Saubere Lösung für den Klötzer Weg

Magdeburg setzt D-Rainclean ein

In Magdeburg kam die D-Rainclean Sickermulde für die dezentrale Behandlung und Versickerung von belastetem Niederschlagswasser zum Einsatz.

Die Landeshauptstadt Magdeburg hat umfangreiche Straßenbaumaßnahmen im Stadtteil Neustädter Feld zum Anlass genommen, die Kanalisation vor Ort zu erneuern; auch einen Schmutzwasserkanal im Klötzer Weg ersetzte die mit der Ausführung der Tiefbauarbeiten beauftragte ortsansässige WB Werner Bau GmbH Straßen-, Tief- und Asphaltbau. Da Regenwasser laut den gesetzlichen Bestimmungen vor Ort versickert werden muss, war ein Ansatz gefragt, der sowohl den beengten Einbauverhältnissen gerecht wird als auch dem Umstand, dass keine Vorflut vorhanden ist.

In der D-Rainclean Sickermulde der Funke Kunststoffe GmbH, Hamm, fand das mit der Planung der Arbeiten befasste Magdeburger Ingenieurbüro Sommerfeldt-Pieske eine professionelle Lösung für die dezentrale Behandlung und Versickerung von belastetem Niederschlagswasser, die auch beim in die Planung einbezogenen zuständigen Umweltamt auf Zustimmung stieß.  

 

Keine Vorflut und nur begrenzter Platz

„Die vorhandenen Mischwassersysteme in Magdeburg sind ohnehin bereits stark befrachtet, daher können sie keine weiteren Regenwasserfrachten aufnehmen“, so Planerin Ines Sommerfeldt-Pieske, Ingenieurbüro Sommerfeldt-Pieske, über die grundsätzliche Herausforderung, für die eine Lösung gefunden werden musste. Im Zuge ihrer Recherchen stieß Sommerfeldt-Pieske auch auf das von Funke entwickelte System D-Rainclean. Die Kombination aus Sickermulde und speziellem Substrat für die Filterung von belasteten Oberflächenwasser sei ihr aus einer Vielzahl von Gründen interessant erschienen: „Eine Vorflut fehlt vor Ort, zudem war die Einbausituation räumlich sehr beschränkt.“ Nach Rücksprache mit Funke-Fachberater Dipl.-Ing. Olaf Schreiter habe man dann eine den Verhältnissen vor Ort angemessene Lösung entwickelt, die auch den Auftraggeber sowie das zuständige Umweltamt überzeugte. Schreiter erläutert die Besonderheiten auf der Baustelle im Magdeburger Norden: „In der Regel muss für die Versickerung von Regenwasser eine belebte Bodenzone eingerichtet werden.“ Die in solchen Fällen übliche herkömmliche Mulde oder Rigole habe man im Klötzer Weg allerdings nicht einbauen können. „Dafür war schlicht zu wenig Platz“, so Schreiter.

 

Für unterschiedlichste Einbausituationen

Erhältlich ist das vielfach bewährte System, das die Anforderungen des DWA-Arbeitsblattes A 138 zum Umgang mit stärker verunreinigtem Niederschlagswasser vor der Versickerung erfüllt, wahlweise in offener und geschlossener Ausführung. Vor Ort zum Einsatz kam die geschlossene Variante mit Gussabdeckung Klasse D 400 für Flächen mit hoher Verkehrsbelastung.Dabei wurden auch Spezialverschraubungen zur Sicherung der Gussabdeckung bei extremer Belastung sowie als Diebstahl- und Klapperschutz verwendet.

Für geringe Verkehrsbelastungen sind die Gussabdeckungen alternativ auch in Klasse B 125 erhältlich. Ebenfalls verfügbar sind zum System passende Endstückelemente. Allen Versionen gemeinsam ist die zuverlässig hohe Leistung – die Mulde nimmt belastetes Niederschlagswasser von Straßen, Parkplätzen, Hof- und Dachflächen auf und gibt es auch bei hohen Schadstoffkonzentrationen in unbedenklichem Zustand an den Boden ab. Je nach Belastung liegt die Standzeit des Substrates bei 15 bis 20 Jahren, erst dann ist ein Austausch nötig. Im Betrieb gibt sich das bewährte System anspruchslos.

Zunächst wurde im Klötzer Weg ein neuer Schmutzwasserkanal eingebaut und der Straßenaufbau erneuert. Danach verlegte die WB Werner Bau insgesamt vier Abschnitte der D-Rainclean-Rinne, bevor dann zum Abschluss der Arbeiten neu gepflastert wurde. Die an der Baumaßnahme beteiligten Partner waren insbesondere mit dem schnellen Ablauf der Arbeiten zufrieden. Hierzu beigetragen hat unter anderem eine fachgerechte Einweisung der Mitarbeiter von WB Werner Bau in die ordnungsgemäße Verlegung der D-Rainclean-Rinne.

 

Funke Kunststoffe GmbH

www.funkegruppe.de

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