Eine kleine Revolution

Ein Vierteljahrhundert Hauraton Recyfix

Als Hauraton von 25 Jahren die erste Rinne aus zu 100 Prozent wiederverwertbarem Verbundstoff auf den Markt brachte, war die Skepsis groß. Doch schnell konnte sich das revolutionäre Produkt im Markt durchsetzen.

Wir schreiben das Jahr 1995: Eine Neuheit von Hauraton macht in einer Branche von sich reden, die durch Bewährtes geprägt ist. Neben seinen klassischen Entwässerungssystemen aus Faserbeton entwickelt das badische Unternehmen eine erste bruchsichere und wesentlich leichtere Konstruktion aus recycelbarem Kunststoff – eine Sensation, die seitdem Erfolgsgeschichte schreibt. Denn vor 25 Jahren setzte bei Rinnen der Beton trotz einiger werkstoffbedingter Nachteile den Standard. Und als Hauraton mit dem Recyfix-System die ersten Rinnen aus recyceltem Verbundwerkstoff auf den Markt brachte – Umweltschutz und ökologisches Denken waren damals bei weitem nicht so ausgeprägt wie heute – war die Skepsis groß.

Unternehmerischer Mut führt neuen Werkstoff zum Erfolg

Seitens Hauraton hieß es zu der Idee: „Wir wollen Neues ausprobieren und lassen uns etwas einfallen!“ Aber kann Kunststoff wirklich neben Beton bestehen? Das war damals eine viel diskutierte Frage, die im Laufe der folgenden Jahre klar positiv beantwortet werden konnte.

Heute sind Entwässerungsrinnen aus Kunststoff unter anderem aus dem Garten- und Landschaftsbau nicht mehr wegzudenken: Die Recyfix Rinnen von Hauraton sind als verlässliche Produkte fest etabliert und darüber hinaus längst auch in vielen weiteren Bereichen wie Tief- und Sportbau bei der Entwässerung von Oberflächen im Einsatz. Was vor 25 Jahren zunächst einmal als neuartige Alternative zu herkömmlichen Betonrinnen gestartet war, präsentiert sich heute in einer variantenreichen Vielzahl moderner Entwässerungssysteme für die unterschiedlichsten Anforderungen. Vor allem auch in Schwerverkehrsbereichen werden Recyfix-Rinnen heutzutage eingesetzt und können dank großer Entwässerungsquerschnitte auch hohe hydraulische Anforderungen bewältigen.

Beispiel: Recyfix Pro Rinnen mit viel Sicherheit

Beim Bau moderner Flächen und Plätze werden hohe Anforderungen an eine beständige Sicherheit der einzelnen Bauteile gestellt. Sie sollen möglichst wenig Wartungsaufwand erfordern und ästhetisch aussehen. Je nach Einsatzbereich sind daneben besondere Eigenschaften gefragt. Entwässerungsrinnen müssen beispielsweise die jährliche Wintersalzung dauerhaft und schadenfrei überstehen. Dafür haben sich Recyfix Pro Rinnen von Hauraton einen Namen gemacht: Auch Jahre nach dem Einbau ist Rost kein Thema.

Besonderes Highlight der Produktserie ist der unverwechselbare Fibretec Stegrost aus einem Hochleistungskunststoff: ein gutes Beispiel dafür, welch enorme Entwicklung diese Entwässerungssysteme in den letzten Jahren durchlaufen haben. Dr. Bernd Schiller, Leiter der Forschungsabteilung bei Hauraton, bemerkt dazu: „Das neue Material von Hauraton ermöglicht eine Formensprache, die dem Produkt ästhetische Eigenständigkeit verleiht. Hohe Belastbarkeit und eine optimierte hydraulische Leistung sind weitere wichtige Komponenten.“

Inzwischen hat bei dieser Abdeckung auch die farbliche Gestaltung Einzug gehalten. Es gibt den Fibretec Stegrost in den Varianten Sand, Farn, Stein und Schwarz. Zudem gestatten Recyfix Pro Rinnen den Einsatz in Bereichen, in denen besondere Sicherheitsanforderungen bestehen. Beim Bau von Bahnsteigen und Haltestellen beispielsweise müssen alle stromleitenden Bauteile entsprechend geerdet sein. Werden dagegen nichtleitende Elemente wie die Recyfix Pro Rinnen eingesetzt, kann auf der Baustelle sehr viel Aufwand und Zeit gespart werden.

Beispiel: Recyfix NC für Schwerverkehrsbereiche

Entwässerungssysteme aus Kunststoff spielten früher im Schwerlastbereich keine Rolle. Stark beanspruchte Flächen waren traditionell Kandidaten für massiven Beton. Mit Recyfix NC bietet Hauraton inzwischen eine Kunststoffrinne an, deren Tragfähigkeit auch härtesten Belastungen standhält: ideal für Areale, die mit hohen Radlasten befahren werden. Recyfix NC Rinnen lassen sich optimal mit den Produkten der Reihe Recyfix Pro kombinieren; sie ergänzen die bestehende Palette auf intelligente Weise. Mit ihnen lässt sich das Entwässerungssystem in Bereichen wie Einfahrten, Be- und Entladezonen oder Warenannahmen flexibel an die höheren Belastungen anpassen. Wie alle Recyfix Entwässerungssysteme erfüllen NC-Rinnen die Anforderungen der EN 1433 und garantieren dadurch ein Höchstmaß an Sicherheit. Die Rinnen sind belastbar bis Klasse E 600. Gerade einmal elf Kilogramm wiegt die Rinne der Nennweite 100 inklusive Abdeckung – ein wahres Leichtgewicht.

Beispiel: Recyfix Monotec für den robusten Einsatz

Das Hochleistungsentwässerungssystem Recyfix Monotec ist speziell für Verkehrs-, Park- und Gewerbeflächen ausgelegt. Parkplätze, gestaltete Landschaftsflächen oder großräumig versiegelte Areale, die eine effektive Ableitung des Oberflächenwassers erfordern, sind bevorzugte Einsatzgebiete für die Recyfix Monotec. Stark, robust, einfach zu installieren – das sind die besonderen Charakteristika der Hochleistungsrinne. Die Nut- und Federelemente an den Rinnen ermöglichen eine einfache Montage der Formteile und erleichtern die Ausrichtung des Rinnenverlaufs, wodurch die Installationszeit für Bauunternehmer reduziert wird.

Wie die anderen Recyfix-Elemente auch besteht die gesamte Einheit aus zähem, praktisch unzerbrechlichem Polypropylen (PP). Es ist extrem widerstandsfähig gegen tägliche Temperaturschwankungen von Frostbedingungen bis hin zu starker Sonneneinstrahlung. Daneben ist PP von Natur aus beständig gegen Streusalz. Seine UV-Beständigkeit erhält es durch Zugabe eines entsprechenden Stabilisators – die strukturelle Festigkeit des Materials wird dabei nicht beeinträchtigt, und ein einheitliches Erscheinungsbild bleibt dauerhaft erhalten.

Visionäre Entscheidung

Die Entscheidung, Kunststoff als neuen Werkstoff für Entwässerungssysteme zu entwickeln, war Mitte der 1990er Jahre ein mutiger Schritt. Hauraton hatte frühzeitig erkannt, dass die steigenden Anforderungen der Baubranche ein leistungsfähiges Material forderten, das sich leichter verarbeiten lässt als Beton. Was damals als preisgünstige Alternative zu herkömmlichen Betonrinnen startete, zeigt sich heute in einer variantenreichen Vielzahl moderner, weitverbreiteter Entwässerungssysteme.

Kein Wunder, sind die Vorteile heute doch die gleichen wie vor 25 Jahren: Recyfix-Rinnen sind preiswerter herzustellen als Betonrinnen, schonen durch ihr im Vergleich deutlich geringeres Gewicht die Gesundheit der Verarbeiter, sind darüber hinaus korrosionsfrei und bruchfest, und lassen sich deutlich besser bearbeiten und anpassen.

Ein bewährtes System, ständig weiterentwickelt

Aus diesem Grund sind Recyfix-Rinnen von Hauraton als verlässliche Produkte fest etabliert. Dabei ist ihr Einsatz längst nicht mehr nur auf den GaLaBau beschränkt –  Recyfix Rinnen erobern sich stetig neue Bereiche bei der Entwässerung von Oberflächen.

Und entsprechend den steigenden Anforderungen entwickelte Hersteller Hauraton das Recyfix-Rinnensystem weiter, so dass heute, 25 Jahre nach der ersten Recyfix-Rinne, für jede Anforderung die richtige Größe zur Verfügung steht.

Hauraton GmbH & Co. KG

www.hauraton.com

Vielfältige Entwässerungslösungen für unterschiedliche Nutzflächen

Infos auf der Homepage: 25 Jahre Recyfix
Die Recyfix Rinne von Hauraton – Entwicklung, Werkzeugbau, Produktion Video Warum sind Recyfix Rinnen so bruchsicher?  Video
Verarbeitungs-Anleitung Recyfix Rinnen  Video
 
Anwendungsbeispiele
Medienrinnen mit Recyfix
Erfolgsgeschichte Recyfix Monotec
Recyfix NC
Recyfix Plus

„Wir schätzen die Langlebigkeit des Systems...“

Drei Fragen an Jürgen Mandel, Geschäftsführer der Gramenz Neubau GmbH, zum Recyfix-System

THIS: Herr Mandel, wie sind Ihre Erfahrungen mit Recyfix-Rinnen?

Jürgen Mandel: Die Recyfix-Rinne wurde uns schon vor vielen Jahren von Hauraton vorgestellt. Nach anfänglicher Skepsis unserer Poliere, die Rinnen einzusetzen, hat sich die Recyfix-Rinne bei uns etabliert. Dafür entscheidend war, dass die Rinnen und Sinkkästen permanent weiterentwickelt wurden. Die Stabilität der Rinnenkörper und der Sinkkästen sowie die Maßhaltigkeit entspricht inzwischen der von vergleichbarer Betonware. Auch die Rinnenabdeckungen, die in verschiedenen Varianten lieferbar sind, haben überzeugt. Selbst nach vielen Jahren ist bei den Abdeckungen der Rinnen keine Veränderung – wie ein Verblassen durch UV-Belastung – sichtbar.

THIS: Was schätzen Sie besonders an diesen Entwässerungssystemen?

Jürgen Mandel: Die Recyfix-Rinnen sind leicht, einfach an die erforderlichen Längen anzupassen, und bieten ein interessantes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir schätzen die Langlebigkeit des Systems und die optischen Eigenschaften. Auch die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, mit nur wenigen Handgriffen im Rinnenkörper Anschlussmöglichkeiten zur Wasserableitung zu schaffen, helfen uns immer wieder bei der Umsetzung von Kunden-Anforderungen.

THIS: Haben Recyfix Produkte für Ihren Arbeits-Alltag andere Möglichkeiten geschaffen?

Jürgen Mandel: Es lassen sich leicht Gehrungen in den verschiedensten Winkeln herstellen. Dadurch, dass die Rinnen im Vergleich zu den Betonrinnen ein Vielfaches leichter sind, ist ein rückenschonendes Arbeiten bei gleichzeitiger Erhöhung der Produktivität möglich.

„Der Baustoffhandel war überaus glücklich über diese neue Rinne...“

Drei Fragen an Fabian Reuter, Senior Consultant und langjähriger Geschäftsführer von Hauraton, zum Recyfix-System

THIS: Herr Reuter, die erste Recyfix Rinne wurde unter Ihrer Führung entwickelt und auf den Markt gebracht. Wie kam man auf die Idee, Kunststoff für Rinnensysteme zu verwenden?

Fabian Reuter: Der Do-it-yourself-Markt entwickelte sich zu dieser Zeit sehr stark, der Einbau des Entwässerungssystems wurde von vielen Heimwerkern selbst vorgenommen. Gleichzeitig war die Lagerung der Betonrinnen im Baustoffhandel schwierig, da sie sehr schwer waren und aufgrund ihres damaligen Materials leichter zu Rinnenbrüchen neigten. Kunststoffrinnen wurden dieser Entwicklung gerecht und boten neuartige Lösungen. Sie sind leicht und nahezu unzerbrechlich und lassen sich platzsparender lagern. Auch beim Transport in Exportmärkte konnten wir damit punkten.


THIS: Welche neuen Möglichkeiten haben Recyfix-Produkte geschaffen, und für wen?

Fabian Reuter: Der Baustoffhandel war überaus glücklich über diese neue Rinne und war schnell bereit, hier neue Wege mit uns zu gehen. In den ersten Jahren nach der Einführung war die Recyfix Rinne hauptsächlich ein Heimwerker-Produkt. Durch ihr geringes Gewicht und die hervorragende Stabilität war aber auch der Transport ins Ausland wesentlich günstiger und einfacher durchzuführen. So ergaben sich schnell neue Potenziale für die Entwässerungssysteme aus Kunststoff und die Anfragen nach weiteren Rinnenausführungen nahm zu.

THIS: Gab es Bedenken bei der Einführung auf Planerseite, bei Bauunternehmen oder Nutzern?

Fabian Reuter: Es gab keine wirklichen Bedenken, eher eine Skepsis, wie sie häufig vorkommt, wenn ein neues Produkt auf den Markt gebracht wird. Viele Planer, Bauunternehmen und Baustoffhändler waren offen für die Recyfix-Rinne und haben die Produkt-Vorteile erkannt. Immerhin waren die Rinnen – anders als die bereits auf dem Markt befindlichen Glasfaserkunststoffrinnen – sehr stabil und bruchsicher. Andere waren eher konservativ eingestellt und öffneten sich nur langsam für Kunststoffrinnen.

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