Hommage an die Stadt Den Haag

Fischer Fassadensysteme sichern Wijnhavenkwartier

Mit seiner Keramikfassade fügt sich das Wohn- und Bürogebäude in die Skyline ein. Hinter der Ansicht des Gebäudekomplexes stecken rund 85.000 FZP II-T Hinterschnittanker. Die zugehörige Bewertung (ETA) gibt Sicherheit bei der Anwendung.

Gekonnt setzt das vom Architekturbüro Geurst & Schulze entworfene Wijnhavenkwartier in 50 Meter Höhe ein optisches Statement in Den Haag. Auch unter infrastrukturellen Gesichtspunkten bringt der 2016 fertiggestellte Gebäudekomplex der Stadt Vorteile. So sind auf einer Nutzfläche von insgesamt 15.000 Quadratmeter 170 Appartements und Penthouses, Gastronomiebetriebe, Geschäfte und Büros sowie eine Außenstelle der Universität Leiden untergebracht. Gewerblich genutzt werden hierbei der Flachbau und die unterste Ebene des Hochhauses.

Von dem vorherigen Bürokomplex aus den Siebzigerjahren blieb allein die tragende Betonkonstruktion stehen und wurde in das neue Wijnhavenkwartier integriert. Blickfang ist die rund 12.500 Quadratmeter große hinterlüftete Fassade, die mit Keramikplatten des Typs „Royal Mosa ceramic tiles“ – einer Sonderanfertigung – bekleidet und mit offenen Fugen ausgeführt wurde. So nimmt die Gebäudehülle optisch Bezug auf den Untergrund aus Sand, auf dem sich das Wijnhavenkwartier befindet.

Flexible Planung

Die speziell für Keramikplatten und -tafeln entwickelten Fischer Hinterschnittanker FZP II-T D40 PA mit großer Scheibe verankern das 13 Millimeter dicke Bekleidungsmaterial des Fliesenherstellers Mosa zusammen mit einer Lomax Systems BV Unterkonstruktion baustoffschonend und sicher in Beton. Gewählt wurde hierbei eine Ausführung in den Maßen 11 x 8 M6. Deren Gewindelänge wurde auf zwölf Millimeter angepasst. Für das Zusammenspiel der Keramikplatten und der Hinterschnittanker wurde eine gemeinsame Europäisch Technische Bewertung erteilt (ETA 11/0465 (Mosa Royal Ceramic)).

„Unsere Hinterschnittanker überzeugten den Auftraggeber, weil sie sicheren Halt mit einer repräsentativen Optik der Fassade vereinen“, berichtet Detlef Postler, Technischer Projekt Support bei der Tochtergesellschaft SystemTec innerhalb der Unternehmensgruppe Fischer, der das Projekt mitbetreute. „Die formschlüssige und daher völlig spreizdruckfreie Verankerung im konisch hinterschnittenen Bohrloch sorgt für niedrigere Plattenbiegemomente verglichen mit den Alternativlösungen am Markt“, führt Postler weiter aus. „Auf der Plattenrückseite lässt sich der Anker im Fünftelspunkt positionieren und somit die Befestigung statisch optimieren.“ Dadurch können Fassaden flexibler geplant und ausgeführt sowie die technischen Eigenschaften des Bekleidungsmaterials voll ausgenutzt werden.

Hohe Haltekräfte

So verbinden die Zykon-Plattenanker dank ihrer rückseitigen Befestigung technische Vorteile wie hohe Haltekräfte und optimales Langzeitverhalten mit einem hochwertigen Design. Beim Wijnhavenkwartier war unter anderem auch die Montagefreundlichkeit der Baufirma Heijmans aufgrund mangelnder Lagerfläche wichtig. Hierzu wurden die Fassadenelemente von der Firma WVH Gevelprojecten werkseitig vorgefertigt und mit den Fliesen verkleidet. Dabei erwies sich das geringe Gewicht der Fliesen als großer Vorteil. Auch saubere Ecklösungen und Verwertung der Reststücke ließen sich clever lösen.

Zusätzlich unterstützte Fischer seinen Auftraggeber mit seinem breiten Spektrum an Serviceleistungen in sämtlichen Bauphasen von der Planung über die Ausführung vor Ort bis zum erfolgreichen Abschluss des Projekts.

Fischerwerke GmbH & Co. KG

www.fischer.group

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