Mehr Raum für Maschinentechnik

Brüninghoff realisiert Werksneubau

Einen modernen Werksneubau realisierte Brüninghoff für Hommel+Keller Präzisionswerkzeuge. Der Firmensitz vereint Produktion, Lager und Verwaltung unter einem Dach und schafft eine räumliche Basis für weiteres Wachstum.

Vom kleinen Betrieb für Messgeräte zum international agierenden Spezialisten im Bereich Präzisionswerkzeuge: Die Unternehmensgeschichte von Hommel+Keller ist gekennzeichnet von Erfolg und Wachstum. Um Kapazitätsengpässen vorzubeugen und gleichzeitig neue, moderne Arbeitsplätze zu schaffen, entschied sich das Unternehmen für einen neuen Firmensitz in Aldingen. Den Neubau, dessen Grundfläche etwa doppelt so groß ist wie die bisherige Unternehmenszentrale, plante die Briese Baumanagement GmbH. Brüninghoff realisierte das Projekt als Generalunternehmer im Auftrag der Trendhouse GmbH binnen elf Monaten.

 

Massiv aber offen: Der Verwaltungsbereich

Im neuen Werk stehen Hommel+Keller nun rund 2.400 Quadratmeter für Produktion und Lager sowie rund 1.000 Quadratmeter für die Verwaltung zur Verfügung. Verteilt auf zwei Geschosse sind hier zwölf Büroräume mit insgesamt 40 Arbeitsplätzen entstanden. Im Verwaltungsgebäude befinden sich zudem großzügige Umkleide- und Duschräume sowie zwei Meeting- beziehungsweise Pausenbereiche – inklusive großzügiger Terrasse und weitere Räumlichkeiten für die Gebäudetechnik. Zentral gelegene Verbindungsflure zwischen den verschiedenen Abteilungen ermöglichen kurze Kommunikationswege. Dazu trägt auch die offene Gestaltung der Büro- und Meetingräume bei. So kommen hier große Glastrenn- sowie flexible Faltwände zum Einsatz. Ebenso ist das Treppenhaus mit einem großflächigen Glaselement ausgestattet, das über beide Geschosse reicht. Der Erschließungstrakt wird von außen durch rote Holzfasertafeln zum Blickfang, während der Rest der Fassade in schlichtem, weiß-grauem Wärmedämmputz ausgeführt ist. Die Farbgebung spiegelt hier das Corporate Design des Unternehmens wider. Die Außen- sowie die statisch tragenden Innenwände bestehen jeweils aus 24 Zentimeter starkem Kalksandstein-Mauerwerk. Das Wärmedämmverbundsystem verfügt über eine Stärke von 14 Zentimetern. Nichttragende Innenwände wurden von Brüninghoff als doppelt beplankte Trockenbauwände beziehungsweise als Glas-Systemtrennwände gestaltet.

 

Statische Herausforderung: Die Halle

Während der Verwaltungsbereich massiv gebaut ist, wurde die Halle von Brüninghoff in Skelettbauweise ausgeführt. Große, freitragende Leimholzbinder mit einer Höhe von 1,4 Metern und einer Spannweite von bis zu 23 Metern sind sichtbar verbaut und sorgen hier für einen optisch ansprechenden Innenbereich. Getragen werden diese von umlaufenden Stahlbetonstützen mit einer Stärke von etwa 50 mal 50 Zentimetern. Die Industriefassade besteht aus acht Zentimeter starken, horizontal verlegten und gedämmten Isowand-Paneelen in Silber-Grau. Das Dach ist aus Trapezblechen mit einer Trapezblechhöhe von 16 Zentimetern ausgeführt sowie mit 14 Zentimeter dicken Dämmplatten und einer 1,8 Millimeter starken PVC-Folie ausgestattet. Im Erdgeschoss befindet sich ein separates Fertigwarenlager mit Raum für über 5.000 Produkte sowie Hausanschlussräume. Das Obergeschoss verfügt über ein offenes Lagerpodest und Haustechnikräume. Die rund 2.000 Quadratmeter große Produktionsfläche bietet ausreichend Platz für Prozess- und Produktentwicklungen sowie für Schulungen, Trainings und Prototypentests. Als herausfordernd erwies sich in diesem Zusammenhang insbesondere die Einbindung der Maschinentechnik: So war für die Leitungsführung eine umfangreiche Schlitz- und Durchbruchplanung erforderlich. Brüninghoff erarbeitete in diesem Kontext ein aufwendiges statisches Konzept zur Abtragung der Lasten, das trotz fehlender Auflagerbereiche funktioniert. Um die Brandschutzvorgaben einzuhalten, sind Büro- und Hallenbereich durch eine Brandwand voneinander abgetrennt und die großen Durchbrüche zusätzlich abgeschottet.

 

Für weiteres Wachstum gerüstet

Für die Planung und Umsetzung sowie zur Unterstützung der Ausschreibung und Vergabe von Gewerken an externe Dienstleister setzte der Projektbauspezialist auf Building Information Modeling – kurz BIM. Die Planungsmethode nutzt Brüninghoff standardmäßig, um die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu verbessern, für Transparenz zu sorgen und somit die Planungs-, Kosten- sowie Terminsicherheit zu optimieren. Hierdurch ließen sich beim Projekt in Aldingen auch Besonderheiten beim Bauablauf sowie der aktuelle Status Quo jederzeit einfach und schnell übermitteln. Zudem bietet das 3D-Modell dem Bauherrn bei geplanten späteren Um- oder Anbauten alle notwendigen Informationen. Dies könnte beim Projekt für Hommel+Keller von großer Bedeutung sein, da auf dem neuen, 8.900 Quadratmeter großen Unternehmensgrundstück die Möglichkeit für eine weitere Verdopplung der Nutzfläche besteht.

 

Funktional, freundlich, modern

Der Hallen- und Verwaltungsbau sorgt nicht nur für mehr Platz für Innovationen, sondern schafft auch eine gute Arbeitsatmosphäre. So sind die Räumlichkeiten freundlich, modern und gesundheitsfördernd gestaltet: Große Fensterflächen an der Gebäudeostseite sowie im Treppenhaus ermöglichen einen hohen, natürlichen Lichteinfall, der zum Wohlbefinden der Gebäudenutzer beiträgt. Dies wird auch durch den Einsatz der Glastrennwände in den Büroräumen unterstützt. Im Obergeschoss sorgt zudem eine Dachlichtkuppel für die natürliche Belichtung des Verbindungsflures. Eine Belüftungsanlage sowie die Verwendung schadstoffarmer Materialien schaffen – in Kombination – im gesamten Gebäude ein angenehmes Raumklima. Für Entspannung und Frischluft steht im Obergeschoss zudem ein bodengleicher Balkon zur Verfügung. Dieser besteht aus Stahlbeton und bindet an den Verwaltungskomplex an. Der Neubau entspricht der Energieeffizienzklasse KfW 55.

Der neue Unternehmenssitz wird mehreren Anforderungen gerecht: Zum einen bietet er ausreichend Raum für die Weiterentwicklung innovativer Produkte sowie Prozesse – und ebnet somit den Weg für eine weltweit erfolgreiche Positionierung des Betriebes. Zum anderen verfügt der Neubau über moderne Räumlichkeiten, die zum Wohlbefinden aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beitragen. Außerdem konnten neue Arbeitsplätze geschaffen und erfolgreich besetzt werden. Damit steht dem weiteren Wachstum nichts mehr im Wege.

Brüninghoff GmbH & Co. KG

www.brueninghoff.de

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 01/2019

Firmensitz in Beton-Skelettbauweise

Hochdämmende Isopaneele für die Hallenfassade

Eine bessere Lage, moderne Gebäude und Platz für zukünftige Entwicklungen: Mit einem neuen Firmensitz am Kaarster Kreuz will die Vangenhassend GmbH aus Düsseldorf den eingeschlagenen Wachstumskurs...

mehr

Brüninghoff erweitert Heidener Unternehmensstandort

Seit über 45 Jahren gehört Brüninghoff zu den führenden Projektbauspezialisten und hat sich insbesondere im Bereich der hybriden Bauweise frühzeitig erfolgreich positioniert. Mittlerweile zählt...

mehr

Brüninghoff macht Beton zukunftsfähig

Neues BFT-Werk: Mit RC-Gesteinskörnung und emissionsreduziertem Herstellungsprozess

Rund 10 Millionen Euro investiert Brüninghoff jetzt in ein neues Betonfertigteilwerk am Standort im münsterländischen Heiden. Bis 2023 entstehen dann erweiterte Produktionskapazitäten und...

mehr
Ausgabe 04/2019

Mehr Lagerfläche schaffen

Errichtung einer neuen Logistikimmobilie mit Bürogebäude

Eine steigende Nachfrage verlangt nach zusätzlichem Raum – diese Erfahrung machte auch der Logistikexperte EV Logistik. Um den Kunden trotz vermehrter Aufträge weiterhin verlässliche und...

mehr
Ausgabe 11-12/2022

BFT-Werk von Brüninghoff erhält DGNB-Vorzertifikat

Ausgezeichnet mit dem Vorzertifikat in Gold von der Deutschen Gesellschaft f?r Nachhaltiges Bauen (DGNB): das neue Betonfertigteilwerk der Br?ninghoff Group am Standort in Heiden.

www.brueninghoff.de Das neue Betonfertigteilwerk, das am Standort der Brüninghoff Group in Heiden entsteht, hat das Vorzertifikat in Gold von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen...

mehr