Gelungener Kraftakt in Wuppertal

Die Umgestaltung des Hauptbahnhofs und des Bahnhofsumfeldes in Wuppertal

ist ein Großprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 140 Mio. Euro. Die Schalung für das Jahrhundertprojekt liefert Ulma.

Bereits 2009 hat die Stadt Wuppertal als Bauherr den Startschuss zum Projekt gegeben. Im Zuge der Neugestaltung des Quartiers am Döppersberg entsteht unter anderem ein neuer Busbahnhof auf einem zweigeschossigen Parkdeck. Entlang des ebenfalls neugestalteten Bahnhofsvorplatzes soll zukünftig eine neue Bahnhofsmall für Belebung des Bahnhofsviertels sorgen.


Ulma als Partner

Für den Neubau des Busbahnhofs und der neuen Laden- und Geschäftspassage haben sich die für die technische Federführung verantwortliche Wittfeld GmbH, Wallenhorst, und die für die kaufmännische Federführung zuständige MBN Bau AG, Georgsmarienhütte, zur ARGE Döppersberg als Auftragnehmer der Stadt Wuppertal zusammengeschlossen. Für die Erstellung der Rohbauten setzte die Arbeitsgemeinschaft Schalungssysteme der Ulma Betonschalungen und Gerüste GmbH ein.


Schalung für ein Mammutprojekt

12.000 m2 groß ist das Baufeld, das im Rahmen des Projektes entstanden ist. Dipl.-Ing. Heiner Dölken, Bauleiter bei der Wittfeld GmbH, erläutert: „Im Bahnhofsvorfeld soll eine Bebauung mit Passage und Tiefgarage entstehen, die ca. 2600 Stellplätze bietet“.
Inzwischen sind die Arbeiten für den Neubau des Busbahnhofs und der Mall in vollem Gange. Wittfeld-Polier Roberto Ligori macht die Dimensionen des Projektes anschaulich: „Die Bau-grube, die im Rahmen der Erstellung des neuen Busbahnhofs und der neuen Mall ausgehoben wurde, ist 200 m x 60 m breit.“ Für die Herstellung der Fundamente, Wände und Decken lieferte Ulma die erforderlichen Schalungssysteme.


MK-Deckentische perfekt für Voutendecken

Eine schalungstechnische Herausforderung stellte die Fertigung der Parkhausdecke dar, auf der der neue Busbahnhof entsteht. Eine besonders starke Bewehrung in diesem Bereich stellt sicher, dass die durch den Busverkehr entstehenden hohen Lasten abgetragen werden. An den Stützen ausgebildete Vouten tragen zu einer gleichmäßigeren Übertragung des Kraftschlusses bei.
Für die Schalung der Decken setzte man auf eine Kombination aus den Deckentischen VR und MK.

Auch aufgrund der rund 70 bis 80 cm mächtigen Decke musste in diesem Bereich eine Lösung gefunden werden, welche die Horizontalkräfte aus den Vouten freistehend ableitet. Hier war der Einsatz der Deckentische MK der einzig gangbare Weg. Das System verfügt über Stahl-Jochträger aus MK-120 Profilen, die durch ihr Lochraster vielfältige Anschlussmöglichkeiten bieten.


3.000 stgm. Traggerüst T-60 im Einsatz

Auch die Decke der Mall ist ungewöhnlich. Die Pläne des Architekten sahen eine gleitende Lagerung der Decke auf speziellen Stützentürmen aus Stahl vor. Das wiederum bedingte, dass auch diese Decke aus statischen Gründen überdurchschnittlich stark ausgeprägt sein musste. Zur Unterstellung der Deckenschalungen wurden aufgrund der Höhe keine herkömmlichen Stützen verwendet; stattdessen kamen 3.000 steigende Meter Traggerüst T-60 zum Einsatz.
Eine weitere Herausforderung beim Stellen der Türme ergab sich aus dem Umstand, dass die Bodenplatte der Mall von vielen Kanälen durchzogen ist, in denen die Gebäude-Infrastruktur untergebracht wird. Als System für die Abtragung hoher Vertikal- und Horizontallasten war das typengeprüfte Traggerüstsystem T-60 auch hier das Mittel der Wahl.


Sichtbetonwände mit Rahmenschalung

Rund 1.700 m2 der auf die Baustelle gelieferten Schalungen entfielen auf die Orma-Rahmenschalung. Sie wurde als Standard-Wandschalung und als einhäuptige Schalung für Stützen eingesetzt. Ulma-Projektleiter Dipl.-Ing. (TU) Waldemar Skatulla erklärt: „Die aus einem umlaufenden Stahlprofilrahmen bestehenden Orma-Elemente bieten sich als wirtschaftliche Lösung für alle vertikalen Bauteile wie Wände, Pfeiler, Widerlager im Hochbau wie auch im Ingenieurbau an“.
Dass mit der Schalung auch Baukörper in Sichtbetonqualität hergestellt werden können, stellte die Orma ebenfalls unter Beweis.

Skatulla erläutert: „In Wuppertal war das im Bereich der Treppenaufgänge vom Parkhaus zum Deck des Busbahnhofs der Fall: Hier forderten die Vorgaben des Architekten ein spezielles Fugen- und Ankerbild“. Dafür wurden die verwendeten Orma-Elemente mit einer neuen Schalhaut belegt.

Ulma Betonschlungen und Gerüste GmbH

www.ulmaconstruction.de

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