KANALSANIERUNG

Kanalisation hydraulisch leistungsfähiger

In der Schillerstraße im hessischen Hünfeld erneuert die August Bock & Sohn GmbH & Co. KG sowohl die unterirdische Leitungsinfrastruktur als auch die Straßen mit neuen Bürgersteigen und beidseitigem Radweg. Insgesamt 410 m Kanal und die Hausanschlussleitungen werden neu verlegt.

Der Eigenbetrieb Abwasseranlagen der Stadt Hünfeld hat sich dabei für das HS-Kanalrohrsystem und Connex-Kanalrohre der Funke Kunststoffe GmbH entschieden. Vor allem das leichte Handling auf der Baustelle, das schnelles Arbeiten ermöglicht, aber auch die Stabilität mit einer erhöhten Ringsteifigkeit der HS-Kanalrohre von SN 16 und die Wirtschaftlichkeit der Kunststoffrohre waren für den Auftraggeber ausschlaggebende Argumente. Zusätzlich punkten die Produkte auf der Baustelle in der Schillerstraße durch ihren Systemcharakter: Dank Connex-Anschluss, VPC-Rohrkupplung und dem innen liegenden Absturz Funke-ILA kommen die Arbeiten gut voran.

Hohes Arbeitstempo

Die Schillerstraße ist eine wichtige Verkehrsader in der Kernstadt von Hünfeld. Hier befindet sich die Zufahrt zur Helios St. Elisabeth-Klinik. Darüber hinaus ist die Schillerstraße auch Zufahrt zum sogenannten Schulviertel mit Gymnasium, Real-, Haupt-, Grund- und Berufsschule, weshalb hier täglich zahlreiche Schulbusse durchfahren. Umso wichtiger ist allen Beteiligten ein schnelles und reibungsloses Vorankommen auf der Baustelle. Neben zwei Schachtbauwerken aus Betonfertigteilen werden in der Schillerstraße 410 m Kanal sowie die Hausanschlussleitungen neu verlegt.  Polier Martin Hensen von der bauausführenden August Bock & Sohn GmbH & Co. KG beschreibt, mit wie viel Hochdruck gearbeitet wird: „Drei Bagger sind im Einsatz. Einer arbeitet vorne und hebt die Baugrube aus. Eine Kolonne verlegt die Rohre, während hinten der zweite Bagger schon wieder die Baugrube verfüllt.“ Eine weitere Kolonne erneuert alle Hausanschlüsse und trifft die vorbereitenden Maßnahmen für den Straßenbau. Neben ihren hervorragenden Eigenschaften in puncto Stabilität, Sicherheit und Langlebigkeit sowie dem Systemcharakter war vor allem das leichte Handling der Produkte auf der Baustelle ein wichtiges Kriterium, weshalb sich der Auftraggeber, der Eigenbetrieb Abwasseranlagen der Stadt Hünfeld, für das Kanalrohrprogramm von Funke entschieden hat. Betriebsleiter Dipl.-Bauing. Dirk Stoldt ist von den Produkten überzeugt: „Wir setzen für den Sammler HS-Kanalrohre der Nennweiten DN/OD 400 bis DN/OD 800 bzw. für die Nennweite DN/OD 700 Connex-Kanalrohre ein. Wegen ihres geringen Eigengewichts sind die Kunststoffprodukte von Funke schnell zu verlegen, ganz anders als etwa Beton. Zwei Arbeiter reichen aus, um die 3 m langen Rohre im Graben einzubauen. Dabei kann ein Radlader vier bis fünf Rohrstangen auf einmal zur Einbaustelle transportieren. Außerdem ist die Grabenbreite geringer, das bedeutet weniger Aushub. Alles in allem also perfekte Bedingungen, um ordentlich Meter zu machen.“

Für alle Situationen gewappnet

Auch Bauleiter Michael Keil von der August Bock & Sohn GmbH & Co. KG ist von dem Systemkomponenten überzeugt: „Der Werkstoff ist sehr flexibel. Funke bietet ein umfangreiches Zubehörprogramm, mit dem man alle Situationen während der Tiefbaumaßnahme gut meistern kann.“ Zum Einsatz gekommen ist bei der Maßnahme auf der Schillerstraße unter anderem der Connex-Anschluss, mit dem die neuen HS-Hausanschlussleitungen der Nennweite DN/OD 160 schnell und wirtschaftlich in den Sammler eingebunden werden konnten. Möglich macht das das integrierte Kugelgelenk des Bauteils. Es sorgt dafür, dass die Rohrverbindungen in einem Bereich von 0° bis 11° schwenkbar sind – und durch diese Flexibilität und Gelenkigkeit auch langlebiger.

Bauartbedingte Unterschiede

überbrücken

Auch die Anbindung neuer Hausanschlussleitungen in bereits vorhandene Rohre stellt Tiefbauer häufig vor eine Herausforderung: „Wenn die bestehenden Leitungen aus einem anderen Werkstoff gefertigt sind, unterscheiden sich die Außenstrukturen häufig von den neuen Rohren. Das geht meistens mit verschiedenen Durchmessern einher. Um diese Unterschiede zu überbrücken, hat man früher trotz gleicher Nennweite zusätzliche Ausgleichsringe nehmen müssen. Doch das gehört der Vergangenheit an“, erzählt Funke-Fachberater Martin Ritting. Für diese Fälle hat Funke die VPC-Rohrkupplung auf den Markt gebracht. Auch in Hünfeld erleichtert sie den Praktikern die Arbeit, wie Polier Hensen berichtet: „Das Prinzip ist genauso einfach wie überzeugend: Es handelt sich um eine Dichtmanschette und einen Fixierkorb, die zusammen mit zwei Spannbändern eine kompakte Einheit bilden. Sie wird in den Nennweiten DN 100 bis 1070 angeboten. In Hünfeld treffen wir meistens auf Gussrohre. Dank Rohrkupplung klappt die Einbindung sicher und zeitsparend.“

Künftig auch bei Starkregen gewappnet

Die Sanierung der Schillerstraße ist Teil eines Gesamtprojektes zur Kanalsanierung, welches mit Landesmitteln gefördert wird. In den letzten 8 Jahren wurden dabei in etwa 60 Straßen schadhafte Abwasserkanäle erneuert bzw. ausgetauscht. Nebenbei sollen in der Schillerstraße auch hydraulische Probleme gelöst werden, die in der Vergangenheit zu Rückstauereignissen geführt haben. Pascal Nüchter vom zuständigen Planungs- und Bauleitungsbüro Nüchter-Baumanagement: „Entsprechend den Vorgaben des Eigenbetriebs Abwasseranlagen der Stadt Hünfeld haben wir die neuen Leitungen und den Sammler grundsätzlich um eine Nennweite aufdimensioniert und zusätzlich zum Teil ein stärkeres Gefälle eingeplant. Die Kanalisation wird dadurch hydraulisch leistungsfähiger. Auch große Niederschlagsmengen können künftig besser bewältigt werden.“ Hierfür sorgt ein 40 t schweres Schachtbauwerk aus Betonfertigteilen, das zum Regenüberlaufbauwerk gehört und das abfließende Wasser drosselt. Von hier erfolgt dann der Abschlag von Regenwasser direkt in den Vorfluter. Auch im Inneren des Bauwerks kommt das Know-how des Kunststoffrohrherstellers zum Zuge. Der innen liegende Absturz Funke-ILA sorgt für die Überbrückung des Höhenversatzes in der Kanalisation. Er ist geeignet für Betonschächte DN 1000, ist auf Anfrage aber auch für größere Schächte lieferbar. Martin Ritting hebt die Vorteile hervor: „Er bietet optimalen Schutz vor Korrosion. Dank der Öffnung ist eine unkomplizierte Revision und Reinigung möglich. Der Platzbedarf ist so gering, dass der Schacht weiterhin begehbar ist. Im Gegensatz zu den außen liegenden Abstürzen muss auch nur wenig Erde ausgehoben werden – was Zeit und Geld spart. Außerdem ist die Montage sicher und einfach herzustellen.“ Der innenliegende Absturz ist momentan in den Nennweiten DN/OD 160, DN/OD 200 und DN/OD 250 erhältlich, größere Nennweiten sind in Vorbereitung.

Funke Kunststoffe GmbH

www.funkegruppe.de

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