Traggerüst erhöht Baustelleneffizienz

Materialsparende Lösung reduziert Montage- und Logistikaufwand

Das komplexe Traggerüst für die Deckenbetonage von Berlins größter Regentonne ließ sich mit dem Allround Traggerüst TG 60 von Layher nicht nur flexibel an die Bauwerksgeometrie anpassen, sondern auch wirtschaftlich errichten.

Ausgehend von den Lastvorgaben und der Bauwerksgeometrie wählten die Layher Anwendungsingenieure für das Traggerüst vornehmlich ein Raster mit 1,57 Meter langen Traggerüsttürmen und 2,07 Meter langen Koppelfeldern. Dies sparte einerseits Material und damit auch Montagezeit und optimierte andererseits die Logistik – der Transportbedarf wurde reduziert, die Identifikation der Bauteile erleichtert
© Layher

Ausgehend von den Lastvorgaben und der Bauwerksgeometrie wählten die Layher Anwendungsingenieure für das Traggerüst vornehmlich ein Raster mit 1,57 Meter langen Traggerüsttürmen und 2,07 Meter langen Koppelfeldern. Dies sparte einerseits Material und damit auch Montagezeit und optimierte andererseits die Logistik – der Transportbedarf wurde reduziert, die Identifikation der Bauteile erleichtert
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In Berichten ist immer wieder von „Berlins größter Regentonne“ zu lesen. Bei dem Großprojekt baut die Karl Köhler Bauunternehmung aus Heidenau als Teil der ARGE RÜB IV gerade ein unterirdisches Regenüberlaufbecken. Das kreisrunde Bauwerk mit rund 40 Metern Durchmesser ist darauf ausgelegt, innerhalb einer halben Stunde bis zu 16.750 Kubikmeter Regenwasser aufzunehmen. Diese Menge kann bei Stark­regen dort künftig zwischengespeichert werden und so laut den Berliner Wasserbetrieben die Kanalisation und Spree entlasten. Für die Karl Köhler Bauunternehmung eine spannende und zugleich herausfordernde Aufgabe. Speziell beim Betonieren der meterhohen Decke war eine Traggerüstkonstruktion gefragt, welche die hohen Vertikallasten über die Stützhöhe von 18 Metern sicher abtragen kann und trotzdem material­sparend im Aufbau ist. Ziel war, die Montagezeit zu minimieren – ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Baustelleneffizienz. Die THIS sprach dazu mit Konrad Böhnke, Vertriebsleiter Bau beim Systemgerüstspezialisten Layher.


Konrad Böhnke, Vertriebsleiter Bau bei der Wilhelm Layher GmbH & Co KG
© Layher


Konrad Böhnke, Vertriebsleiter Bau bei der Wilhelm Layher GmbH & Co KG
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THIS: Herr Böhnke – wie können Gerüstkonstruktionen zur Baustelleneffizienz beitragen?

Konrad Böhnke: Zunächst einmal übernehmen Gerüstkonstruktionen wichtige temporäre Aufgaben während des kompletten Bauprojekts – vom klassischen Arbeitsgerüst über Bautreppentürme und Überbrückungen bis hin zu Trag- und Bewehrungsgerüsten. Werden diese optimal an die Baustellenanforderungen angepasst und schnell errichtet, tragen die Gerüstkonstruktionen nicht nur zu einem Mehr an Sicherheit, sondern vor allem zu einem Mehr an Baustelleneffizienz bei. Wie auch beim Traggerüst für das Regenüberlaufbecken in Berlin.

THIS: Wo lagen hier die Herausforderungen?

Konrad Böhnke: Bei diesem großen und zugleich komplexen Traggerüstprojekt gab es mehrere Herausforderungen: die Ableitung hoher Vertikallasten über eine Stützhöhe von 18 Metern. Die runde Form mit einem Durchmesser von rund 40 Metern. Die Umsetzung verschiedener Baustellenanforderungen wie die Integration eines Treppenturms und einer sicheren Arbeitsebene unterhalb der Schalung. Und schließlich auch die Demontage des Traggerüsts nach der Deckenbetonage aufgrund der unterirdischen Lage des Regenüberlaufbeckens.

THIS: Und wie lassen sich Gerüstprojekte nun erfolgreich realisieren?

Konrad Böhnke: Ob Gerüstprojekte erfolgreich sind, hängt unserer Erfahrung nach von drei zentralen Faktoren ab: dem eingesetzten Gerüstsystem, einer guten Vorplanung – heute standardmäßig digital – und vor allem einer kompetenten Montage. Diese Erfolgsfaktoren waren auch bei diesem Projekt ausschlaggebend.

THIS: Bleiben wir beim ersten Erfolgsfaktor. Welches System wurde eingesetzt?

Konrad Böhnke: Als Allrounder ist das AllroundGerüst auf Baustellen nahezu unschlagbar. Das Original-Modul­system punktet in mehrerlei Hinsicht: Die leichten, kompakten und gleichzeitig tragfähigen Bauteile gewährleisten einen schnellen Aufbau und auch Abbau – selbst durch enge Öffnungen wie bei diesem unterirdischen Bauwerk. Und eine hohe Flexibilität ist ebenfalls sichergestellt, bei Geometrieanpassungen wie beim Anwendungsspektrum.

Ein System – viele Lösungen: Das AllroundGerüst von Layher besteht aus nur drei Grundbauteilen. Je nach Aufgabe stehen im Allround-Baukasten außerdem passende Ausbau- und Ergänzungsbauteile zur Verfügung – statisch und maßlich integriert. Mit den Allround Traggerüstrahmen TG 60 lassen sich so beispielsweise Traggerüsttürme mit einer Stieltragfähigkeit von bis zu 6 Tonnen wirtschaftlich errichten
© Layher

Ein System – viele Lösungen: Das AllroundGerüst von Layher besteht aus nur drei Grundbauteilen. Je nach Aufgabe stehen im Allround-Baukasten außerdem passende Ausbau- und Ergänzungsbauteile zur Verfügung – statisch und maßlich integriert. Mit den Allround Traggerüstrahmen TG 60 lassen sich so beispielsweise Traggerüsttürme mit einer Stieltragfähigkeit von bis zu 6 Tonnen wirtschaftlich errichten
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THIS: Was macht die Flexibilität beim AllroundGerüst aus?

Konrad Böhnke: Die verschiedenen Standardlängen und die flexible Winkelwahl erlauben Geometrieanpassungen, der integrierte Systemgedanke zudem vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Das AllroundGerüst besteht aus nur drei Grundbauteilen, die – je nach Aufgabenstellung – mit passenden Ergänzungsbauteilen kombiniert werden können, was die Montageeffizienz weiter steigert. Bei diesem Projekt waren die Allround Traggerüstrahmen TG 60 die richtige Wahl. In Verbindung mit den Allround-Riegeln und -Diagonalen wird daraus das wirtschaftliche Allround Traggerüst TG 60.

THIS: Was sind die Vorteile?

Je nach Geometrie und Lastvorgaben lassen sich die Feldlängen der Allround Traggerüsttürme TG 60 von Layher strecken – bis zu 3,07 Meter. Auf diese Weise sind weniger Traggerüsttürme notwendig. Dies spart Material, Transportkapazitäten – und Lohnkosten
© Layher

Je nach Geometrie und Lastvorgaben lassen sich die Feldlängen der Allround Traggerüsttürme TG 60 von Layher strecken – bis zu 3,07 Meter. Auf diese Weise sind weniger Traggerüsttürme notwendig. Dies spart Material, Transportkapazitäten – und Lohnkosten
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Konrad Böhnke: Ein wesentlicher Vorteil liegt in der hohen Tragfähigkeit der TG 60 Rahmenelemente in Verbindung mit dem modularen Aufbau. Beim Allround Traggerüst TG 60 ist es dadurch möglich, die Feldlängen der Türme und der Koppelfelder zu strecken und an die Bauwerksgeometrie sowie die Lastvorgaben anzupassen. In diesem Fall mussten die runde Form des Regenüberlaufbeckens und die Höhensprünge beziehungsweise Hindernisse am Boden berücksichtigt werden. Bei der Planung wandten sich die Ansprechpartner von Karl Köhler daher an unsere Vertriebsingenieure, die Bauunternehmen vor Ort unterstützen – etwa mit Anwendungs- und Baustellenberatung, Ausführungsplanung und Projektbegleitung.

THIS: Waren bei diesem Projekt gestreckte Feldlängen möglich?

Konrad Böhnke: Ja. Ausgehend von den Baustellenvorgaben haben unsere Anwendungsingenieure anstelle des quadratischen Turms mit 1,09 x 1,09 Meter eine Konstruktion aus 1,57 Meter langen Traggerüsttürmen und 2,07 Meter langen Koppelfeldern eingeplant. Somit waren insgesamt weniger Traggerüsttürme notwendig. Weniger Material heißt weniger Transport. Und weniger Montagezeit. Hierbei spielte aber auch ein weiteres Ergänzungsbauteil seine Vorteile aus. Nämlich unser neuer Aluminium-Träger TwixBeam.

THIS: Warum profitieren Traggerüste vom Aluminium-Träger TwixBeam? Bei Lastkonzentrationen kam der hochtragfähige Aluminium-Träger TwixBeam von Layher als Jochträger zum Einsatz, was größere Feldlängen bei den Allround Traggerüsttürmen TG 60 erlaubte. Dadurch waren weniger Traggerüsttürme notwendig. Weniger Material bedeutete weniger Transport – und weniger Montagezeit
© Karl Köhler Bauunternehmung

Bei Lastkonzentrationen kam der hochtragfähige Aluminium-Träger TwixBeam von Layher als Jochträger zum Einsatz, was größere Feldlängen bei den Allround Traggerüsttürmen TG 60 erlaubte. Dadurch waren weniger Traggerüsttürme notwendig. Weniger Material bedeutete weniger Transport – und weniger Montagezeit
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Konrad Böhnke: Ganz einfach. Ob ich die Feldlängen strecken kann, hängt unter anderem vom eingesetzten Jochträger ab. Konventionelle H20-Träger kommen bei hohen Vertikallasten jedoch an Grenzen, während der Aluminium-Träger TwixBeam mit seiner hohen Tragfähigkeit punktet. Wo lasttechnisch erforderlich, wurde also der TwixBeam eingesetzt, ansonsten H20-Träger. Dank gleicher Bauhöhe ist dies problemlos möglich.

THIS: Sie sprachen von Baustellenanforderungen wie einer Arbeitsplattform. Wie wurden diese gelöst?

Konrad Böhnke: Auch im System. Im umfassenden Allround-Baukasten gibt es ja passende Ausbau- und Ergänzungsbauteile. Mit Podesttreppen wurde ein Treppenturm ins Traggerüst integriert. Durch Einbau von Seriengerüstböden entstand schnell eine sichere Arbeitsfläche unterhalb der Schalung. Und mit Allround-Konsolen ließ sich die Schalebene schnell verbreitern, ohne weitere Traggerüsttürme stellen zu müssen. Das heißt, Baustellenwünsche konnten mit Serienteilen realisiert werden.

THIS: Wurde die Konstruktion vorab mit dem Auftraggeber abgestimmt?

Konrad Böhnke: Natürlich. Unsere Anwendungsingenieure planen digital in 3D und unsere Vertriebsingenieure stimmten die Gerüstkonstruktionen anhand des digitalen Gerüstzwillings eng mit Auftraggebern, deren Sicherheitsfachkräften und eventuell auch anderen Gewerken ab. Ein Vorteil der Digitalisierung. Dazu kommen Kollisionsprüfungen mit möglichen Hindernissen, Kostenkontrolle sowie Planungs- und Terminsicherheit. Gute Gründe, warum die Digitalisierung sich zu einem der drei genannten Erfolgsfaktoren im Gerüstbau entwickelt hat.

THIS: Die Digitalisierung ist also im Gerüstbau schon voll angekommen?

Konrad Böhnke: Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Ob und wo sich die Digitalisierung von Prozessen lohnt, hängt vom Unternehmen und der jeweiligen Ausrichtung ab. Grundsätzlich können wir aber feststellen, dass die Vorteile erkannt wurden und unsere Gerüstbaukunden nach Jahren überdurchschnittlich gestiegener Nachfrage nach Gerüstlösungen inzwischen wieder vermehrt die Zeit finden, sich mit wichtigen Zukunftsthemen zu beschäftigen. Und wir stehen ihnen mit dem Prozess Layher SIM tatkräftig zur Seite. Beim Bau des komplexen Traggerüsts für das Regenüberlaufbecken in Berlin spielten digitale Prozesse eine wichtige Rolle – von der Planung in 3D bis hin zur digitalen Montageunterstützung auf Basis des 3D-Gerüstmodells. Das Ergebnis war ein Mehr an Baustelleneffizienz
© Layher

Beim Bau des komplexen Traggerüsts für das Regenüberlaufbecken in Berlin spielten digitale Prozesse eine wichtige Rolle – von der Planung in 3D bis hin zur digitalen Montageunterstützung auf Basis des 3D-Gerüstmodells. Das Ergebnis war ein Mehr an Baustelleneffizienz
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THIS: Für was steht der Prozess Layher SIM?

Konrad Böhnke: Als der Partner im Gerüstbau sehen wir es als unsere Aufgabe an, übergeordnete Branchenthemen im Gerüstbau zu analysieren und Lösungen zu erarbeiten. Wie den Prozess Layher SIM. Layher SIM zeigt Gerüstbauunternehmen während des gesamten Lebenszyklus eines Gerüstprojekts einfach umzusetzende Möglichkeiten auf, wie sich Arbeitsschritte digitalisieren lassen. Anhand dieses Prozesses prüfen wir dann gemeinsam mit unseren Kunden, an welcher Stelle digitale Arbeitsschritte für sie vorteilhaft sind. Ganz individuell. [K3]
© Layher

[K3]
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THIS: Und die Umsetzung?

Konrad Böhnke: Möchten unsere Kunden Arbeitsschritte digitalisieren, können sie dazu unsere integrierte Softwarelösung LayPlan Suite nutzen – mit passenden Modulen für jeden Bedarf.

THIS: Welche Rolle hat die Digitalisierung speziell beim Traggerüst für das Regenüberlaufbecken gespielt?

Konrad Böhnke: Eine große. Etwa Planung in 3D mit dem Softwaremodul LayPlan CAD. Diese erfolgte direkt im bereitgestellten 3D-Modell des Bauwerks. So hatten wir eine verlässliche Planungsgrundlage und konnten Zeit einsparen – ohne zusätzlichen Modellierungsaufwand. Dann Übergabe des 3D-Gerüstmodells mit allen statisch relevanten Daten via LayPlan To RSTAB an das Stabwerkprogramm für die Projektstatik. Und schließlich Erstellung verlässlicher Materiallisten per Knopfdruck mit dem LayPlan Materialmanager. Auf diese Weise waren die richtigen Bauteile zur richtigen Zeit in der richtigen Menge auf der Baustelle. Baustellenstopps wurden vermieden.

THIS: Und wer hat das Material anschließend bereitgestellt?

Konrad Böhnke: Das Bauunternehmen Karl Köhler hat bereits einen eigenen Bestand an Layher Gerüstmaterial, musste aber für dieses Großprojekt Bedarfsspitzen abdecken. Für solche Fälle bieten wir einen gut sortierten Mietpark, wo Bauteile kurzfristig abgerufen werden können.

THIS: Hat das Bauunternehmen das Traggerüst dann auch selbst montiert?

Konrad Böhnke: Bauunternehmen vertrauen bei der Gerüstmontage immer häufiger auf Profi-Gerüstbauer­, da diese durch eine effizientere Montage überzeugen und in der Lage sind, mit ihrem Materialbestand flexibel auf Baustellenwünsche zu reagieren. Außerdem können Bauunternehmen ihre eigenen Mitarbeiter für Bau-spezifische Aufgaben einsetzen – also ihre eigentlichen Kernkompetenzen. Wir haben deshalb den Kontakt zu einer erfahrenen Gerüstbaufirma vor Ort hergestellt und diese eng begleitet.

THIS: Inwiefern haben Sie die Gerüstbaufirma unterstützt?

Konrad Böhnke: Für die Gerüstbaufirma war es das erste Traggerüstprojekt mit dem Allround Traggerüst TG 60. Gemäß unserem Versprechen „Mehr möglich.“ haben unsere Vertriebsingenieure sowohl die Bauleiter als auch die Monteure vorab eingewiesen und waren begleitend vor Ort auf der Baustelle. Nicht zuletzt, weil bei der Montage zwei digitale Services von Layher zum Einsatz kamen.

THIS: Wie kann eine Traggerüstmontage digital unterstützt werden?

Konrad Böhnke: Ich hatte vorhin ja bereits erwähnt, dass Layher SIM auch bei der Ausführung Möglichkeiten zur Digitalisierung von Arbeitsschritten aufzeigt – also bei der Montage. Dazu bieten wir zwei Services an. Das sogenannte Anlegen des Traggerüsts erfolgte bei diesem Großprojekt mit SIM2Field, letztes Jahr übrigens Produkt des Jahres. Dabei wurde die Gerüstunterkonstruktion auf Basis des 3D-Gerüstmodells aus der Planung mithilfe einer Totalstation eingemessen. „Montieren nach Modell“ ist nicht nur schneller, sondern auch deutlich präziser als die früher gängige Methode „Montieren nach Plan“.

THIS: Und der zweite digitale Service? Mit der neuen SIM2Field XR App wurde auch der anschließende Weiterbau des Traggerüsts erleichtert. Die digitalen 3D-Gerüstmodelle lassen sich direkt aus dem Softwaremodul LayPlan CAD in der realen Umgebung darstellen, zum Beispiel für die Identifikation der Gerüstbauteile auf der Baustelle oder für die Optimierung des Informationsflusses zur Baustelle durch Bereitstellung von Projektdokumenten in der App
© Layher

Mit der neuen SIM2Field XR App wurde auch der anschließende Weiterbau des Traggerüsts erleichtert. Die digitalen 3D-Gerüstmodelle lassen sich direkt aus dem Softwaremodul LayPlan CAD in der realen Umgebung darstellen, zum Beispiel für die Identifikation der Gerüstbauteile auf der Baustelle oder für die Optimierung des Informationsflusses zur Baustelle durch Bereitstellung von Projektdokumenten in der App
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Konrad Böhnke: Das ist die neue SIM2Field XR App – eine logische Ergänzung. Damit wird auch der anschließende Weiterbau des Gerüsts erleichtert. Die digitalen 3D-Gerüstmodelle lassen sich direkt aus dem Softwaremodul LayPlan CAD in der realen Umgebung darstellen, beispielsweise für die Identifikation der Gerüstbauteile auf der Baustelle oder für die Optimierung des Informationsflusses zur Baustelle durch Bereitstellung von Projektdokumenten in der App.

THIS: Also ein Erfolg?

Konrad Böhnke: Absolut. Der Bauunternehmer war zufrieden – unser Gerüstbaukunde ebenso. Eine Win-Win-Situation!

Wilhelm Layher GmbH & Co KG
www.layher.com

Schnell, flexibel und sicher – Allround Traggerüst TG 60

Für einen wirtschaftlichen, flexiblen und sicheren Traggerüstbau bietet Layher seinen Kunden das vom DIBt zugelassene und typengeprüfte Allround Traggerüst TG 60. Dabei handelt es sich um ein in das AllroundGerüst integriertes System. Als Ergänzung sind nur die Allround Traggerüstrahmen TG 60 erforderlich. Die vorgefertigten Rahmenelemente mit einem Einzelteilgewicht von maximal 18 Kilogramm reduzieren die Anzahl der Einzelteile und lassen sich in Verbindung mit Allround Systemriegeln und -diagonalen über die schraubenlose Keilschlossverbindung schnell und einfach zu Traggerüsttürmen mit einer Stieltragfähigkeit von bis zu sechs Tonnen kombinieren. Dank variabler Feldlängen können die Allround Traggerüsttürme TG 60 zudem flexibel bis 3,07 Meter gestreckt und damit an Lastvorgaben angepasst werden – mit dem Ergebnis einer effizienteren Stielausnutzung im Turm. Auf diese Weise sind weniger Traggerüsttürme nötig. Dies spart nicht nur Material, sondern auch Montagezeit.

Wirtschaftlich, flexibel und sicher: das Allround Traggerüst TG 60 von Layher. Weitere Informationen in einem kurzen Videoclip unter yt-tg60-de.layher.tv

Optimale Ergänzung: Aluminium-Träger TwixBeam als Jochträger

Weitere Informationen zum Einsatz des TwixBeams im Traggerüstbau in einem kurzen Videoclip unter yt-twixbeam-bau-de.layher.tv

Vorteile der Digitalisierung im Gerüstbau – mit Layher SIM

Die Digitalisierung ist auch im Gerüstbau ein wichtiger Erfolgsfaktor. Um Kunden im Gerüstbau zu unterstützen, hat Layher deshalb frühzeitig den Prozess „Layher SIM“ erarbeitet. Layher SIM steht für Scaffolding Information Modeling und zeigt einfache Möglichkeiten zur Digitalisierung von Arbeitsschritten über den gesamten Lebenszyklus eines Gerüstprojekts auf – von der Planung über die Logistik bis hin zur Ausführung auf der Baustelle. Für die Umsetzung digitaler Arbeitsschritte gibt es mit der LayPlan Suite zudem eine praxisorientierte Softwarelösung mit passenden Modulen für jeden Bedarf.

Vorteile auf einen Blick:

Transparenz in allen Arbeitsschritten und Kostenkontrolle

Exakter Materialbedarf für jeden Bauabschnitt

Erhöhung von Sicherheit und Wirtschaftlichkeit bei jedem Projekt

Planungs- und Terminsicherheit bei jedem Projekt

Verbesserte Planungsqualität und die daraus folgende Montagequalität

Zugang zu BIM

Weitere Informationen zum Prozess­ Layher SIM finden Sie in einem kurzen Videoclip unter yt-SIM-bau-kurz.layher.tv

Das Softwaremodul LayPlan CAD eignet sich für die individuelle Planung von Gerüstanwendungen bis hin zur detaillierten Ausführungsplanung komplexer Gerüstkonstruktionen im Rahmen des ingenieurmäßigen Gerüstbaus. Damit planten die Layher Anwendungsingenieure das komplexe Traggerüst digital in 3D vor – inklusive Kollisionskontrolle.

Durch die schnelle Übergabe des 3D-Gerüstmodells an das Stabwerkprogramm inklusive aller statisch relevanten Daten – wie Geometrie, Querschnitte, Werkstoffe, Stabtypen, Exzentrizitäten und nichtlineare Anschlüsse – erleichterte das Softwaremodul LayPlan To RSTAB im Anschluss auch den statischen Einzelnachweis. Ein aufwendiges Nachmodellieren entfiel. Dies spart Zeit und vermeidet Fehler.

Steht die Planung, lassen sich mit dem LayPlan Materialmanager anschließend auf Knopfdruck verlässliche Materiallisten für jeden Bauabschnitt generieren. Das benötigte Gerüstmaterial ist so zur richtigen Zeit in der richtigen Menge vor Ort. Baustellenstopps aufgrund von fehlendem Material werden verhindert.

Professionelle Gerüstmontage für mehr Baustelleneffizienz

Bei der Montage von temporären Gerüstlösungen vertrauen Bau­unternehmen verstärkt auf die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Gerüstbauunternehmen. Als Profis bieten diese ein Komplettangebot aus vielseitigen Lösungen, digitaler Vorplanung, Materialbereitstellung sowie effizienter Logistik – und vor allem Montage-Know-how. Bauunternehmen profitieren in zweifacher Hinsicht. Zum einen können ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eigene Kernkompetenzen eingesetzt werden. Und zum anderen montieren qualifizierte und erfahrene Gerüstbauer in der Regel deutlich schneller als Monteure ohne Gerüstbau-Know-how. Mit ihrem vorhandenen Layher Materialbestand können Gerüstbauunternehmen zudem auch viele weitere Aufgaben rund um die Baustelle lösen. Das Leis­tungsspektrum reicht von Betonier- und Bewehrungsgerüsten über Treppentürme und Überbrückungen bis hin zum klassischen Fassadengerüst sowie Baustellenschutz – zum Beispiel temporäre Überdachungen oder Einhausungen. Layher arbeitet bundesweit mit professionellen Gerüstbauunternehmen zusammen und vermittelt gerne den passenden Kontakt.

Jetzt Kontakt aufnehmen zu Ihrem Vertriebsingenieur vor Ort:
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