Universelle Einsetzbarkeit

Weiro Anspritzmaschine mit Dosierautomatik

Übergabe einer Lkw-montierten Weiro Anspritzmaschine HK-1000-PH mit rechnergestützter Dosierautomatik an Fa. Dittgen Bauunternehmen GmbH aus Schmelz im Saarland.

Die Fa. Dittgen GmbH in Schmelz (Saarland) übernahm kürzlich eine Lkw‑montierte Anspritzmaschine vom Typ WeiroWeiro HK‑1000‑PH der Weisig Maschinenbau GmbH aus Alfeld (Niedersachen). Das Anspritzsystem mit einem Nutzinhalt von 2.000 l stellt den notwendigen Schichtenverbund im Schwarzdeckenbau durch dosiergenaues Auftragen der Haftbrücke mit den Bindemitteln C40BP4‑S, vor allem aber auch dem polymermodifizierten C60BP4‑S her.

 

Schulung durch Hersteller

Mit der Übergabe wurde auch eine intensive Schulung der Maschinenbediener durch den Hersteller durchgeführt. Dabei wurde den Mitarbeitern zunächst die Konzeption der Anlage und die verschiedenen Betriebsarten erläutert. Dann folgte eine intensive Schulung am rechnergestützten Dosiersystem. Hierzu wurde zunächst an einem Simulationsmodell die Funktionalität erklärt und in Simulationen beispielhaft demonstriert.

Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung waren für Fa. Dittgen die universelle Einsetzbarkeit bei ausreichend großer Tankkapazität und gleichzeitiger Kompaktheit der Gesamtmaschine mit der damit verbundenen Wendigkeit. Für die Sicherstellung der dosiergenauen Verarbeitung des Bindemittels und damit die Darstellung eines schlüssigen Schichtenverbunds wurde ein rechnergestütztes Dosiersystem installiert.

Auf der zu asphaltierenden Zuwegung mit Parkplatz am Neubau eines Logistikunternehmens stellte die Maschine dann ihre Wendigkeit und zuverlässige Arbeitsweise bei Realbedingungen unter Beweis.

 

Zuverlässig unter engsten Platzbedingungen

Auf engstem Raum operierend wurden die Anspritzarbeiten zuverlässig, sauber und schnell erledigt. Die umlaufende Abdeckung der Spritzrampe sorgte hierbei insbesondere dafür, dass die Randbereiche so vorgesprüht wurden, dass keine nachträgliche Reinigung der Randsteine von übergetretener Bitumenemulsion erforderlich war. Notwendige Anpassungen der Arbeitsbreite werden dabei auf dem ergonomisch gestalteten Bedienpult des Fahrers über die hydraulisch ausfahrbaren Rampenverbreiterungen und die elek-tropneumatische Ansteuerung der einzelnen Spritzdüsen vorgenommen.

 

Leistungsfähiges Hydrauliksystem

Zentrale Komponente des Maschinenantriebs ist das Hydrauliksystem mit einer leistungsfähigen Hydraulikpumpe, welches vom Nebenabtrieb des Trägerfahrzeugs angetrieben wird. Über einen zentralen Hydraulikventilblock werden neben der elektrisch vorgeheizten Bitumenpumpe auch die Nebenfunktionen gesteuert, insbesondere die Funktionen des Spritzbalkens (Rampenhöhenverstellung, Arbeitsbreite usw.). Der Bindemitteltank ist mit einer Wärmedämmung ausgestattet, für die Erwärmung des Bindemittels auf die erforderliche Verarbeitungstemperatur sorgt ein thermostatgesteuerter Heizölbrenner. Das Bindemittel wird nach dem Aufheizen mit der Vollzirkulationsspritzrampe gleichmäßig und dosiergenau auf die Oberfläche ausgebracht. Dabei sorgt das Zirkulationsprinzip für die Vorwärmung auch des Spritzbalkens und der Spritzdüsen und damit die Minimierung von Verstopfungen und anderen möglichen Störungen des Anspritzbetriebs.

 

Automatisches Dosiersystem

Die Befüllung des Bindemitteltanks erfolgt auf der Baustelle mit einem Saugrohr oder aus separaten Behältern, z. B. IBC oder Servicetanks als Selbstbefüllung, alternativ auch mit externer Pumpe direkt durch den geöffneten Domdeckel oder den Befüllanschluss am Bindemitteltank. Das automatische Dosiersystem „Spraycontrol 4.0“ misst neben der Durchflussmenge an Bindemittel auch die Fahrgeschwindigkeit beim Anspritzen. Zusammen mit den Informationen über die eingestellte Arbeitsbreite erfolgt dann die Regelung der Pumpenleistung für eine gleichmäßige und kontrolliert aufgetragene Bindemittelschicht. Der gewünschte Sollwert für den Bindemittelauftrag (g/m²) wird am LCD‑Display der Steuerung im Fahrerhaus vorher durch den Fahrer eingegeben.

 

Informatives Display

Der Fahrer wird über das Display mit einer einfach und schnell zu erfassenden grafischen Darstellung zu jedem Zeitpunkt des Prozesses über die Einhaltung der eingegebenen Sollmenge informiert. Für die kritischen Bereiche zu Beginn des Anspritzvorgangs und an dessen Ende wurde bei der Kalibrierung der Maschine ein Parametersatz individuell ermittelt. Als herausragendes Merkmal stellt diese Dosiersteuerung damit sicher, dass bereits vom ersten Öffnen der Düsen an direkt nach dem Anfahren der Maschine sofort auch die korrekte Bindemittelmenge aufgetragen wird. Dies ist insbesondere dann entscheidend, wenn der Anspritzvorgang nicht mit „fliegendem Start“ begonnen werden kann, sondern direkt beim Anfahren, z. B. beim Anspritzen unmittelbar von einer Fräskante aus.

 

Datenauswertung über Drucker oder USB-Speicher

Neben der Dosiersteuerung werden durch das Steuerungssystem baustellenbezogen auch wichtige Betriebsdaten gespeichert, z. B. die verarbeitete Bindemittelmenge je Anspritzzyklus (kg), die behandelte Straßenfläche (m²) und die durchschnittliche Auftragsmenge (kg/m²). Diese Daten können entweder auf einem Drucker im Fahrerhaus in verdichteter Form direkt ausgedruckt werden oder zur detaillierteren Weiterverarbeitung ausgelesen und auf einem USB‑Stick gespeichert werden.

Letzter und wichtiger Punkt innerhalb der durchgeführten Bedienerschulung war die Schulung bezüglich der sorgfältigen Reinigung sämtlicher Bindemittelleitungen und der Düsen nach Arbeitsende. Dies geschieht zuverlässig mittels Druckluft und ist Gewähr dafür, dass bei der erneuten Inbetriebnahme der Maschine sofort störungsfrei gearbeitet werden kann.

 

Weisig Maschinenbau GmbH

www.weiro.de

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