der Blick des Betrachters nicht von der Fassadengestaltung abgelenkt sondern – im Gegenteil – durch die geometrische Wegführung auf das Gebäude konzentriert.

Funktioneller Blickfang

Bei der Planung der Wege ging es nicht nur um die Hochwertigkeit des Materials und den optischen Anspruch, sondern auch um eine gewisse Belastbarkeit. Die Wege werden auch für den Anlieferverkehr der Rhein-Mosel-Halle genützt sowie für die Gastronomie. Um die Wünsche an die Funktionalität sowie die Optik der Wege und des Vorplatzes erfüllen zu können, galt es daher, einen Pflasterbelag zu finden, der sämtliche Belange auf einen Nenner bringt. Das gelang mit dem Vianova-Pflaster von Kann.

Es kam in einer speziell auf das Koblenzer Objekt abgestimmten Sonderausführung in zwei edlen Grautönen zum Einsatz. Das Pflaster überzeugt durch seine geschliffene und gestrahlte Oberfläche, die auch bei Nässe genügend Sicherheit für Fußgänger bietet, als auch durch ihr matt glänzendes Finish, auf dem Lichtreflexe besonders gut zur Geltung kommen. So spiegeln sich beispielsweise in der Dunkelheit die Reflexe des Lichtobjekts in der Eingangshalle auf dem Vorplatz. Durch die Wahl großer Formate von 64 x 32 cm, 48 x 24 cm und 96 x 48 cm erhält die Flächengestaltung eine zusätzliche Eleganz und Weiträumigkeit, die gut mit den Grau- und Metalltönen der Fassadengestaltung harmoniert.

Die Querverlegung des Pflasters greift zusammen mit dem Fugenbild zusätzlich die Struktur der Fassade auf, wodurch ein einheitlich stimmiges Gesamtkonzept entsteht. Die geforderte hohe Flächenstabilität gewährleisten die hohe Plattenstärke von 12 und 16 cm Dicke sowie der Kanntec-Verschiebeschutz, der mit seitlichen Verbundnocken zuverlässig Verschiebungen durch das Befahren verhindert und gleichzeitig für normgerechte Fugen sorgt. Ein weiteres Produkt von Kann kam mit den Gehwegplatten in einem Grauton zum Einsatz, die auf der Dachterrasse des neu errichteten Kongressgartens verlegt wurden. Sie passen sich, genauso wie das Vianova-Pflaster, durch ihre Geradlinigkeit sehr gut der modernen Fassadengestaltung an.

Fazit

Mit Vianova kam auf den Außenanlagen rund um die RheinMosel-Halle ein Pflaster zum Einsatz, das praktische, wirtschaftliche und optische Vorzüge auf sich vereint. Die verdeckt
angebrachten Verbundnocken und die verschiedenen Pflasterdicken erlauben auch größere Steinformate, ohne dass
die Stabilität der Fläche beeinträchtigt wird. So ergibt sich
eine ansprechende Flächengestaltung, die sehr gut mit der modernen Architektur der Gebäude der Rhein-Mosel-Halle
harmonieren kann.⇥■

Kann GmbH

www.kann.de

BAUTAFEL


Objekt: Rhein-Mosel-Halle, 56068 Koblenz
Bauherr: Koblenz Touristik, 56068 Koblenz,
www.koblenz-touristik.de
Generalplanung: von Canal, Architekten &
Ingenieure, 56068 Koblenz,
www.voncanal.de
Planung: RMP
Außenanlagen und Bauleitung: Stephan Lenzen, 53177 Bonn,
www.rmp-landschaftsarchitekten.de
Ausführung: Landschaftsbau, Nickel GmbH, 56335 Neuhäusel,
www.landschaftsbaunickel.de
Material: Vianova, Sonderoberfläche Koblenz hellgrau und dunkelgrau, geschliffen und gestrahlt, Sonderformate 64 x 32 cm, 48 x 24 cm, 96 x 48 cm in 12 und 16 cm Dicke ca. 2.270 m²
Gehwegplatten: grau, 40 x 40 x 5 cm, ca. 1.100 m²
Lieferant: Kann GmbH, Baustoffwerke,
56170 Bendorf,
www.kann.de

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