Schmutzwasserpumpen:
Tief ins Saure

www.tsurumi.eu

Ehrgeizige Tiefbauprojekte und entfernte Rohstofflagerstätten: Geht es tief hinab, ist nicht nur schiere Pumpenleistung gefragt. Wichtiger ist oft der pH-Wert des Wassers. Hier müsste die eigentliche Entscheidung über das Pumpenmodell fallen, damit die Wasserhaltung nicht plötzlich zusammenbricht. Denn sinkt der Wert deutlich unter neutral, drohen schwere Korrosionsschäden am Maschinenpark.

Der pH-Wert gibt Auskunft, ob eine wässerige Lösung sauer oder basisch ist. Als neutral in Süßwasser ohne CO2 gilt ein Wert von etwa sieben. Viele Schmutzwasserpumpen können noch verhältnismäßig gut in basischer Umgebung, also mit hohen pH-Werten, betrieben werden. Geht es allerdings ins saure Milieu, wird es rapide eng: Nur noch wenige Hersteller können bei Werten bis hinab auf zwei noch liefern.

Der japanische Anbieter Tsurumi mit deutschem Sitz in Düsseldorf geht in diesem Sektor besonders weit. Im Sortiment finden sich nicht nur Pumpen mit allen gängigen Gehäusematerialien. Als Besonderheit führt man ein Sonderprogramm an Pumpen, die explizit für Schmutzwasser in tiefen Gruben und chemisch saurer Umgebung entwickelt wurden. Tsurumi sei vermutlich der einzige Hersteller mit diesem Leistungsspektrum, hieß es in Düsseldorf.

Die Baureihen LH und LH-W bilden hier das Nonplusultra, mit der LH4110W allen voran: Diese Pumpe mit 110 kW Motorleistung gilt als stärkstes Aggregat im EU-Lieferprogramm. Sie kann Schmutzwasser bis zu 216 m senkrecht nach oben pumpen, und schafft bis zu 2.000 l/min. Als Tauchmotorpumpe ist sie zudem bis auf 30 Meter Eintauchtiefe druckbeständig. Damit reicht theoretisch ein einziges Aggregat für die Wasserhaltung selbst tiefster Gruben.

Finden sich zahlreiche mineralische Stoffe am Förderort, etwa weil dort Pyrit, Schwefel- oder Kupferkies und ähnliche Sulfide oxidieren, nimmt das Wasser schnell einen sauren Charakter an. Tsurumi baut daher Modelle in den genannten Reihen aus austenitischen rostfreien Chrom-Nickel-Stählen mit Mobybdänzusatz und setzt dabei auf den Werkstoff DIN 1.4401, auch als AISI 316 bekannt. Dadurch erzielt der Hersteller im Vergleich zu anderen Sorten eine höhere Widerstandsfähigkeit in der aggressiven Einsatzumgebung.

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