„Wir müssen vorausschauend denken und handeln“

Zusammenspiel aus Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Wie lassen sich Unfallquellen bestmöglich vermeiden? Wie reduziert man das Risiko von berufsbedingten Erkrankungen im Alter? Und wie macht man entsprechende Maßnahmen leicht verständlich und unkompliziert zugänglich?

Ein Tritt auf ein marodes Steigeisen oder das Einatmen von Faulgas – die Arbeit an der unterirdischen Infrastruktur ist mit Gefahren verbunden. Unfälle in diesem Bereich können im schlimmsten Fall tödlich enden. Ein wirksamer Arbeitsschutz ist daher unabdingbar. Wir Unternehmer sind in diesem Kontext dazu verpflichtet, einen geregelten Standard an Maßnahmen zu erbringen, die für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sorgen. Hierzu zählen die im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verankerten Schutzmaßnahmen.

Über diese hinaus gibt es allerdings zahlreiche Möglichkeiten, die für mehr Sicherheit im Arbeitsalltag sorgen. Wir haben auch mit vermeintlich kleinen Maßnahmen gute Erfahrung gemacht – denn manchmal haben diese einen besonders großen Effekt.

Extern gefordert, intern geschätzt

Einer der externen Auslöser, die zur Optimierung der Arbeitsschutzmaßnahmen geführt haben, ist stark mit unserer Kundenstruktur verknüpft. So forderten Industriekunden – beispielsweise aus der Chemiebranche – vermehrt Maßnahmen, die über den Standard hinausgehen. Auch sind Arbeitsunfälle hier mit einem besonders hohen Erklärungs- und Verwaltungsaufwand verbunden. Ein weiteres Motiv ist jedoch deutlich schwerwiegender und intern verankert: mein persönliches Verhältnis zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ich möchte einfach alle im Betrieb arbeitenden Personen jeden Tag unfallfrei und gesund nach Hause entlassen – und gar nicht erst in die Situation geraten, Angehörige über mögliche Unfälle informieren zu müssen, die vermeidbar gewesen wären. Dieses Ziel motiviert mich fortwährend, an den Bereichen Sicherheit und Gesundheit zu arbeiten.

Prüfung durch die BG Bau

Zu den bei uns eingeführten Maßnahmen zählt die externe Prüfung des Arbeitsschutzmanagementsystems (gemäß NLF/ILO-OSH 2001) durch die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). Dabei wird die Wirksamkeit des Arbeitsschutzes umfassend betrachtet. Hierzu zählen unter anderem regelmäßige Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sowie das Bereitstellen geeigneter Schutzausrüstung. Obligatorisch sind zudem turnusmäßige Geräteprüfungen, um die Funktionstüchtigkeit und Sicherheit des technischen Equipments zu gewährleisten.

Hinzu kommen die zahlreichen „kleinen“ Maßnahmen – wie etwa die Investition in Sicherheits-Cuttermesser mit automatischem Klingeneinzug und Sonnencreme für den Hautschutz an sonnigen Tagen auf der Baustelle.

Sicht- und greifbar

Wir möchten Arbeitsschutz bei uns im Unternehmen möglichst präsent machen – und setzen daher auch auf vergleichsweise simple Mittel, um dieses Thema für alle greifbarer und sichtbarer zu machen. So zeigt zum Beispiel eine Unfalluhr am Hauptsitz in Hamm die Anzahl der Tage ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall an – ein interner Rekord von unfallfreien 420 Tagen motiviert zusätzlich für mehr Sicherheit zu sorgen.

Die Uhr dient jedoch nicht nur als Motivationsschub, sondern spiegelt auch den Erfolg der Maßnahmen wider und macht diese messbar. So wird beispielsweise genau erfasst, dass wir innerhalb der vergangenen zwei Jahren etwa 50 Prozent weniger Arbeitsunfälle als in den Vorjahren verzeichnen konnten.

Empfängerorientiertes Denken

Arbeitsschutzanweisungen sind oftmals komplex formuliert – und damit keine kurzweilige Lektüre. Manche Dinge sind standardmäßig so verfasst, dass auch ich mehrfach lesen muss, um sie zu verstehen. Um dies zu erleichtern und die Themen immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, haben wir daher eine eigene Aktion entwickelt: Mittels Türhängern, die monatlich den Kolonnen an die Fahrzeuge gehängt werden, machen wir jeweils auf eine ausgewählte Gefahrenquelle und die entsprechende Handlungsempfehlung aufmerksam. Der Türhänger fungiert hier als „Störer“ – er wird beim Einsteigen in den Wagen entfernt und weist nur so viel Inhalt auf, dass dieser in sehr kurzer Zeit erfasst werden kann.

Auf einfache Art und Weise werden so Themen wie Hautschäden durch Sonneneinstrahlung oder Gefahren durch Quetschungen oder Abstürze dargestellt. Dabei verzichten wir bewusst auf den „erhobenen Zeigefinger“. Die Botschaft wird kurz und auf den Punkt gebracht – denn in den meisten Fällen handelt es sich dabei um ein Wiederauffrischen vorhandener Kenntnisse, die lediglich in das Bewusstsein gebracht werden. Zukünftig werden wir auch unsere hauseigene App für das Versenden von Push-Nachrichten zu potentiellen Gefahrenquellen nutzen.

Gesundheitsprophylaxe

Neben der Vielzahl an Arbeitssicherheitsmaßnahmen setzen wir auch auf einen umfassenden Gesundheitsschutz. Bereits seit 2019 können unsere Mitarbeitenden einen Bikeleasing-Service in Anspruch nehmen. Somit erhalten sie die Möglichkeit, eine nachhaltige Fortbewegungsmethode zu wählen und dabei etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Neben der Möglichkeit des Bikeleasings steht in Hamm auch ein betriebseigenes Fitnessstudio mit einem Kraft-Ausdauer-Zirkel zur Verfügung. Vorher haben wir eine Rückenschule angeboten – im Vergleich dazu ist nun aber ein deutlich flexibleres Training möglich. Jeder entscheidet selbst, wann und wie oft trainiert wird. Die Räumlichkeiten sind an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr zugänglich. Sämtliche persönliche Trainingseinstellungen können auf einem Chip gespeichert werden. So entfällt das tägliche händische Einstellen der Geräte. Zudem kann bei Bedarf ein Termin mit einem Fitnesscoach vereinbart werden, um einen Trainingsplan individuell anzupassen.

Mit dem Gesamtpaket der durchgeführten Maßnahmen sorgen wir dafür, dass Arbeitsunfälle und Krankheitsausfälle und damit auch Fehlzeiten deutlich reduziert werden. Ich bin davon überzeigt, dass die erfolgreiche Umsetzung der Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen unmittelbar zur Sicherung unseres betrieblichen Erfolges beiträgt und damit nicht nur ein Selbstzweck ist.

Sanierungstechnik Dommel GmbH

www.sanierungstechnik-dommel.de

Sanierungstechnik Dommel

Die Sanierungstechnik Dommel GmbH mit Sitz im nordrhein-westfälischen Hamm ist Spezialist für sämtliche Dienstleistungen rund um die Instandhaltung von Kanälen und Schächten. Als kompetenter Partner von Kommunen, Verantwortlichen der Industrie und Ingenieuren bietet sie neben Zustandserfassungen auch diverse grabenlose Sanierungsverfahren sowie alle erforderlichen Tiefbauarbeiten aus einer Hand an. Bei den Maßnahmen stehen eine partnerschaftliche Arbeitsweise und eine hohe Ausführungsqualität immer im Mittelpunkt. Die Abwicklung von Kanalsanierungsprojekten mit außergewöhnlichen Anforderungen ist darüber hinaus eine Stärke des Unternehmens. Die Sanierungstechnik Dommel GmbH beschäftigt mehr als 90 Mitarbeiter und ist seit 1989 auf dem deutschen Markt aktiv.

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