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Realisierung des Neubaugebiets „Bühli“

Mit dem Neubaugebiet „Bühli“ investiert Achern in Wohnraum und eine zukunftssichere Infrastruktur. Zum Hochwasserschutz für Unterlieger entsteht eine Anlage mit einem Rückhaltevolumen von 1.000 Kubikmetern. Für die Schmutzwasser­kanalisation kommen korrosionsbeständige Rohre von Funke zum Einsatz.

Bei mehrlagigem Einbau der D-Raintank 3000-Anlage sorgen blaue Vierfachverbinder für eine zuverlässige Positionssicherung der einzelnen Lagen
© Funke Kunststoffe GmbH

Bei mehrlagigem Einbau der D-Raintank 3000-Anlage sorgen blaue Vierfachverbinder für eine zuverlässige Positionssicherung der einzelnen Lagen
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Mit dem Neubaugebiet „Bühli“ reagiert die baden-württembergische Stadt Achern auf die anhaltende Nachfrage nach Baugrundstücken in der Region­. Wie Bürgermeister Andreas Kollefrath ausführt, wurden kürzlich die Erschließungsarbeiten für das neue Wohnquartier mit 65 Bauplätzen für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften im Stadtteil Mösbach abgeschlossen. Vorangegangen war eine langjährige Planungsphase, bei der auch das Thema Hochwasserschutz eine wichtige Rolle spielte. Um den künftigen Unterliegern größtmögliche Sicherheit bieten zu können, entschieden sich die Projektverantwortlichen für eine groß dimensionierte Speicherrigole, die das Oberflächenwasser des Neubaugebiets auffängt und dann gedrosselt ableitet. Die Wahl fiel auf eine auf die Gegebenheiten vor Ort individuell anpassbare, eingeschweißte D-Raintank 3000-Anlage von Funke Kunststoffe. Das Besondere ist ihre Dimension: Mit einem Volumen von 1.000 Kubikmeter ist sie auf ein 10-jähriges Regenereignis ausgelegt. Michael Kaiser, Abteilungsleiter Tiefbau bei der mit der Planung beauftragten RS Ingenieure GmbH, Achern, erklärt: „Das bedeutet, dass die Speicherrigole ein Fassungsvermögen für ein Regenereignis besitzt, wie es statistisch einmal in zehn Jahren zu erwarten ist.“ Weiterhin wurde­ das Grabensystem, welches die gedrosselten Niederschlagsabflüsse aufnehmen soll, auf ein 100-jähriges Hochwasserereignis ertüchtigt.

Thomas Eckstein, Projektleiter vom Fachgebiet Eigenbetriebe Technik der Stadt Achern, ergänzt: „Die Abflüsse aus dem Neubaugebiet können somit problemlos in das vorhandene Grabensystem eingeleitet werden. Wir setzen angesichts immer häufiger werdender Starkregen auf größtmögliche Sicherheit der Unterlieger und haben uns mit dem Volumen der Regenrückhalteanlage und dem Ausbau des Grabensystems ganz bewusst für eine zukunftssichere Lösung entschieden.“

D-Raintank 3000-Anlage perfekt an Topographie angepasst

D-Raintank 3000-Anlagen können mit Spülrohren ausgestattet werden. Halbschalen­elemente wie im linken Bild ermöglichen die einfache Montage des Spülrohres
© Funke Kunststoffe GmbH

D-Raintank 3000-Anlagen können mit Spülrohren ausgestattet werden. Halbschalen­elemente wie im linken Bild ermöglichen die einfache Montage des Spülrohres
© Funke Kunststoffe GmbH
Wesentlich beeinflusst wurden die Tiefbauarbeiten von der Topo­graphie des Geländes. Die Hanglage war einer der Gründe, warum­ D-Raintank 3000-Rigolen­elemente von Funke zum Einsatz kamen­. Um die Speicherrigole optimal in das bestehende Gelände integrieren­ zu können, wurde sie entsprechend angepasst. Bauüberwacher Michael Dupps von RS Ingenieure sagt: „Da, wo das Gelände zum Graben hin abfällt, wurden ‚halbhohe‘ Elemente von 33 Zentimetern eingebaut, während sonst die Standardele­mente zum Einsatz kamen.“ Damit weist Dupps auf eine Besonderheit des Systems D-Raintank 3000 hin: Für einen platzsparenden Einbau bietet Funke die Elemente auch als D-Raintank 3000 smallbox an. Während das Standardelement die Maße 600 x 600 x 600 Milli­meter aufweist, ist die kleinere Variante mit 600 x 600 x 330 Millimeter deutlich flacher. In Achern war dies die optimale Lösung für die Anforderungen des Standorts, zumal die bautechnischen Eigenschaften der gebrauchsfertig ausgelieferten D-Raintank 3000 smallbox der regulären Ausführung in nichts nach­stehen. Funke-Fachberater Jürgen Gäßler betont: „Die Elemente­ sind so konzipiert, dass sie äußerst robust sind. Das hohe Elastizitätsmodul von 3000 N/mm² in Kombination mit der ausgeklügelten Konstruktion ergeben eine hohe Tragfähigkeit der Bauwerke.“

Von der Rückhalteanlage aus wird das Niederschlagswasser in das nahe gelegene Grabensystem geleitet, wobei ein Drosselschacht für einen kontrollierten Abfluss von maximal rund 94 Liter pro Sekunde sorgt. Für die Verbindung zwischen Drosselbauwerk und Auslass in den Graben wurden insgesamt 55 Meter blaue HS-Kanalrohre in den Nennweiten DN/OD 400 und 500 verbaut.

Robust und korrosionsbeständig

Bedingt durch die Hanglage im Neubaugebiet „Bühli“ wurden neben den D-Raintank 3000-Elementen mit einer Höhe von 60 Zentimeter auch D-Raintank 3000 smallbox-Elemente mit 33 Zentimeter Höhe verbaut
© Funke Kunststoffe GmbH

Bedingt durch die Hanglage im Neubaugebiet „Bühli“ wurden neben den D-Raintank 3000-Elementen mit einer Höhe von 60 Zentimeter auch D-Raintank 3000 smallbox-Elemente mit 33 Zentimeter Höhe verbaut
© Funke Kunststoffe GmbH
Für den Schmutzwasserkanal im Neubaugebiet „Bühli­“ kam das HS-Kanalrohrsystem ebenfalls zum Einsatz. Verlegt wurden für den Hauptkanal rund 1.000 Meter in den Nennweiten zwischen DN/OD 250 und 315 sowie zusätzlich rund 400 Meter für die Anschlussleitungen in DN/OD 160. Auch hier bestimmte die Topo­graphie die Bauarbeiten wesentlich. Während die Schmutzwasserkanalisation Richtung Renchtalstraße bis zu fünf Meter tief verbaut wurde, liegt sie im übrigen Baugebiet zwischen einem und zwei Meter tief.

„HS-Kanalrohre sind besonders robust. Selbst bei einer Überdeckung von lediglich 0,50 Meter halten sie einer Belastung von SLW 60 stand“, erklärt Gäßler.

Bis DN/OD 315 werden die HS-Rohre muffenlos gefertigt und angefast. Sie sind, genauso wie die Formteile, bis DN/OD 500 mit einer fest eingelegten FE-Dichtung ausgestattet. Für die Langlebigkeit des HS-Kanalrohrsystems sprechen auch die glatten Innenwände­. Durch die gute Hydraulik sind Ablagerungen nahezu ausgeschlossen.

Nachdem im Frühjahr 2025 die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet abgeschlossen worden sind, wurde mit dem Hochbau begonnen.

 

Funke Kunststoffe GmbH
www.funkegruppe.de

 

Da das Oberflächenwasser des Neubaugebietes zurückgehalten und dann gedrosselt abgeleitet werden soll, wird die D-Raintank 3000-Anlage mit Kunststoffdichtungsbahnen­ ummantelt
© Funke Kunststoffe GmbH

Da das Oberflächenwasser des Neubaugebietes zurückgehalten und dann gedrosselt abgeleitet werden soll, wird die D-Raintank 3000-Anlage mit Kunststoffdichtungsbahnen­ ummantelt
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