Investition in die Zukunft

Regenwasserreinigung mit dem System Rausikko HydroClean

Regenwasser ist in der Öffentlichkeit ein zentrales Thema. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Die Ressource Wasser ist kostbar und der schonende Umgang mit ihr ein Muss, um die Wasservorräte und Gewässer für kommende Generationen zu sichern und in ihrem natürlichen Zustand zu erhalten. Deshalb gilt die ökologische Regenwasserbewirtschaftung in zentralen und dezentralen Anlagen heute als unerlässlich.

Einerseits wirkt sich eine ökologische Regenwasserbewirtschaftung positiv auf die natürliche Wasserbilanz aus und stellt sich andererseits im Rahmen der geteilten Abwassergebühren besonders positiv für den Bauherrn dar.

Ein Hauptaspekt der Regenwasserbewirtschaftung ist die Reinigung. Um die heute gesteckten Ziele, beispielsweise durch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL), zu erreichen, sind durchdachte Lösungen für die Bewirtschaftung von Regenwasser unerlässlich. Rehau hat sich dieses vielseitigen Themas erfolgreich angenommen und es geschafft, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu verbinden.

Wasserrechtliche Bauartzulassung

Rehau hat für die Regenwasserbewirtschaftung verschiedene Systemlösungen im Programm. So bietet der Polymerspezialist mit dem Regenwasserreinigungssystem Rausikko HydroClean TYP M unter anderem ein Filterschachtsystem mit wasserrechtlicher Bauartzulassung gemäß Artikel 41f des Bayerischen Wassergesetzes für Metalldächer. Die Zulassung gilt für den Anschluss von Metalldachflächen bis 650 Quadratmeter. Eingesetzt werden kann das System überall dort, wo eine weitergehende Reinigung des Niederschlagswassers erforderlich ist.

Das Funktionsprinzip

Die Behandlungsanlage Rausikko Hydro
Clean besteht aus einem in den polymeren Kanalschacht Awaschacht integrierten, mehrstufigen Reinigungssystem. Sie kann damit auch unter Schwerlastverkehr SLW60 eingesetzt werden. Das Regenwasser der zu entwässernden Fläche wird im unteren Bereich der Behandlungseinheit radial eingeleitet. Hier findet in einem hydrodynamischen Abscheider die Sedimentation von Partikeln durch die Gravitationskraft statt. Diese werden dann in einem strömungsberuhigten Schlammsammelraum unter dem System aufgefangen, wo sie bei Bedarf abgesaugt werden können. Durch die Strömungsberuhigung im Schlammfang und dem trichterförmigen Einlauf wird eine Rückspülung selbst bei Starkregenereignissen wirkungsvoll verhindert.

In der Mitte der Behandlungsanlagen befinden sich insgesamt vier Filterelemente. Mit ihnen werden im Aufstromverfahren Schadstoffe zurückgehalten. Die Reinigung des Wassers findet in den Filterelementen über die Prozesse Filtration, Adsorption (Ionenaustausch) und chemische Fällung statt. Der Filter ist rückspülbar. Zudem sind verbrauchte oder verschlämmte Filterelemente austauschbar. Die Standzeit des Filters liegt bei Zinkdächern bei zweieinhalb und bei Kupferdächern bei zwei Jahren. Der Schlammfang muss in Intervallen zwischen einem und fünf Jahren ausgesaugt werden.

Das Projekt Hochschule München

Im Zuge der Kanalsanierung in der Lothstraße beschloss die Stadt München auch die Sanierung der Grundstücksentwässerung der TU und FH München. Hierbei wurden die vorhandenen und aufgrund von Kolmation nicht mehr funktionierenden Versickerungsschächte aufgelassen und durch flächenversickernde Rigolen ersetzt. Auch die Wasserabflüsse der insgesamt 3900 Quadratmeter großen Kupferdachflächen mussten aufgrund der hohen Belastung zunächst eine Reinigung erfahren, bevor sie versickert werden können.

Bei der Baumaßnahme war der Münchener Stadtentwässerung besonders wichtig, auf ein geprüftes System zurückzugreifen, welches die hohen wasserrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Wahl fiel deshalb auf das durch das Landesamt für Umwelt Bayern (LfU Bayern) geprüfte Reinigungssystem Rausikko HydroClean Typ M für Metalldachflächen, das bereits in der Zulassungsprüfung mit sehr guten Resultaten überzeugte. Insgesamt wurden sechs dezentrale Anlagen eingesetzt, um das Niederschlagswasser zu reinigen. Die anschließende Versickerung erfolgt in insgesamt fünf Rausikko Rigolen, die sich zum Teil unterhalb von Verkehrsflächen befinden.

Fazit

Mit der wasserrechtlichen Bauartzulassung gemäß Artikel 41f des Bayerischen Wassergesetzes für die eingesetzten Filter steht ein zuverlässiger Verwendbarkeitsnachweis für Anlagen zur Reinigung von Niederschlagswasserabflüssen von Metalldachflächen zur Verfügung. Solche Anlagen werden durch neutrale Prüfungen auf den Stoffrückhalt, die Umweltverträglichkeit und die Funktion geprüft. Das ablaufende Wasser wird als unbedenklich gemäß Arbeitsblatt A138 der DWA eingestuft und kann über nahezu alle Versickerungsanlagen, insbesondere unterirdische Anlagen wie Rigolen, versickert werden. Damit steht dem Planer, dem Betreiber und auch der zuständigen Aufsichtsbehörde eine qualifizierte Lösung zur Niederschlagswasserbehandlung zur Verfügung.n

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