BUNDESVERBAND LEICHTBETON E.V.

Wände, die schützen

Leichtbeton-Elemente für rationelles Bauen

Vom Dach bis zum Keller: Das Bauen mit vorgefertigten Wand-Elementen aus Leichtbeton hat sich bereits über Jahrzehnte bewährt und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Denn durch die schnelle Montage vor Ort verkürzen sich die Bauzeiten erheblich. Damit können private Bauherren ihr Gebäude früher nutzen sowie Doppelbelastungen aus Miete und Baukosten minimieren. Die Leichtbeton-Elemente zeichnen sich dabei nicht nur durch ihren schnellen Aufbau auf: Dank ihrer ausgezeichneten Wärmedämm­eigenschaften mit U-Werten von bis zu 0,25 W/(m²K) eignen sie sich hervorragend für den monolithischen Bau von Industrie- und Wohngebäuden. Auch beim Schall- und Brandschutz liegen die Elemente weit vorne: „Massive Leichtbeton-Wände haben einen sehr hohen Feuerwiderstand und gelten gemäß Baustoffklasse A1 als nicht brennbar“, erklärt Diplom-Ingenieur Dieter Heller vom Bundesverband Leichtbeton.

Bauherren entscheiden sich laut aktuellen Studien immer öfter für die Element-Bauweise. Dies ist nicht verwunderlich: Denn vorgefertigte Elemente tragen nicht nur zu kürzeren Bauzeiten bei, sondern führen naturgemäß auch zu geringeren Baukosten. Trotz Termindruck auf der Baustelle muss dank Leichtbeton-Elementen nicht auf die Vorzüge der Massivbauweise verzichtet werden. Termingerecht werden diese zur Baustelle geliefert und vor Ort in kurzer Zeit montiert. Mit den Elementen wird der Rohbau – vom Keller über die Wand und Decke bis zum Dach – aus einem Guss gefertigt. Entsprechend vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten von Leichtbeton-Elementen: Die Fertigteile kommen sowohl bei Einfamilienhäusern und mehrgeschossigen Wohnbauten als auch bei Gewerbe- und Industrieobjekten zum Einsatz. Moderne Fertigungstechniken und fachmännische Entwürfe von Architekten sowie Fachplanern ermöglichen es, mit Leichtbeton-Fertigteilen individuelle Objekte zu gestalten und dennoch rationell zu bauen.

 

Elemente der Extraklasse

Dank seiner porigen Gesteinskörnung, die über feine Luftkammern Wärme speichert, erreicht der Baustoff Leichtbeton bei Wand- und Dachelementen hervorragende U-Werte von bis zu 0,25 W/(m²K) und hat zudem noch eine geringe Temperaturdehnzahl. So bleibt Leichtbeton von Temperaturschwankungen unberührt. „Fertigelemente aus Leichtbeton besitzen die Eigenschaft, sich temperatur­ausgleichend auf die Raumluft auszuwirken, so dass in den Wohnräumen ein angenehm natürliches Klima herrscht“, betont Dieter Heller, Geschäftsführer des Bundesverbandes Leichtbeton.

Auch beim Brand- und Schallschutz spielen sowohl Leichtbeton-Elemente also auch Leichtbeton-Mauersteine in der ersten Liga: Die Fertigelemente besitzen eine hohe Schallabsorption. Während beispielsweise glatte Betonflächen im Frequenzbereich zwischen 500 und 3000 Hertz nur etwa 20 Prozent des auftretenden Schalls aufnehmen, sind es bei der porigen Leichtbeton-Struktur bereits 50 Prozent. Trotz gegenüber Vollbeton geringerer Rohdichten von nicht mehr als 2.000 kg/m³ werden Eigenheimbesitzer aufgrund der porösen Leichtbeton-Struktur vor Lärm bestens geschützt.

Alle massiven Leichtbeton-Wände besitzen einen hohen Feuerwiderstand und sind gemäß DIN 4102-1 als Baustoffklasse A1 – nicht brennbar – klassifiziert. Beidseitig verputzte Wände gehören schon ab einer Wanddicke von nur 24 Zentimetern der Feuerwiderstandsklasse F 180 an. „Im Brandfall halten Wände und Decken somit mindestens 180 Minuten dem Brand stand und sind damit höchstfeuerbeständig. Der Ausbreitung des Brandherdes kann dadurch effizient entgegengewirkt werden“, erklärt Diplom-Ingenieur Dieter Heller. Auch Brandwände zur Abgrenzung von Brandabschnitten lassen sich aus Wandelementen nach DIN EN 1520 errichten. Insbesondere beim Reihen- und Mehrgeschoss­wohnungsbau ist dies von großer Bedeutung: So kann das Feuer nicht auf angrenzende Gebäude oder Gebäudeteile übergreifen.

 

Gut behütet

Bei Wind und Wetter muss das Dach den Klimaverhältnissen stand­halten. Damit ist es das am stärksten der Witterung ausgesetzte Element am Haus. Gerade hierbei ist die massive Leichtbeton-Bauweise von hohem Nutzen: Mit vorgefertigten Dachelementen aus Leichtbeton bekommt der Rohbau eine homogene, nahezu fugenfreie Dachkonstruktion. Somit dringt praktisch keine Luft mehr ein. Das massive Leichtbeton-Dach leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum ökologischen und energiesparenden Bauen, da Lüftungswärmeverluste an Fugen und anderen konstruktiven Verbindungsstellen der Gebäudehülle vermieden werden. Auch bei Unwetter und Stürmen bietet das Haupt des Hauses eine hohe Sicherheit. Selbst bei abgetragenen Dachpfannen ist es noch winddicht. Im Hochsommer sind heiße Temperaturen im Obergeschoss oft unangenehm. Hier schafft das Leichtbeton-Dach Abhilfe: Es speichert dank seiner hohen Masse die eingestrahlte Sonnenwärme im Bauteil und gibt sie in den kühleren Abendstunden wieder ins Wohninnere ab. So bleiben die Wohn-Temperaturen über den gesamten Tag behaglich.

Nähere Informationen zum Bauen mit Leichtbeton-Elementen erhalten Planer und Bauträger beim Bundesverband Leichtbeton, per Telefon (02631-355550) oder E-Mail ( ). Internet: www.leichtbeton.de

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