GRABENVERBAU

Hydraulisch verstellbare Stützrahmen

Im Rahmen der weitläufigen Sanierungsarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs im linksrheinischen Oberkassel wurde das Bauunternehmen Frauenrath mit der Errichtung eines rund 450 m langen Abwasserkanals im Auftrag der Stadtentwässerungsbetriebe der Kommune Düsseldorf betraut.

Die Errichtung des Bauwerks mit Betonrohren vom Typ DN 1400 mit einer Baulänge von 2500 mm auf dem weitläufigen Gelände schien zunächst unproblematisch. Allerdings traten bei den zügig voranschreitenden Bauarbeiten Probleme mit aufsteigendem Grundwasser auf, die den Einsatz von wasserdicht gerammten Spunddielen nötig machten.

Aus diesem Grund entschloss man sich bei Frauenrath, hydraulische Mechshore Stützrahmen von Groundforce einzusetzen. Die Stützrahmen verfügen über doppelt wirkende Hydraulikstempel, die von einer separaten Pumpeneinheit ein- und ausgefahren werden können. Sie sind zusätzlich mit einem integrierten, mechanischen Absperrventil ausgestattet, das für zusätzliche Sicherheit sorgt und ein einfacheres Handling erlaubt.

 

Besser als konventionelle Gurtungen

Polier René Schmitz sieht beim Einsatz der hydraulisch verstellbaren Rahmenelemente von Groundforce bei seinem Projekt deutliche Vorteile im Vergleich zu konventionellen Gurtungen. „Wir setzen bei der Abgrabung, dem Verlegen der Betonrohre und dem anschließenden Verfüllen schwere Raupenbagger ein, die nur optimal agieren können, wenn sie eine gewisse Bewegungsfreiheit haben. Bei Abstützungen in normaler Stahlbauweise kommen wir bei einer Breite von ca. 3,45 m und einer Tiefe von 5,50 m nicht ohne massive Querverstrebungen aus. Der Einsatz eines schweren Baggers mit großem Tieflöffel wird damit zum Geduldsspiel.

Bei den Groundforce Rahmen sieht das anders aus. Wir haben hier ca. 5 m freie Länge, auf denen der Bagger zügig und erheblich effektiver arbeiten kann. Das bedeutet einen deutlichen Zeitgewinn. Außerdem ist die Gefahr von Beschädigungen erheblich niedriger. Für den letzten Bauabschnitt, bei dem die Hydraulikstempel verwendet werden sollten, haben wir zunächst eine Bauzeit von 40-45 Stunden kalkuliert, wir werden aber wohl nur 8 bis 9 Stunden für die Fertigstellung benötigen.“

 

Einfaches Handling

Da das Groundforce-System bei Frauenrath zum ersten Mal verwendet wurde, war bei der Vorbereitung und dem Einsetzen der ersten Mechshore Rahmen das Groundforce Service Team vor Ort, um die Mannschaft in die Handhabung einzuweisen. Allerdings zeigt sich schnell, dass das Verbausystem für das versierte Team von Frauenrath aufgrund der einfachen und logischen Konstruktion keine besondere Herausforderung war. René Schmitz meint dazu: „Nach kurzer Eingewöhnungsphase dauerte das Einrichten der Rahmenelemente im Schnitt nur noch 15 Minuten und das anschließende Einsetzen, Ausrichten und Fixieren noch einmal zwischen 10 und 15 Minuten. Dabei kommt das System unserer Arbeitsweise auf der Baustelle sehr entgegen. Hier müssen sämtliche Abläufe sehr genau geplant und mit den Materiallieferungen koordiniert werden. Die Möglichkeit die Rahmen weitgehend vorzumontieren und später nur noch einzusetzen, wenn sie gebraucht werden, gibt uns vor Ort deutlich mehr Flexibilität im Ablauf. “

 

Sicher ist sicher

Einen weiteren Vorteil sieht René Schmitz in der zusätzlichen Sicherheit. „Für mich als Sicherheitsbeauftragten zählt natürlich auch der Sicherheitsaspekt. Für das Groundforce System wird eine einsatzspezifische statische Berechnung mitgeliefert. Wenn wir also die vorgegebenen Elemente einsetzen, ist in diesem Bereich eine optimale Absicherung vorhanden und wir müssen uns nicht den Kopf zerbrechen, ob eine Strebe zusätzlichen Druck aushält oder nicht. Das ist für uns eine deutliche Entlastung und wir können uns ausschließlich auf unsere Aufgabe konzentrieren.“

 

 

Groundforce

www.groundforce.eu

Der Einsatz des Systems bringt einen deutlichen Zeitgewinn

Thematisch passende Artikel:

Dortmunder Phoenix-See – Eines der ambitioniertesten Stadterneuerungsprojekte

Die Stadt Dortmund sieht das Areal als einen der „größten innovativen Lebensstandorte Deutschlands“. Gemeint ist das ehemalige „Thyssen-Krupp Stahlwerksgelände“, wo auf einem Areal mit einer...

mehr
Ausgabe 09/2009

Dortmunder Phoenix-See – Eines der ambitioniertesten Stadterneuerungsprojekte

Die Stadt Dortmund sieht das Areal als einen der „größten innovativen Lebensstandorte Deutschlands“. Gemeint ist das ehemalige „Thyssen-Krupp Stahlwerksgelände“, wo auf einem Areal mit einer...

mehr
Ausgabe 02/2018

Murkraftwerk: Sicheres Arbeiten am zentralen Speicherkanal

Groundforce-Hydraulikabstützungen sichern Mammutprojekt

Die ersten vorbereitenden Arbeiten für das 80-Millionen-Euro-Projekt wurden bereits Anfang 2017 in Angriff genommen. Obwohl das Bauvorhaben aufgrund der notwendigen Eingriffe in die Flusslandschaft...

mehr

Bismillah Faizy, Technical Services Engineer Germany

Groundforce hat in Deutschland seine technische Kompetenz deutlich verstärkt. Für die Beratung der Kunden in technischen Fragen, die zeitnahe Entwicklung und die statische Berechnung von Projekten...

mehr
Ausgabe 02/2013

Schnell, praktisch und flexibel

Auf dem Bahn-Gelände an der Werkmeisterstraße in unmittelbarer Nachbarschaft der Metro finden zurzeit umfangreiche Sanierungs- und Bauarbeiten statt. Hier entstehen unter der Bauleitung des...

mehr