Multitalent Querschneidkopffräse

Erkat Innovation für unterschiedlichste Einsätze

Die Produktreihen werden ständig erweitert, wobei auch Kundenwünsche berücksichtigt werden. Aktuell überzeugt die Entwicklung des Holzschneidkopfes. Vom Kunden erprobte Fräsen erweisen sich dabei als echtes Multitalent.

So auch im Rahmen einer Kanalaushebung nahe Hamburg: Bei der Rodung der Böschung sollten die Baumstümpfe ebenfalls entfernt werden. Produktmanager Ralf Schumann sah dies als Anlass, eine Neuentwicklung aus dem Hause Erkat vorzuführen. „Wir haben einen neuen Schneidkopf für unsere Fräsen entwickelt, der speziell dazu gedacht ist Holz zu zerkleinern“, sagt Ralf Schumann. „Eine vergleichbare Entwicklung gab es bisher nicht.“

Was sich recht simpel anhört, ist in Wirklichkeit ein nicht ganz unkompliziertes Unterfangen. Die Böschung dient nämlich auch als Damm und die Wurzeln der gefällten Bäume sind sehr weitläufig verzweigt. Würde man diese einfach herausreißen, könnte der Damm erheblich beschädigt werden. Erosion wäre die Folge. In Zusammenarbeit mit der Firma Liebherr Mietpartner stellte Epiroc daher eine Erkat-Fräse vom Typ ER 250 zur Verfügung. Ausgestattet mit dem neuen Holzschneidkopf wurde die Fräse ausgiebig getestet: „Die Baumstümpfe in der Böschung konnten unkompliziert und gefahrlos ausgefräst werden.“

Einsatzmöglichkeiten

Die Querschneidkopffräsen der Serie ER werden für die Baggerklassen bis 125 Tonnen angeboten und eignen sich besonders für Arbeiten im Kanal- und Tunnelbau, im Spezialtiefbau, beim Abbruch, zum Fräsen von Gräben und zum Vermischen von Bodenformationen. Das vibrationsarme und leise Arbeiten ermöglicht auch den Einsatz in sensiblen Bereichen. Die Spezialfräsen mit Schneidkopf zum Fräsen von Baumstümpfen werden in den Baggerklassen von acht Tonnen bis 28 Tonnen angeboten.

Insgesamt können die Querschneidkopffräsen durch ein einfaches Auswechseln des Schneidkopfes für verschiedene Anwendungsbereiche umgerüstet werden:

Profilierschneidköpfe zum Profilieren und Reinigen von Oberflächen,

Tunnelschneidköpfe zum Nachbearbeiten von Tunnelprofilen,

Schneidköpfe zum Fräsen von Baumstümpfen,

Mixingschneidköpfe zum Vermischen von Materialien zur Bodenaufbereitung,

Gewinnungsschneidköpfe für gesteigerte Leistung im Weichgestein.

Maßarbeit per Fräse statt per Hand

Bei einem weiteren Einsatz konnte eine Fräse vom Typ ER 250 die Firma Eurostone GmbH überzeugen. Im Werra-Meißner-Kreis wird die Autobahn A44 verlängert. Ein Teilprojekt stellt der Neubau eines Tunnels unter der Boyneburg dar. Um den Einschnitt zu den Tunnelportalen vor Erdrutschen zu sichern, wurde die Böschung stabilisiert und soll nun mit riesigen Blöcken aus Naturstein gesäumt werden. Zunächst wurden die dafür nötigen Sandsteinblöcke als noch unbearbeitetes Rohmaterial vom Steinbruch zur Baustelle geliefert. Vor Ort wurde die Oberfläche der Sandsteinblöcke zunächst per Hand bearbeitet. Erst ab einer gleichmäßig rechteckigen Form, können sie als Baumaterial zur Sicherung der Böschung verwendet werden.

Eine Fräse vom Typ ER 250 wurde zur Probe an das ausführende Bauunternehmen überreicht. „Die Arbeiten können mit dem Gerät erheblich beschleunigt werden. Ein Steinblock ist jetzt teilweise in 30 Minuten fertig bearbeitet und kann für den Bau verwendet werden“, so Schumann.

Im Anschluss an die Vorführung zeigte sich der Kunde äußerst dankbar und entschied sich für die direkte Übernahme der ER 250. Bei entsprechenden Einsätzen spart die Firma somit nicht nur an Zeit und Geld – auch das Personal wird geschont.

Epiroc Deutschland GmbH

www.epiroc.de

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