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Tiefbau | Fachbeiträge | 03.03.2014

DAS IKT HAT GEPRÜFT

Fabekun-Rohre dreimal besser als von Norm gefordert

Das IKT führte an Fabekun-Kanalrohren Dichtheitsprüfungen unter extremen Bedingungen durch: Die Rohre und ihre Dichtungen halten sowohl unter vergrößerten Abwinkelungen als auch unter erhöhten Scherlasten deutlich länger dicht, als von der einschlägigen Norm gefordert (DIN EN 1916. Rohre und Formstücke aus Beton, Stahlfaserbeton und Stahlbeton; Deutsche Fassung EN 1916:2002).

  • Versuchsaufbau in der IKT-Versuchshalle: Einleitung einer Scherlast mittels Hydraulikzylinder

  • Ganz schön geknickt: Dichtheitsprüfung unter vergrößerter Abwinklung

Ein Rohrgraben ist nie ganz eben. Deshalb kommen Kanalrohre in den seltensten Fällen optimal zueinander zum Liegen. Leichte Abwinklungen in den Muffen sind eher die Regel als die Ausnahme. Und bei Verfüllung und Verdichtung treten Scherlasten in den Rohrverbindungen auf. Kanalrohre, die auch unter erschwerten Bedingungen wie vergrößerten Abwinklungen und erhöhten Scherlasten dicht bleiben, bieten eine größere Sicherheit beim Verlegen.

 

3-fache Normbelastung geprüft

Die Gebr. Fasel Betonwerke GmbH wollte nun wissen, wie viel Scherlast und Abwinklung ihrer Rohre und deren Dichtungen vertragen. Sie beauftragte das IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur mit zwei verschiedenen Dichtheitsprüfungen an Fabekun-Betonrohren DN 300. Geprüft wurde, bis zu welchen Abwinklungen und Scherlasten die Rohre noch dicht sind. Ergebnis: Die Fabekun-Rohre übertreffen die Mindestanforderungen aus der DIN EN 1916 um das Dreifache.

Die untersuchten Rohre setzen sich aus einem Beton-Außenrohr und einer Kunststoff-Auskleidung zusammen. Sowohl Beton- als auch Kunststoffkomponente sind jeweils mit einer Dichtung ausgestattet. Das Doppeldichtsystem erlaubt die Verlegung auch in Trinkwasserschutzgebieten.

 

Dichtheitsprüfung: Scherlast

Für die erste Prüfung, die Dichtheitsprüfung unter Scherlast, verlangt die Norm DIN EN 1916* eine Mindestbelastung von 9 Kilonewton – das entspricht in etwa dem Gewicht eines alten VW Käfer. Die IKT-Prüfer gingen jedoch weiter: Sie erhöhten die Scherlast in der Rohrverbindung zunächst auf 15 Kilonewton und dann weiter um jeweils 5 Kilonewton – bis zum Versagen. Dabei beträgt der Druck in der Rohrleitung 1 bar – der Druck einer zehn Meter hohen Wassersäule.

 

Dichtheitsprüfung: Abwinkelung

Für die zweite Prüfung, die Dichtheitsprüfung unter Abwinklung gemäß DIN EN 1916, beträgt die Abwinkelung mindestens 42 Millimeter je Meter. Auch hier gingen die IKT-Prüfer über die Anforderungen der Norm deutlich hinaus: Die Abwinkelung in der Rohrverbindung wurde zunächst auf 50 mm pro Meter erhöht und anschließend um jeweils 10 mm pro Meter, bis ein Wasseraustritt sichtbar wurde. Der Druck in der Rohrleitung beträgt bei dieser Messung 2,5 bar.

 

Fazit der Prüfer

Die geprüften Betonrohre vom Typ „Fabekun“ DN 300 bestehen die Dichtheitsprüfung bis zu einer Abwinkelung von 110 mm pro Meter. Dies entspricht der 2,6-fachen Normanforderung. Außerdem halten sie einer Scherlast von 30 Kilonewton stand – dem Gewicht von zwei modernen VW Passat. Hierbei übertreffen die Rohre die Mindestanforderung der Norm um das 3,3-fache. Damit sind die Fabekun-Rohre bezüglich der Dichtheit ihrer Rohrverbindungen deutlich besser als von der Norm gefordert.

Die akkreditierte IKT-Prüfstelle für Bauprodukte bietet Produktherstellern Erst- und Eignungsprüfungen, Norm-Materialprüfungen, Prüfungen im Rahmen von DIBt-Zulassungen, individuell abgestimmte Sonderprüfungen sowie unterstützende Prüfungen bei der Produkt- und Verfahrensentwicklung an. Auskünfte erteilt Dipl.-Ing. Dieter Homann, Leiter der Prüfstelle, unter der Telefonnummer +49 (0) 209 17806-24 oder per E-Mail unter homann@ikt.de

Mehr auch unter www.fabekun.de

Autor: tHIS

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