Baustelle mit besonderen Herausforderungen­

Widrigkeiten vor Ort gemeistert

Teils hohe Überdeckungen, schwierige Bodenverhältnisse und eine aufgrund der Waldlage schlechte Erreichbarkeit – unter diesen Rahmenbedingungen wurde jetzt ein neuer, 2,5 Kilometer langer Schmutzwasserkanal im bayerischen Regen verlegt.

Eine Baustelle wie im Bilderbuch – wenn man die Lage am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald betrachtet. Bei der Verlegung
hatten die Tiefbauer allerdings mit schwierigen Bodenverhältnissen zu kämpfen
© Funke Kunststoffe GmbH

Eine Baustelle wie im Bilderbuch – wenn man die Lage am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald betrachtet. Bei der Verlegung
hatten die Tiefbauer allerdings mit schwierigen Bodenverhältnissen zu kämpfen
© Funke Kunststoffe GmbH
Es war eine Baustelle wie im Bilderbuch – jedenfalls, wenn man die idyllische Lage nahe dem Nationalpark Bayerischer Wald betrachtet. Mit Blick auf die konkrete Umsetzung bargen die Voraussetzungen vor Ort für das ausführende Unternehmen, Mader Bau GmbH aus Bischofsmais, allerdings etliche Herausforderungen. Neu verlegt wurden zwischen dem Ortsteil March und der Kläranlage Regen HS-Kanalrohre von Funke Kunststoffe – größtenteils entlang eines Waldweges bzw. eines Baches.

 

Wasserhaltige Böden

Die Sohltiefe des neuen Schmutzwasserkanals variiert auf der Baustrecke deutlich und beträgt 1,20 Meter bis maximal 5,0 Meter. Hier überzeugten die HS-Kanalrohre durch ihre flexiblen Baulängen
© Funke Kunststoffe GmbH

Die Sohltiefe des neuen Schmutzwasserkanals variiert auf der Baustrecke deutlich und beträgt 1,20 Meter bis maximal 5,0 Meter. Hier überzeugten die HS-Kanalrohre durch ihre flexiblen Baulängen
© Funke Kunststoffe GmbH
„Im Bereich der Baustelle liegt Bodenklasse 2 vor. Dadurch war es während der Arbeiten sehr matschig, was Einfluss auf die Aktivitäten der Bagger hatte“, beschreibt Erich Rankl vom Sachgebiet Tiefbau der Stadt Regen, die die Maßnahme in Auftrag gegeben hatte, die Voraussetzungen vor Ort. Bauleiter Andreas Flock von Mader Bau betont in diesem Zusammenhang die Vorteile der flexiblen Baulängen. Die HS-Rohre wurden zwischen dem Ortsteil March und der Kläranlage Regen mit einem Rohrdurchmesser von DN/OD 250 in Längen von 0,5 Meter, 1,5 Meter, 3,0 Meter und 5,0 Meter verlegt. Flock: „Dort, wo die Überdeckung nicht so groß war, haben wir gerne auf die fünf Meter langen Rohre zurückgegriffen. So konnten wir auch ordentlich Meter machen.“

 

Baulänge der HS-Rohre je nach Sohltiefe

Das HS-Rohr wird mit Blick auf Lage und Höhe auf der Bettungsschicht ausgerichtet
© Funke Kunststoffe GmbH

Das HS-Rohr wird mit Blick auf Lage und Höhe auf der Bettungsschicht ausgerichtet
© Funke Kunststoffe GmbH
Die Sohltiefe betrug bei der Maßnahme vorwiegend 1,70 bis 1,80 Meter. Auch hierdurch waren große Rohrlängen in der Baugrube gut praktikabel. An wenigen Stellen, etwa im Bereich der Auffahrt zur Bundesstraße, war die Sohltiefe dagegen wesentlich größer und erreichte bis zu 5,0 Meter. Flock beschreibt: „Hier haben wir vorwiegend 3,0 Meter lange Rohre verwendet, da das besser mit dem Baugrubenverbau hinkam. Bei geringeren Tiefen reichte aufgrund der Bodenbeschaffenheit meist eine Böschung der Baugrube aus.“

Wegen der Lage der Baustelle am Waldrand und der erschwerten Wegbarkeit stand Beton als Rohrwerkstoff für den Auftraggeber von Anfang an nicht zur Diskussion. Stattdessen entschied man sich wegen des Gewichts und der Handhabbarkeit für PVC-U-Rohre. Dass die Wahl hierbei auf Funke als Rohrhersteller fiel, lag nach Angabe von Rankl an der höheren Ringsteifigkeit: „Die HS-Rohre werden mit 12 kN/m2 angeboten. Das war für uns wegen der stellenweise hohen Überdeckung das ausschlaggebende Argument.“ Funke-Fachberater Martin Moosbauer erläutert, welchen Belastungen die Rohre standhalten: „Mit der Ringsteifig­keit von SN 12 sind die HS-Rohre sehr widerstandsfähig und können bei einer Erdüber­deckung zwischen 0,5 Meter und 6,0 Meter sogar unter SLW 60 eingesetzt werden.“

 

Dauerhaft dichte Verbindung

Insgesamt rund 2,5 Kilometer lang ist der neue Mischwasserkanal zwischen der Ortschaft March und der Kläranlage Regen. Zum Einsatz kommt dabei das HS-Kanalrohrsys­tem von Funke Kunststoffe
© Funke Kunststoffe GmbH

Insgesamt rund 2,5 Kilometer lang ist der neue Mischwasserkanal zwischen der Ortschaft March und der Kläranlage Regen. Zum Einsatz kommt dabei das HS-Kanalrohrsys­tem von Funke Kunststoffe
© Funke Kunststoffe GmbH
Neben der Stabilität versprechen auch die übrigen bautechnischen Eigenschaften des HS-Kanalrohrsystems eine hohe Nutzungsdauer und Langlebigkeit. So werden Rohre und Formteile von DN/OD 110 bis 500 mit einer fest eingelegten FE-Dichtung geliefert. Die Zwei-Komponenten-Dichtung ist verschiebesicher und vereinfacht dadurch die Verlegung.

Für eine dauerhafte dichte Verbindung spricht zudem die Wurzelfestigkeit der HS-Rohre. Gerade angesichts der Waldlage des neuen Schmutzwasserkanals in Regen ist dies ein zusätzlicher Pluspunkt.

 

Funke-ILA zum Höhenausgleich

Die Rohrleitungszone wird beiderseits der HS-Rohrverbindung in gleichmäßigen Lagen verfüllt und anschließend verdichtet
© Funke Kunststoffe GmbH

Die Rohrleitungszone wird beiderseits der HS-Rohrverbindung in gleichmäßigen Lagen verfüllt und anschließend verdichtet
© Funke Kunststoffe GmbH
Am Anschlusspunkt der neuen Rohrverbindung an den Betonschacht in Richtung Kläranlage half den Tiefbauern das Bauteil Funke-ILA. Es wurde speziell entwickelt, um einen Höhenversatz in der Kanalisation zu überbrücken. Da der Bestand in der Stadt Regen an der Anschlussstelle deutlich tiefer liegt, half der innenliegende Absturz mit EPDM-Dichtung, die Absturzhöhe von rund zwei Metern auszugleichen.

Für Bauleiter Flock war es die erste Baustelle, bei der das HS-Kanalrohrsystem verlegt worden ist, doch: „Es hat alles gut funktioniert.“ So konnten die im März 2025 begonnenen Arbeiten im Oktober zur Zufriedenheit aller beendet werden – trotz der widrigen Bedingungen.

 

Funke Kunststoffe GmbH
www.funkegruppe.de

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