Scherkräften standhalten

Asphaltnaht im Kreisverkehr dauerhaft ausgebessert

Für die Sanierung setzte die Kutter GmbH & Co. KG Verguss- und Reparaturmörtel auf Flüssigkunststoffbasis von Triflex ein. Die Lösung überzeugte durch die Kombination von kurzer Verarbeitungszeit bei hoher Widerstandsfähigkeit.

Wo sich bis 2013 noch eine der gefährlichsten Kreuzungen des Landkreises befand, verbindet heute in Mosbach ein Kreisverkehr die Gemeinden Ottobeuren und Benningen im Unterallgäu. Aufgrund der dort entstehenden hohen Scherkräfte werden Fahrbahnbeläge im Kreisverkehr besonders beansprucht. So auch der in Mosbach: Durch eine aufgehende Asphaltnaht trat Wasser in die Fahrbahn ein, was zu nachhaltigen Schäden in diesem Bereich führte. Damit diese sich nicht noch auf größere Teile des Kreisverkehrs ausdehnten, galt es, die Asphaltnaht schnellstmöglich zu sanieren.

Ausbesserung ohne Verkehrsbeeinträchtigung

Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Ort sollte der Kreisverkehr für die Reparatur nicht für eine längere Dauer gesperrt werden, um den Verkehr zwischen den Ortschaften so kurz wie möglich zu beeinträchtigen. Eine kurzfristig verfügbare Lösung, die zugleich mit nur kurzen Sperrzeiten zu verarbeiten ist, war also gefragt.

 

Hohe Anforderungen für eine nachhaltige Sanierung

Zudem sollte es sich um eine langfristige Lösung handeln. Bei innerhalb weniger Monate wieder auftretenden Schadstellen wäre eine erneute Sperrung des Kreisverkehrs den Gemeinden nur schwer vermittelbar gewesen. Das stellte gerade bei dieser Baustelle eine besondere Herausforderung dar. Schließlich müssen Fahrbahnbeläge im Kreisverkehr nicht nur mechanisch hoch belastbar sein, sondern auch besonderen Einflüssen wie den dort durch die Fahrzeuge entstehenden Scherkräften standhalten. Damit kam ein rein bituminöser Fugenverguss, der sich in solchen Anwendungsfällen meist schnell wieder herausfährt, nicht infrage. Gesucht war eine Lösung, die natürlich auch wasserdicht ist und Flankenhaftung genauso wie eine griffige Oberfläche gewährleistet.

 

Erste Erfahrung mit Mörtel auf Flüssigkunststoffbasis

Das Unternehmen Kutter GmbH & Co. KG setzte bei der Sanierung des Kreisverkehrs auf Verguss- und Reparaturmörtel auf Flüssigkunststoffbasis. Der Gebietsverkaufsleiter des von Fahrbahnmarkierungen bekannten Mindener Unternehmens Triflex hatte diese Lösung empfohlen und begleitete auch die Verarbeitung vor Ort. Ziel war es, mit Triflex Cryl Vergussmörtel und Asphalt Repro 3K Thix einen sechs Zentimeter breit und vier Zentimeter tief gefrästen Streifen an die Asphaltflanken anbindend dauerhaft zu vergießen. Diese Mörtel erfüllten alle an die Sanierung gestellten Anforderungen und hatten hohe Druckfestigkeiten sowie Widerstand gegen Verschleiß und Spurbildung schon mit beeindruckenden Prüfungen nachgewiesen. Zudem bieten sie auch den Vorteil, dass die Mörtel bedarfsgerecht in der passenden Menge vor Ort angemischt und kalt verarbeitet werden können. Ein Kocher und auch sonstiges Großgerät werden bei der Verarbeitung nicht benötigt. Dadurch ist der Straßenbauer bei der Terminierung der Sanierung sehr flexibel und die Kosten für Maschinen, Material und Logistik sind deutlich geringer.

Obwohl die Verarbeitung der Lösungen sehr einfach ist, begleitete Triflex die Reparaturarbeiten vor Ort. Ein Aspekt, der Andreas Mayer, Bauleiter der Kutter GmbH & Co. KG, durchaus positiv in Erinnerung geblieben ist: „Die Umsetzung der Baumaßnahme erfolgte Hand in Hand. Von der Planung, über die Vorbereitung bis zur Ausführung. Der Triflex Gebietsverkaufsleiter stand stets für Fragen zur Seite und hat auch aktiv bei den Arbeiten unterstützt.“ „Bei der Umsetzung innovativer Lösungen und Konzepte innerhalb des Erhaltungsmanagements von Verkehrswegen stehen wir vorab und vor Ort beratend zur Seite. Bei besonders sensiblen Stellen wie der Asphaltnaht in Kreisverkehren schätzt unser Kunde diesen Service und wir lösen das Projekt gemeinsam“, erklärt Sven Stumberger-Fischer von Triflex, der die Baumaßnahmen begleitete.

 

In nur drei Schritten zum gewünschten Ergebnis

Um den Fahrbahnbelag im Mosbacher Kreisverkehr zu sanieren, fräste ein Verarbeiter der Kutter GmbH & Co. KG zunächst die poröse Naht des bestehenden Walzasphalts auf sechs Zentimeter Breite und vier Zentimeter Tiefe aus. Nach anschließender Bearbeitung mit einem Wasserhochdruckreiniger, Kehren der Fräsnaht und Trocknung mit einer Heißluftlanze waren sämtliche Rückstände entfernt und die eigentliche Ausbesserung konnte beginnen. Dafür erfolgte zunächst der Verguss der Asphaltnaht mit dem Triflex Cryl Vergussmörtel auf eine Schichtdicke von 3,5 Zentimeter. Im nächsten Schritt reprofilierten die Arbeiter die Deckschicht mithilfe des Triflex Asphalt Repro 3k Thix auf 0,5 Zentimeter. Zum Abschluss der Bauarbeiten streute das Sanierungsteam die noch frische Mörtellage mit Splitt der Körnung 1-3 Millimeter ab, um die notwendige Griffigkeit herzustellen und sie optisch an den bestehenden Fahrbahnbelag anzupassen. Da der mit dem Mörtel auf Flüssigkunststoffbasis ausgebesserte Fahrbahnbelag schon nach kurzer Zeit wieder befahrbar ist, besteht neben dem Kosten- auch ein Zeitvorteil gegenüber klassischen Lösungen wie Gussasphalt. Die Freigabe des Kreisels für den Verkehr konnte schon etwa 30 Minuten nach Beendigung der Arbeiten erfolgen.

Triflex GmbH & Co. KG

www.triflex.de

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