Ganzheitliche Lösungen für weltweite Infrastrukturprojekte

Interview mit Dietmar Jürges

Egal ob Mobilität, Urbanisierung, Klima- oder Ressourceneffizienz: Als führender Anbieter im Tief-, Hafen- und Spezialtiefbau deckt die thyssenkrupp Infrastructure GmbH das komplette Leistungsspektrum bei weltweiten Infrastrukturprojekten ab.

Um für die Kunden noch leistungsfähiger zu werden, hat sich die Gesellschaft neu aufgestellt. Erheblichen Anteil an der strukturellen Weiterentwicklung hatte Dietmar Jürges, der im Juli vergangenen Jahres den Vorsitz der Geschäftsführung übernommen hat. Im Interview gibt er Einblicke in die Welt der thyssenkrupp Infrastructure und erklärt die Vorteile des global agierenden Unternehmens.

Herr Jürges, Sie haben maßgeblich an der Weiterentwicklung der thyssenkrupp Infrastructure mitgewirkt. Was sind die größten Veränderungen?

Dietmar Jürges: Wir haben uns insgesamt effektiver aufgestellt, um den Fokus noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Kunden zu legen. Ein wesentlicher Faktor ist die Einführung einer Matrix-Organisation sowie eines internationalen Supply-Chain-Managements. Hierbei werden uns künftig modernste IT-Systeme helfen, unsere Bestände in den vier Sparten im Sinne unserer Kunden zu optimieren und die Produkte und Dienstleistungen wettbewerbsfähig und vor allem just-in-time anzubieten.

Sie sprechen die vier Produktsparten an. Welche sind das und welchen Kundenkreis sprechen Sie damit an?

Dietmar Jürges: Unser Portfolio gliedert sich in die vier Sparten Profile, Maschinen, Grabenverbau und Traggerüstbau. Wir verstehen uns damit als ganzheitlicher Partner. Am Anfang unserer Projekte steht immer eine umfassende und intensive Beratung unserer Kunden. Im fortwährenden Austausch entwickeln wir daraufhin bedarfsgerechte, maßgeschneiderte Lösungen. Für die Realisation der Projekte stellen wir unseren Auftraggebern sämtliche Produkte zur Verfügung. Diese kommen zum großen Teil aus eigener Produktion, wie zum Beispiel Müller Ramm- und Ziehtechnik. Grabenverbausysteme von Emunds+Staudinger | Krings werden exklusiv von uns vertrieben. Mit Niederlassungen in der ganzen Welt und dem starken Konzernverbund von thyssenkrupp sind wir überall da vertreten, wo unsere Kunden sind. Wir verstehen die regionalen Märkte und Anforderungen und können so bedarfsgerecht beraten. Vor allem im After-Sales-Service ist das ein entscheidender Vorteil. Wir begleiten den Kunden über den kompletten Lebenszyklus unserer Produkte bei Verkauf, Vermietung, Instandhaltung und Ersatz.

Merken Sie bereits eine Veränderung durch die Neustrukturierung der thyssenkrupp Infrastructure?

Dietmar Jürges: Wir nehmen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit auf diese Reise, die mit vielen Änderungen verbunden ist. Dafür haben wir ein Change Management etabliert und kommunizieren intensiv über alle Bereiche hinweg. Wir merken schon deutlich, dass wir durch die Reorganisation noch zielgerichteter in unserem Handeln werden und der Veränderungsprozess gelebt wird. Die Bedürfnisse unserer Kunden und Partner stehen dabei wie schon beschrieben an oberster Stelle.

Haben Sie ein oder zwei Beispiele für uns, wo Sie die angestrebten Synergieeffekte bezüglich der Wünsche Ihrer Kunden erfüllen konnten und Ihnen die neue Organisation weitergeholfen hat?

Dietmar Jürges: Zwei Beispiele sind unsere jüngsten Projekte in München und Singapur. Am Münchner Flughafen konnten wir einen bestehenden Kunden der Sparte Grabenverbau von den Leistungen weiterer Produktsparten überzeugen. Wir haben für eine Baustelle rund 410 Tonnen Spundwände verkauft und verbaut sowie eine Spundwandramme und andere Geräte vermietet. Somit waren mit unserem kompletten Know-how vor Ort im Einsatz (one face to the customer), was unseren Ansatz als Full-Service-Dienstleister unterstreicht. In Singapur haben wir über Kontakte des thyssenkrupp Konzerns an der Baustelle eines Busbahnhofes mitgearbeitet. Hierbei waren wir mit Beratungsdienstleistungen zum Grabenverbau, der Ausarbeitung der Baustelle mit baustellenbezogenen Statiken und Zeichnungen, der Lieferung des Gleitschienenverbaus der Produktmarke Emunds + Staudinger sowie der Einweisung und Schulung der Baustellenkolonne und der Ingenieure vor Ort beteiligt.

Und was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Dietmar Jürges: Wir positionieren uns beim Endkunden klar als Full-Service-Partner und stellen uns noch breiter auf. Einer unserer größten Vorteile gegenüber dem Wettbewerb ist, dass wir ganzheitliche Lösungen aus einer Hand anbieten können. Ganzheitlich bedeutet, unser Leistungsspektrum umfasst neue und gebrauchte Produkte, Vermietung,  Anarbeitung, Einweisung vor Ort beim Kunden, Instandhaltung und Ersatz sowie Dienstleistung.  Wir erkennen die Bedürfnisse unserer Kunden und grenzen uns damit von reinen Händlern ab. Wir wollen unsere Position als kompetenter Partner für Infrastrukturprojekte mit langjähriger Erfahrung und hoher Beratungskompetenz weltweit weiter ausbauen.

Vielen Dank für das Gespräch!

thyssenkrupp Infrastructure GmbH

www.thyssenkrupp-infrastructure.com/de/

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