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| Navigation | 19.10.2012

BETONSCHUTZ FÜR VERKEHRSBAUTEN

Sanierung der Berliner Ringautobahn

Die Sanierung der Berliner Stadtautobahn A 100 zeigt bei­spielhaft, wie unterschiedlich die Anforderung an Beton-Instandsetzungssysteme sind: Was für die Fahrbahn opti­mal ist, passt nicht zu vertikalen Bauteilen wie Brücken­stützen, die Zugzone der Brücke erfordert eine andere Be­handlung als die Druckzone. In Berlin kamenverschiedene Mörtelsysteme der Beanspruchungsklasse M3 zum Einsatz.

  • Einbau des M3-Mörtels mit Einbaufertiger auf der BAB 100 Fotos: StoCretec GmbH

  • Die Brücke ist nach der Instandsetzung wieder voll funktionsfähig. Die Sanierung der vielen schadhaften Stellen im Brückenbeton konzentrierte sich auf den Unterbau

  • Nach der Sanierung: Der Verkehr fließt wieder sicher und störungsfrei über die Berliner Autobahn 100

Die A 100 läuft quer durch Berlin und verbindet die Hauptstadt­viertel. Ursprünglich als Ringstrecke geplant, ist sie heute ein Halbkreis, der vom Süden in Neukölln über Wilmersdorf im Westen bis hin nach Charlottenburg im Norden führt.

Bauliche Mängel der Autobahn im nördlichen Abschnitt zwi­schen Goerdelerdammbrücke und Seestraße waren jetzt grund­legend zu sanieren – dies betraf die Fahrbahn wie auch die Brücken.

 

Maschineller Gradientenausgleich mit M3 Mörtel

Die Instandsetzung erfolgte auf insgesamt rund 17 000 m² Fahrbahnfläche und dem Brückenunterbau. Bei der Fahrbahn wurde zunächst der alte, schadhafte Asphaltbelag aus den sechziger Jahren abgefräst. Vor dem Auftrag der neuen Fahrbahndecke erhielt der nun sehr raue und unebene Betonuntergrund eine ebene, homogene Oberfläche. Der Gradientenausgleich erfolgte mit PCC I Betonersatzsystemen (StoCrete TG 114/StoCrete TG 118). Die Verarbeitung der M3-Mörtel erfolgte nass in nass auf die zuvor aufgebrachte Haftbrücke (StoCrete TH 110). Die Verarbeiter der „Sächsische Bau GmbH“ benutzen dazu erstmalig einen Einbaufertiger, mit dem sich das Material in einer Breite bis zu 3 m und einer Schichtdicke von 20-25 mm zeitsparend auftragen ließ. Mit einem Flügelglätter wurde die Fläche anschließend verdichtet.

 

Sanierung mit System – Sicherheit durch Oberflächenschutz

Die Sanierung der vielen schadhaften Stellen im Brückenbeton konzentrierte sich auf den Unterbau. Je nach Beanspruchung des Bauteils wählten die Verantwortlichen unterschiedliche Sanierungssysteme. Für die Instandsetzung von Brückenuntersicht, -stirnseiten und der Stützen kam PCC-Grobmörtel (StoCrete TG 204 und StoCrete TG 202) auf einer Haftbrücke (StoCrete TH 200) zum Einsatz. Für Kappen, Stützen und Untersichten fiel die Wahl auf die Oberflächenschutzsysteme OS 4 und OS 5a. Nach dem vollflächigen Auftrag des mineralischen Fein­spachtels StoCrete TF 200 und StoCrete TF 204 erfolgte beim OS 4 der farbige Oberflächenschutz mit StoCryl V 100 für die Brückenuntersicht. Diese Kombination bietet hohen Schutz gegen Schadstoffe und erhöht die CO₂-Dichtigkeit. Beim OS 5a (angewendet für die Kappen und Stützen) wirkt die farbige Beschichtung StoCryl RB zudem rissüberbrückend.

Nach der Sanierung mit hoch schadstoffresistenten Produkten fließt der Verkehr nun wieder ungehindert über die Berliner Ringauto­bahn – wenn er sich nicht aus anderen Gründen staut …

StoCretec auf der Econstra

StoCretec ist vom 25. bis zum 27. Oktober 2012 auf der Econstra in Freiburg (Halle 4, Stand 4.1.2.1) vertreten sowie vom 14. bis zum 19. Januar 2013 auf der  BAU 2013 in München (Halle A4, Stand 311). Das Unternehmen präsentiert dabei jeweils auch das Produktprogramm für Verkehrsbauten.

 

StoCretec GmbH

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