Die Schalung klettert mit

Der GEWA-Tower in Fellbach bei Stuttgart wird das höchste Wohngebäude Baden-Württembergs und das dritthöchste Wohngebäude Deutschlands. Die 34 sich aufweitenden Geschosse stellen besondere Anforderungen an die Schalungstechnik.

Im Unter- und Erdgeschoss bietet eine Tiefgarage Raum für 123 Stellplätze. Die darüber liegenden Geschosse weiten sich nach oben hin auf. Dies gibt dem Tower ein futuristisches Aussehen. In seinen 34 Etagen wird es 65 exklusive Eigentumswohnungen geben. Die Wohnflächen reichen von 60 bis 450 m². Mit der Bauausführung beauftragte die GEWA 5 to 1 GmbH & Co. KG das Stuttgarter Bauunternehmen Baresel GmbH. Als Generalunternehmer erstellt es den extravaganten Komplex schlüsselfertig. Doka liefert die komplette Schalungstechnik für das gesamte Bauvorhaben. Doka-Spezialisten montieren vor Ort die großflächigen Selbstklettereinheiten.


Selbstklettertechnik sorgt für Tempo

Besondere Beachtung verdient die kranunabhängige Selbstkletterschalung SKE50 plus. Durch mietbare Systembauteile ist sie modular im Aufbau und Einsatz. Sie lässt sich an jede Grundrissform und Bauwerkshöhe anpassen. Damit bietet sie für alle Bauwerkstypen eine effiziente Lösung. Frei planbare Abstände der Kletterscheiben erlauben den Einsatz in engen Räumen.

Ebenso einfach gelingt die Anpassung an sich ändernde Geschosshöhen und Wandsprünge. Vier Aufzugkerne und zwei Treppenhäuser entstehen mit der Selbstkletterschalung SKE50 plus. So sorgt sie auf dieser Baustelle für einen beschleunigten Bauablauf. Das integrierte Aufstiegssystem XS erlaubt den sicheren Zugang zu allen Bühnenebenen. Die Selbstklettereinheiten wiegen bis zu 4,5 t und sind über Hydraulik-Ringleitungen miteinander verbunden. Es werden je Etage 722 m² Schalung geklettert. Völlig ohne Kran und in der Reihenfolge abgestimmt auf den Bau- und Bewehrungsablauf. Dabei ist die Selbstkletterschalung zu jeder Zeit sicher mit dem Gebäude verankert.


Faserarmierte Schalungsplatte

Großflächige Schalungselemente schalen die Außenseiten der Kerne. Sie bilden zusammen mit der Selbstkletterschalung SKE50 plus eine Umsetzeinheit. Die Einzelteile der Schalungselemente stammen aus dem mietbaren Baukasten der Trägerschalung Top 50. Der Doka-Fertigservice hat sie exakt auf den Einsatzfall fertig vormontiert. Ihr maximal zulässiger Frischbetondruck beträgt 60 kN/m². Sie sind mit der extrem langlebigen Doka-Schalungsplatte Xface belegt.

Diese Schalungsplatte zeichnet sich durch ein tadelloses Betonbild bei gleichzeitig hohen Einsatzzahlen aus. Die großen Plattenformate der Xface-Platte ermöglichen einen geringen Fugenanteil. Ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer und Rüttlerschäden sorgt für  ein gleichmäßiges und glattes Betonbild. Die faserarmierte, beständige Kunstharzbeschichtung ist nicht saugend. Sie verhindert Absplittern beim Nageln und Ausfransen beim Schneiden und Bohren. Auch Abfärbungen an der Betonoberfläche gehören der Vergangenheit an. Zusammen mit der hochwertigen Kantenversiegelung wird Rippling unterbunden.


Schalung wird in einem Stück umgesetzt

In einigen Bereichen der Kerne sind die Platzverhältnisse beengt. Hier kommt die platzsparendere Rahmenschalung Framax Xlife zum Einsatz. Sie lässt sich ideal kombinieren mit der Trägerschalung Top 50. Die Ausschalecke I aus dem Framax-Lieferprogramm garantiert dabei schnelles Aus- und erneutes Einschalen. Sie ist speziell für Schächte konzipiert. Das Ausschalen erfolgt durch einfaches Spindeln. Die Ausschalecke I gibt die Schachtinnenschalung umlaufend um 6 cm frei. Danach wird die gesamte Innenschalung in einem Stück um eine Etage hochgesetzt. Dies erfolgt ebenfalls hydraulisch und beschleunigt die Schalarbeiten ganz enorm.


Schutzschild gibt Sicherheit

Selbstkletternd sind auch die umlaufend angebrachten Schutzschilde Xclimb 60. Sie sind extra breit und reichen über 4,7 Etagen. Diese Einhausung bietet Rundum-Schutz vor Witterungseinflüssen. So können alle Arbeiten an Wand- und Deckenschalungen bei hoher Sicherheit durchgeführt werden.

Die Geschossbreite des Turms wächst gegenüber der Grundfläche von Etage zu Etage. Damit ändert sich die Bauwerksbreite nach oben hin um rund 10 Meter. Aus diesem Grund folgen die Schutzschilde fächerartigen Fahrspuren. Diese ausgeklügelte Lösung ist von unten bis oben einsetzbar. Die Schutzschilde überlappen und lassen sich daher durch einfaches Teleskopieren der zunehmenden Gebäudebreite einfach anpassen. Zwei selbstkletternde Ausfahrbühnen Xclimb 60 sind in das Schutzschild-Konzept integriert. Mit einer Grundfläche von 3,30 m x 3,90 m bieten sie genügend Bewegungsfreiheit. So lässt sich die Deckenschalung Dokaflex 30 tec ohne großen Kranbedarf sicher in die nächsten Etagen bringen.

Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH

www.doka.de

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