Universitätsbibliothek auf 30.000 m²

Mitten im hessischen Marburg entsteht

die Zentralbibliothek der Philipps-Universität.

Der markante Ortbetonbau ist zum Teil in Sichtbeton auszuführen und umfasst 30.000 m² Bruttogeschossfläche. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Ed. Züblin AG und Adolf Lupp GmbH + Co KG realisiert das Bauwerk. Dabei setzen sie auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit Doka.

Oft ohne Ankerung im Beton

Die Fundamentplatte auf dieser Baustelle entsteht mit Frami Xlife. Diese leichte Rahmenschalung ist hier die erste Wahl zur Abschalung. Die handlichen Stahlrahmen-Elemente sind in einem 15 cm-Raster miteinander kombinierbar. Sie sind robust und feuerverzinkt – ideal für das schnelle und wirtschaftliche Schalen mit und ohne Kran. Praktische Zubehörteile wie Ankerhaltewinkel, Fundamentanker und Fundamentspanner machen Ankerungen durch den Beton oft überflüssig.

Saubere Sichtflächen mit Xface

Die Wände entstehen je nach Anforderung mit Rahmenschalung Framax Xlife oder Trägerschalung Top 50. Die Kellerwände sind als WU-Konstruktion ausgeschrieben. Als Primärabdichtung dient eine hochflexible, vlieskaschierte Abdichtungsbahn mit gitternetzförmigem Hinterlaufschutz von Sika. Sie wird in die Schalung mit eingelegt. Die Penetration des Frischbetons ins Vlies ergibt einen vollflächigen dauerhaften mechanischen Verbund. Diese Ausführungsart verspricht Dampfdichtigkeit mit konstantem Raumklima. Dies ist zur Lagerung der Bücher unbedingt erforderlich.

Tadelloser Sichtbeton dank vormontierter Module

Die Bereiche mit Sichtbeton der Klasse SB 3 werden mit Trägerschalung Top 50 geschalt. Sie wurde im Doka-Fertigservice sorgfältig montiert. Mit Hilfe einer Sparschalung ist die Xface-Schalungsplatte aufgebracht. Ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer und Rüttlerschäden erlaubt ein gleichmäßiges und glattes Betonbild. Die faserarmierte Kunstharzbeschichtung verhindert Absplittern, Ausfransen sowie Abfärbungen an der Betonoberfläche. Zusammen mit der hochwertigen Kantenversiegelung wird Rippling zuverlässig unterbunden. Auch war bei den ersten Einsätzen kein Trennmittel erforderlich.

Kranzeit sparen

Wände ohne Sichtbeton-Anforderungen schalt man hier mit Rahmenschalung Framax Xlife. Sie ist speziell für Schächte konzipiert. Entsprechend den Unfallverhütungsvorschriften erfolgt jedes Ein- und Ausschalen ohne Kran durch einfaches Spindeln. Umgesetzt wird die gesamte Schacht-Innenschalung kranzeitsparend in einem Stück. Um die Innenschalung exakt auf Höhe zu bringen, werden kurze Deckenstützen Eurex 20 top 150 eingesetzt. Sie lassen sich von 0,92 m bis 1,50 m millimetergenau einstellen. Das geht schnell und spart Verschnittholz.

Sicheres Arbeiten

Die Außenschalungen stehen auf insgesamt 400 lfm Faltbühnen K mit 1,84 m Arbeitsbreite. Sie sind GS-geprüft und in 3,00 m und 4,50 m Länge lieferbar. Dabei befinden sich ihre Aufhängepunkte immer im einheitlichen Abstand von 1,50 m.

Die Eisenflechter nutzen das mietbare Arbeitsgerüst Modul von Doka. Es ist die ideale Ergänzung zu den Wand-Systemen. So lassen sich Bewehrungsarbeiten sicher und schnell durchführen. Das Arbeitsgerüst Modul ist auch als Fahrgerüst nutzbar. Es kann auch in ganzen Einheiten mit dem Kran versetzt werden.

Hoch belastbar

Besondere Beachtung verdient die Deckenschalung Dokaflex 30 tec – nicht nur wegen der enormen Vorhaltemenge von 4.500 m². Als Jochträger dienen die hoch belastbaren Verbundschalungsträger I tec 20 von Doka. Sie tragen rund 80 % mehr als übliche Holzschalungsträger. Dies ermöglicht deutlich größere Stützenabstände als bei anderen Flex-Schalungen. So reduziert sich die Vorhaltung für die gleiche Schalungsfläche.

Mit diesem System werden die Ortbetondecken weitestgehend in Sichtbeton SB 2 ausgeführt. Sie sind meist 32 cm stark und rund 3,60 m hoch, mit Fugen und Plattenstößen in SB 3. Für ein tadelloses Betonbild im Untergeschoss sorgten DokaPly Birch-Schalungsplatten 21 mm, vom Doka-Fertigservice auf 1,50 x 1,50 m zugeschnitten nach Vorgabe der Architekten.

Übersicht behalten

Projektleiter Jörg Henning und Bauleiter Tobis Zeibig sind von der Doka-Schalungslösung überzeugt: „Trotz enormen Bedarfs hatten wir immer genau so viel Schalung auf der Baustelle, wie wir verarbeiten können. Die Planung wird bei Doka in der NL Bonn-Frankfurt gemacht, und wir haben über das Kundenportal myDoka immer Zugriff in Echtzeit auf alle Bewegungen.“

Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH

www.doka.de

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