Brückenbau: Neue Technik spart Zeit

Einsatz an der Waschmühltalbrücke

Die A6 als wichtige Ost-West-Verbindung zwischen dem Rhein-Neckar-Raum und dem Saarland wird bei Kaiserslautern auf 6 Streifen ausgebaut. In dem 6,2 km langen Bauabschnitt liegt die Waschmühltalbrücke. Diese historische Steinbogenbrücke überspannt auf 264 m Länge das steile Waschmühltal in bis zu 32 m Höhe und wurde von 1935 bis 1937 unter Mitwirkung des Architekten Professor Paul Bonatz errichtet.

Parallelbauwerk

An der Nordseite der Waschmühltalbrücke entsteht als Parallelbauwerk eine Stahlverbundbrücke, die auf drei Pfeilerpaaren ruht. Um die größeren Spannweiten überbrücken zu können, wurde als statisches System der überspannte Durchlaufträger gewählt. Er ermöglicht mit dem über dem Pfeiler angeordneten Mast und den mit einem Winkel von 20° flach ausgeführten Zuggliedern eine schlanke Ausbildung des Überbaus. Die sechs Stahlbetonpfeiler sind ca. 12 m bis 29 m hoch und im unteren Bereich konisch ausgeführt. Der Querschnitt am Fuß ist 1,70 m (für alle Pfeiler) x 1,35 bis 2,19 m (veränderlich je nach Pfeiler). Im oberen Bereich ist der Querschnitt aller Pfeiler fest 1,70 m x 1,30 m.

 

Wandschalung

Die Brückenwiderlager und die Pfeilerfundamente wurden mit der Wandschalung Mammut 350 von Meva geschalt. Für die Betonage der Pfeiler folgte die Alpine Bauleitung der Meva Lösung, den Gerüstturm Space statt konventioneller Klettertechnik einzusetzen. Er nimmt die Lasten der Schrägabstützung auf und lässt sich einfach und schnell umsetzen, je nach Schal- und Rüsthöhe komplett oder in Teilen. Der Gerüstturm besteht aus leichten, 3 m hohen Stahlfachwerksegmenten mit dem quadratischen Grundmaß 4,80 m, die am Boden vormontiert werden. Zwischenstücke ermöglichen Höhenanpassungen von 50 cm und 100 cm. Die Arbeitsplattformen zur Sicherung der darauf Beschäftigten sind integriert.

 

Gerüstturm Space: Schneller Auf- und Abbau

Die Brückenpfeiler werden sukzessive geschalt und betoniert, der Gerüstturm mit dem Baufortschritt segmentweise aufgestockt. In den Beton der Pfeiler müssen keine Einbauteile eingebracht werden. Aufbau, Umsetzen und Abbau des Gerüstturms benötigen etwa halb soviel Zeit wie bei der bisher eingesetzten konventionellen Kletterschalung. Deshalb bietet der Gerüstturm eine sehr interessante und wirtschaftliche Einsatzalternative für Brücken mittlerer Größe. Er lässt sich optimal für Pfeiler bis ca. 40 m Höhe einsetzen. Die maximalen Bauteilmaße sind 2,63 x 0,87 m (rechteckig) bzw. 1,75 x 1,75 m (quadratisch) oder 2,74 m Durchmesser für runde Bauteile. Diese Maße berücksichtigen an jeder Seite des Bauteils 30 cm Platzbedarf für Schalung und Zubehör (20 cm bei runden Bauteilen). Die Angaben zu rechteckigen Bauteilen sind linear, d.h. je mehr das eine Maß 2,63 m unterschreitet, desto mehr kann das andere Maß 0,87 m übersteigen. Je nach verwendeter Schalung und Zubehör, insbesondere an den Bauteilecken, können auch etwas größere Bauteile geschalt werden.

 

Viel Aufwand und Bauzeit eingespart

„Die Meva Lösung, statt zu klettern den Gerüstturm Space einzusetzen, erwies sich als durchdacht. Dadurch haben wir viel Aufwand und Bauzeit eingespart. Die Betreuung durch die Meva Techniker war zuverlässig und kompetent. Das Betonierergebnis überzeugte alle Beteiligten“, sagt Polier Christian Gatzke von der Alpine Deutschland AG.

www.meva.de

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