SEEROSENBECKEN IN DER WILHELMA SANIERT

In voller Pracht erblüht

Einzigartig in vielerlei Hinsicht ist die Stuttgarter Wilhelma. Als einziger zoologisch-botanischer Garten Deutschlands blickt die Anlage auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 19. Jahrhundert reicht. Damals entwarf der Architekt Karl Ludwig von Zanth einen privaten und dennoch repräsentativen Rückzugsort für König Wilhelm I. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der einstige Privatgarten zum heutigen Park, den jährlich rund zwei Millionen Gäste besuchen. Neben über 1.000 Tierarten, die sich im weltweit artenreichsten Zoo wohlfühlen, beherbergt die Wilhelma in ihrem historischen Park und den Gewächshäusern etwa 7.000 Pflanzenarten. Einige von ihnen haben einen ganz besonderen Platz gefunden: So befindet sich im Herzstück der Anlage, dem Maurischen Garten, ein 650 Quadratmeter großer Seerosenteich. Dank einer Rundum-Sanierung erstrahlt das denkmalgeschützte Becken seit 2013 wieder in neuem Glanz.

Seit Mitte der 1950er Jahre beheimatet der Maurische Garten der Stuttgarter Wilhelma eine beeindruckende Fülle tropischer Seerosen. Dementsprechend erblühen etwa 40 Arten und Sorten der schönen Pflanze im Stuttgarter zoologisch-botanischen Garten – sogar eine, die den Namen der Anlage trägt und eigens zum 50-jährigen Jubiläum des Seerosenteichs gezüchtet wurde. Nach über einem halben Jahrhundert Bestehen konnte Ende 2012 die Sanierung nicht mehr vermieden werden. Witterung, Wasser, hohle Stellen im Bodenaufbau und die Zeichen der Zeit setzten der Betonkonstruktion zu, die im 19. Jahrhundert als Springbrunnen erbaut wurde. Ziel der Instandsetzung: Die denkmalgeschützten Kronensteine in neuem Glanz erstrahlen lassen und ein dichtes Becken erstellen. Helmut Gekeler von der Technischen Abteilung der Wilhelma holte dazu Spezialisten in die Anlage, die innerhalb von fünf Monaten inklusive einem Winterbaustopp dem großen Becken eine Frischekur verabreichten. Unter fachmännischer Betreuung von PCI-Fachberater Erhard Kuttler und PCI-Anwendungstechniker Peter Scharping arbeiteten drei regional ansässige Baufachunternehmen daran, den Seerosenteich instand zu setzen.

Vorbereiten und ausbessern –

Vor dem Blütenglanz pflügen

„Für die gute Haftung der nachfolgenden Schichten war es wichtig, den Untergrund zu säubern und von losen und sich leicht ablösenden Schichten zu befreien“, erklärt Wolfram Waschek, Geschäftsführer der Filderstädter Beton-Sanierungs-Technik Waschek GmbH. „In diesem Fall wurden die Betonflächen durch Wasserhöchstdruckstrahlen mit über 800 bar bearbeitet. Mit diesem Spezialverfahren war ein tiefgreifender, erschütterungsfreier Betonabtrag möglich, ohne dass weitere Spannungsrisse entstanden sind.“ Nach der Reinigung überzogen die Sanierungsexperten die Wände des Beckens mit einem PCC-Feinspachtel, der Spezial-Zementmörtel-Mischung PCI Nanocret FC, in einer Schichtdicke von zwei bis vier Millimetern. So glichen sie Unebenheiten aus. Der etwa 160 Quadratmeter große Wandbereich im Innern des Teiches war bereits nach diesem Arbeitsschritt abgeschlossen. „Auf der Bodenfläche hingegen hatten wir mehr zu tun“, so Wilfried Geyer, Geschäftsführer der Estrich Bossert GmbH, die für den Bodenaufbau im Stuttgarter Seerosenteich zuständig war. Zunächst galt es, Risse durch Tränkung zu schließen: An dieser Stelle kam das Gießharz PCI Apogel F zum Einsatz. Das Epoxidharz haftet auch auf feuchten Untergründen und stellt eine kraftschlüssige Verbindung in Beton und Estrich her.

Estrich für ein glattes Ergebnis –

Die Saat bestimmt die Pracht

Nach Abschluss der vorbereitenden Arbeiten galt es, eine neue glatte und intakte Estrichfläche herzustellen. Damit sich der neue Estrich kraftschlüssig und dauerhaft mit dem Untergrund verbindet, verwendeten die Bauprofis die Systemhaftschlämme PCI Repahaft. „Wichtig bei der Arbeit mit dieser Haftbrücke ist, dass sie nicht trocknet. Denn nur wenn der nachfolgende Estrich frisch in frisch in die Schlämme eingebracht wird, ist der einwandfreie Verbund garantiert“, so Wilfried Geyer. Aus diesem Grund brachten die Verarbeiter den Estrich, hergestellt aus Estrich-Kiessand und Estrich-Schnellzement-Bindemittel PCI Novoment Z3, in die noch feuchte Haftbrücke ein und erstellten damit eine funktionale Fläche für den Seerosenteich. Denn das Produkt ist ideal für Dauernassbereiche geeignet und besonders temperaturbeständig. So können ihm Kälte und Hitze von minus 30 Grad bis plus 80 Grad Celsius nichts anhaben. „Die lange Verarbeitungszeit von einer Stunde hat es uns ermöglicht, gewissenhaft und sorgfältig eine gut geglättete Fläche zu schaffen“, sagt Wilfried Geyer, und PCI-Fachberater Erhard Kuttler ergänzt: „Zwar zählt die schöne Optik am Grund des Seerosenteichs nicht unbedingt zur ersten Priorität, aber die Glättung der Estrichfläche macht nicht wegen des Aussehens Sinn. Denn so werden Poren vermieden und ein geschlossener Untergrund geschaffen.“

Natursteine und schöne Fugen als krönender Abschluss – Die Blüte ist der sichtbare Teil

Das Schöne, aber auch eine besondere Herausforderung bei der Sanierung des Seerosenteichs der Wilhelma stellten die denkmalgeschützten Kronensteine dar. Sie zieren das Becken inzwischen wieder in voller Pracht. Doch waren für dieses Ergebnis die Sorgfalt und das Know-how der Firma Wamser GmbH, Wegebau und Außenanlagen, unentbehrlich: Die Bauprofis sanierten die durch Witterung geschädigten Steine und setzten sie auf den Beckenkopf. „Glücklicherweise konnten wir einen Großteil der Natursteinblöcke wieder in einen attraktiven Zustand versetzen“, erklärt Jan Wamser. „Schließlich sollte der Teich sein Erscheinungsbild beibehalten und lediglich die schöne Optik wiederhergestellt werden.“ So konnten 62 Steine saniert werden, vier der Blöcke waren sogar so gut erhalten, dass sie unbeschadet wieder eingesetzt wurden. „Einige Kronensteine konnten allerdings nicht mehr verwendet werden, so dass wir 70 Blöcke neu gießen lassen mussten“, erklärt Helmut Gekeler. Bevor die Fachleute die Kronensteine an ihren alten Platz legen konnten, mussten sie den Beckenkopf reprofilieren. „Hierbei kam das Epoxi-Bindemittel PCI Bauharz abgemischt mit einem kornabgestimmten Quarzsand zum Einsatz. Dieser Arbeitsschritt war unerlässlich, verhindert er doch, dass Wasser aus dem Becken gezogen wird“, erläutert Erhard Kuttler. Wesentlich für ein dauerhaft gepflegtes Ergebnis: die Eigenschaften des Bindemittels. So ist PCI Bauharz wasserfest und beständig gegenüber Witterung und Frost. Im Anschluss konnten die Steine gelegt werden – eine knifflige Aufgabe wie Helmut Gekeler erklärt: „Besonders anspruchsvoll beim Setzen war die Auflage des Denkmalamtes. Denn die sanierten und unbeschadeten Kronensteine mussten genau an die Stelle eingesetzt werden, an der sie auch zuvor gelegen haben. Gar keine leichte Aufgabe für Vermessung und Verlegung, die die Profis aber wunderbar gelöst haben.“ Die sanierten und auch neue Natursteinblöcke verlegten die Verarbeiter mit dem witterungsbeständigen Reaktionsharz-Bindemittel PCI Durapox NT. „Da der Mörtel rissefrei aushärtet und schwundfrei abbindet, ist eine hohe Flankenhaftung garantiert“, sagt Erhard Kuttler. Zunächst trugen die Profis eine dünne Kontaktschicht auf den Beckenkopf sowie die Unterseite der Kronensteine auf. Diese erleichterte das nachfolgende Aufkämmen. „Da die Kronensteine sehr schwer sind – einer wiegt etwa 100 Kilogramm – verkeilten wir die Blöcke, damit sie nicht verrutschen konnten“, erläutert Jan Wamser.

Fazit

„Die Sanierung des Seerosenteichs nach etwa 50 Jahren Bestand war ein wichtiger Schritt, den wir unbedingt gehen mussten“, sagt Helmut Gekeler. „Mit den Fachleuten aus der Bauchemie und der Verarbeitung haben wir uns die richtigen Partner an die Seite geholt. Das Ergebnis spricht für sich und die Seerosen fühlen sich sichtlich wohl in ihrem Teich – zur Freude von Besuchern und uns.“ Innerhalb von etwa fünf Monaten schenkten die Bauprofis dem Becken in der Wilhelma neuen Glanz, der dauerhaft bleiben wird. Dank der geprüften Materialien der PCI Augsburg GmbH sowie dem Know-how der verarbeitenden Betriebe ist sowohl ein schönes als auch stabiles und den erhöhten Anforderungen gerecht werdendes Bassin entstanden.

Weitere Informationen

www.pci-augsburg.de und www.wilhelma.de

BAUTAFEL und KONTAKT


Bauherr: Wilhelma - Der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart, www.wilhelma.de Verarbeitende Betriebe:
– Beton-Sanierungs-Technik Waschek GmbH, Filderstadt, E-Mail: – Firma Wamser Wegebau und Außenanlagen, E-Mail: – Estrich Bossert GmbH, E-Mail: info@estrich bossert.de, www.estrichbossert.de
PCI:
– Anwendungstechnik: Peter Scharping, E-Mail: – Fachberatung: Erhard Kuttler, E-Mail: – PCI Augsburg GmbH, 86159 Augsburg, Tel.: 0821 5901 0, Fax: +49 821 5901 372, E-Mail: ,  
www.pci-augsburg.eu

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