Fester Halt für Infrastrukturprojekt

Fischer Befestigungssysteme sichern Metrolinien beim „Grand Paris Express“

Zum Projekt gehört der Neubau der Linie 16, bei welcher der Injektionsmörtel FIS EM Plus die Bodenplatten mit den Stützwänden verbindet. In der Linie 15 verankert das Superbond-System Kabeltrassen und -tragsysteme zuverlässig in Beton.

Mehr als zwei Millionen Menschen leben in Paris auf einer Fläche von 105 Quadratkilometern. Das sind etwa 21.000 Einwohner pro Quadratkilometer. Paris ist damit die am dichtesten besiedelte Stadt Europas. Daher soll die Metropole mit zahlreichen angrenzenden Gemeinden der Île de France zu einem neuen „Le Grand Paris“ verschmelzen. Mit dieser Ausdehnung sind baulich-räumliche, gesellschaftliche und funktionale Dimensionen verbunden. Der Metronetz-Ausbau „Grand Paris Express“ erfolgt dabei unter Bauherrschaft der „Société du Grand Paris“ (SGP). Mit 220 Kilometern ist das Pariser Metronetz bereits jetzt das viertgrößte in Europa nach London, Moskau und Madrid. Durch den „Grand Paris Express“ sollen automatisch betriebene Linien auf rund 200 Kilometer neuen Schienenwegen sowie 68 Bahnhöfe hinzukommen. Damit würde die derzeit größte europäische Netzlänge der London Underground (402 Kilometer) übertroffen werden. Der „Grand Paris Express“ ist seit 2015 im Bau, mit dem Zeithorizont 2030. Neben den Verlängerungen der Metrolinien 11 und 14 kommen die vier neuen Linien 15, 16, 17 und 18 hinzu, mit dem Hauptziel, den Ballungsraum und die Außenbezirke effizienter miteinander zu verbinden.

 

Unkomplizierte Lagerung

Die vollständig unterirdisch verlaufende Linie 16 wird sich dabei auf etwa 27,5 Kilometer erstrecken und die Vororte nördlich und östlich von Paris miteinander verbinden. Auf der Strecke werden zehn Stationen liegen. Drei Bahnhöfe und ein Wartungsdepot werden gemeinsam mit der Linie 17 genutzt werden. Acht Bahnhöfe haben zudem Anschluss an andere Linien des Pariser Verkehrsnetzes. Der Fischer Injektionsmörtel FIS EM Plus wird unter anderem für die Verbindung der Bodenplatten zu den Stützwänden eingesetzt. Hierbei sorgt das chemische Befestigungssystem auf den Baustellen für ein sicheres und schnelles Vorankommen. Der Mörtel ermöglicht, Bohrlöcher mit Wasser zu reinigen, statt diese aufwendig auszublasen und dadurch Staub und Rauch zu verursachen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass der FIS EM Plus sehr einfach gelagert werden kann. Ein extra beheizter Raum oder Behälter ist hierfür nicht nötig. Der Epoxidharzmörtel darf lediglich nicht gefrieren.

 

Nachweis erbracht

Weitere Vorteile liegen unter anderem in der dauerhaften Sicherheit des FIS EM Plus. Im Bauwesen gehen die Eurocode-Normen für Standardkonstruktionen von einer Lebensdauer von 50 Jahren aus. Für das Projekt „Grand Paris Express“ gelten allerdings noch höhere Anforderungen. Denn bei wichtigen und großen Infrastrukturprojekten, wie U-Bahn-Tunneln, Viadukten und Kernkraftwerken, ist eine garantierte Lebensdauer von 100 Jahren vorgeschrieben. Auch die verwendeten Produkte müssen diese Langlebigkeit aufweisen. Im Falle der chemischen Befestigung mit dem Injektionsmörtel FIS EM Plus beantragte Fischer eigens dafür eine Europäische Technische Bewertung (ETA – European Technical Assessment), um den für Europa geforderten Produktleistungsnachweis erbringen zu können. „Unsere Produkte erfüllen die technischen Anforderungen der Anwendungen beim Bau der ‚Grand Paris Express‘-Linien“, sagt Jean-Marc Berg, Geschäftsführer der Fischer Landesgesellschaft in Frankreich. „Neben der Qualität unserer Befestigungslösungen spielen wettbewerbsfähige Preise und eine hohe Produktverfügbarkeit eine zentrale Rolle.“ Wichtig seien jedoch auch die vielen Serviceleistungen. „Wir überzeugten unsere Auftraggeber durch unsere Besuche auf den Baustellen zur Unterstützung vor Ort, die schnelle und präzise Reaktionsfähigkeit unserer technischen Abteilung, um passgenaue, projektspezifische Lösungen zu entwickeln und vieles mehr“, betont Jean-Marc Berg.

 

Anwender vor Staub schützen

Neben der Linie 16 kam die Kompetenz des Befestigungsexperten auch bei der unterirdisch verlaufenden Ringlinie 15 zum Einsatz, die Paris außerhalb der Stadtgrenzen umrunden wird. Auf 75 Kilometer Länge wird die Strecke 36 Stationen umfassen und 19 Gemeinden bedienen. Vorgesehen sind auch Umstiege auf andere Linien des Pariser Verkehrsnetzes. Dabei kommen 77.000 Fischer Reaktionspatronen RSB in den Ausführungen RSB 8 und RSB 12 mini zusammen mit RG M Ankerstangen in jeweils passender Größe zum Einsatz, um die Kabeltrassen an der Wand zu verankern sowie per Überkopfmontage an der Decke Aufhängebügel und Stahlplatten für Kabeltrag-Systeme zu fixieren. Hierbei ermöglichen die RSB Reaktionspatronen im Verbund mit ihren Systemkomponenten die denkbar einfache und schnelle Überkopfmontage ohne Wartezeiten durch schnelle Aushärtung. Zusätzliche Sicherheit geben die Europäische Technische Bewertung (ETA) Option 1 für gerissenen Beton inklusive seismischer Belastungen der Leistungskategorie C1 und die Brandeignung nach Feuerwiderstandsklasse R120. Mit den Fischer Hohlbohrern FHD werden dabei per Anschluss eines SDS Plus Bohrhammers die Bohrlöcher für die chemischen Verankerungen staubarm erstellt. Mit seinen zwei Absauglöchern an der Bohrspitze und seinem hohlzylindrischen Schaft saugt der FHD Staub direkt ab – ideal für die Überkopfanwendungen bei den Tunnelbauten der „Grand Paris Express“-Linie 15. Damit schützen Anwender die Lungen vor gesundheitsgefährdenden quarzhaltigen Stäuben, die beim Bohren, Ausblasen und Ausbürsten entstehen. Zudem werden Fehler bei der Bohrlochreinigung vermieden, durch die sich die Leistungsfähigkeit der Befestigung reduzieren kann.

Bereits bei der Verlängerung der bestehenden Linie 14 kamen Fischer Schwerlastbefestigungen zur sicheren Befestigung der Konsolensysteme der Stromleitungen zum Einsatz. So stellt das Unternehmen fortlaufend beim Bau der „Grand Paris Express“-Linien sein Befestigungs-Know-how unter Beweis.

Fischerwerke GmbH & Co. KG

www.fischer.group

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