Bohren, einschlagen, festziehen?

Praxistipp: Sicher Befestigen mit Injektionsmörtel

Um Gegenstände sicher und dauerhaft an Gebäuden zu befestigen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Die wichtigsten Kriterien sind der Verankerungsgrund (Baustoff), die Abstände zu benachbarten Dübeln oder Bauteilrändern sowie die Art und Größe der Belastung. Hilfreich für die Auswahl des geeigneten Dübels oder Ankers sind bauaufsichtliche Zulassungen, die wichtige Informationen über den Nutzungsbereich und die Anwendungsbedingungen der Befestigungen enthalten.

Loch bohren, Dübel einschlagen, Bauteil festziehen – hält. Längst ist die Befestigungstechnik sehr viel komplexer geworden. Unterschieden werden Dübel aus Kunststoff, Stahlanker und chemische Befestigungen. Entscheidend für die Wahl des richtigen Dübels ist der Untergrund und dessen Beschaffenheit vor Ort, also Baustoff und Ankergrund. Die Verwendung zugelassener Produkte ist immer dann vorgeschrieben, wenn im Versagensfall eine Gefährdung von Personen oder ein nennenswerter wirtschaftlicher Schaden zu erwarten ist. Relevante Anwendungsfälle sind beispielsweise Befestigungen von Fassaden, Treppen- und Balkongeländern, Arbeits- und Schutzgerüsten, Steigeisen, Gasleitungen und Feuerschutzeinrichtungen. Hier eignen sich besonders chemische Befestigungen.

 

80% weniger Mörtelverbrauch

Der fischer FIS V ist ein styrolfreier, schnellabbindender Hochleistungs-Hybridmörtel und eignet sich zur Befestigung unterschiedlichster Gegenstände in Beton, Porenbeton, Loch- und Vollsteinmauerwerk sowie für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse. Es ist das weltweit erste Injektionsmörtel-System, das für alle relevanten Baustoffe zugelassen ist. Dies gilt auch für jedes Zubehörteil.

Die Verarbeitung ist einfach: In Vollbaustoffen das Loch im Schlag- oder Hammerbohrverfahren erstellen, danach mit einem Ausbläser zweimal ausblasen, dann mit einer speziellen Bürste zweimal reinigen und schließlich noch zweimal ausblasen. Danach wird der Mörtel in das Loch eingespritzt. Die benötigte Menge ergibt sich aus der Gebrauchsanweisung. Eingesetzt werden in der Regel Ankerstangen FIS A aus galvanisch verzinktem oder nicht rosten-dem Stahl A4 bzw. Innengewindeanker RG MI. Die Aushärtezeit des Mörtels richtet sich nach der Außentemperatur. Schließlich kann der Gegenstand befestigt werden. Bei Lochsteinen entsteht das Bohrloch im Drehbohrgang. Danach wird eine Ankerhülse eingeführt und der Mörtel eingepresst. Durch die Verwendung der Ankerhülse spart der Anwender beim fischer FIS V bis zu 80% des Mörtels, im Vergleich zu herkömmlichen Systemen. Anders formuliert: Wo man sonst für Lochbaustoffe fünf Kartuschen benötigt, reicht beim fischer FIS V eine Kartusche. Ein weiterer Vorteil der Ankerhülse: Sie erlaubt eine optimale Zentrierung der Ankerstange und somit eine gleichmäßige Lastverteilung. Zur Befestigung wird die Ankerstange FIS A oder alternativ die Innengewindehülse FIS E verwendet.

Im Porenbeton hinterschneidet der Konusbohrer PBB das Bohrloch. Nach viermaligem Ausblasen wird eine Zentriertülle gesetzt, welche die Ankerstangen nach Einpressen des Mörtels im Bohrloch fixiert.

Weitere Informationen:

[www.fischerwerke.de]

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