Besser schalen

Neuheiten von Mayer Schaltechnik

Der fränkische Schalungshersteller präsentierte bei der diesjährigen Hausmesse das aktuelle Programm: Neben bewährten Produkten standen innovative Neuheiten wie ein Gelenkschloss für eine klappbare Innenschalung für Schächte im Fokus.

In der Ausstellungshalle war das gesamte Produktprogramm aufgebaut: Die komplette Schalungsfamilie bestehend aus den handlichen Alumax-Elementrosten und der Ultramax Rahmenschalung in den Varianten Aluminium und Stahl. Übrigens kann die Ultramax S schnell und einfach von zweiseitiger auf einseitige Ankerung umgebaut werden kann. Dazu werden einfach die Ankerhülsen im Schalungsrahmen ausgewechselt; die handelsüblichen, günstigen Dywidag-Anker werden weiterverwendet.

Mit dabei war auch die verstellbare Stahlträgerschalung Primax, die wegen ihrer enormen Steifigkeit bei sehr hohen Wänden und im Sichtbetonbau gefragt ist. Im Freigelände warteten die Pax-Säulenschalung, die erste Mayer’sche Eigenentwicklung und Urvater aller klappbaren Säulenschalungen, sowie die Minimax-Träger, mit denen sich bei Filigrandecken die Anzahl der zur Unterstützung erforderlichen Stützen nahezu halbieren lässt – und damit auch die Kosten.

Mayer setzt schon seit Jahren die eigene Longlife-Schalungsplatte ein, eine Mehrschichtplatte mit robuster Kunststoffoberfläche. Trotzdem werden Zug um Zug die eigenen Bestände an Mietschalung auf die Alkus-Platte umgestellt. Diese nahezu „unkaputtbare“ Vollkunststoffschalhaut übersteht nachweislich einige tausend Einsätze. Doch falls es trotzdem einmal zu Beschädigungen der Oberfläche kommt, etwa beim unvorsichtigen Verlegen von Bewehrungsstahl, beim Rütteln oder Annageln von Einbauteilen oder Aussparungen, können diese Schäden leicht wieder beseitigt werden. Ein Alkus-Spezialist führte dies den Besuchern in Bergrheinfeld anschaulich vor.

Neuheiten für Schächte

Ausschalecken, mit denen die Innenschalung von Aufzugs- oder Treppenhausschächten „geschrumpft“ wird, um sie komplett nach oben ausheben zu können, kennt man von vielen Schalungssystemen. Etwas wie die neue Ausschalspindel und das Gelenkschloss gibt es aber nur bei Mayer Schaltechnik: In Verbindung mit den bekannten Ultramax-Schalungselementen und der ebenfalls neuartigen Gelenk-ecke entsteht der Klappschacht, der sich im wahrsten Sinne „im Handumdrehen“ und mühelos einklappen und damit auf das erforderliche Ausschalspiel zusammenziehen lässt. Anschließend kann die komplette Innenschalung mit dem Kran ausgehoben, zum nächsten Einsatzort umgesetzt und wieder auf das erforderliche Originalmaß ausgespindelt werden. Die Anpassung an die Schachtabmessung erfolgt wie üblich über unterschiedlich breite Ultramax-Elemente bzw. Ausgleiche.

Neue Gelenkecke

Gelenkecken sind nichts grundsätzlich Neues, allerdings besitzt nur die Mayer-Lösung sogenannte Iglidur-Kunststoffhülsen, die nicht festrosten können, also immer beweglich bleiben. Zudem ist die Gelenkecke nicht komplett aus Stahl, sondern mit Schalhaut belegt. Das hat den großen Vorteil, dass auch unmittelbar im Eckbereich Einbauteile angenagelt werden können, beispielsweise Ankerschienen und Gerüsthülsen, wie sie in Aufzugsschächte meist einbetoniert werden. Eine echte Innovation ist darüber hinaus das neuartige Gelenkschloss, das ein Einknicken der Schalelemente nach innen ermöglicht, sobald die beiden seitlichen Ankermuttern gelöst sind. Im Betonierzustand, also gespannt, ist das Gelenkschloss steif und gerade.

Die Schraubspindel

Mit zwei über Eck in die Funktionsstreben der Ultramax-Elemente eingehängten Spindeln werden zwei Seiten der Innenschalung zusammengezogen, so dass die Elemente in Schachtmitte über die Gelenkschlösser einknicken und sich vom Beton lösen. So stellt sich an allen vier Schachtseiten das zum Ausschalen erforderliche Spiel ein. Die Längenänderung ist mit der eingebauten Ratschenmechanik mühelos und schnell erledigt. Ebenso einfach und schnell erfolgt die Rückstellung für den nächsten Betoniertakt mittels Ratsche und durch Spannen der Gelenkschlösser.

Neue Einhängekonsole

Zur Hausmesse gab es auch den Prototyp der neuen Einhängekonsole KAB L zu sehen, die an die gesamte MST-Wandschalungsfamilie passt, also geeignet ist für Alumax, Ultramax L und Ultramax S. Aber auch für marktübliche Fremdsysteme. Über einen speziellen Einhängebügel lässt sie sich auch an den Fertigteilen der Filigranwände (Hohlwand) anbringen. Das „L“ in der Bezeichnung steht für „leicht“. Ihr geringes Gewicht zählt zu den Hauptvorteilen der neuen Klappbühne: Die maximal 95 cm breite und bis zu 2,5 m lange Basiskonstruktion, bestehend aus zwei Alu-Gerüstkonsolen, Belag und klappbarem Geländer kommt auf lediglich 45 kg. Die einzelnen Teile der leichten Alukonstruktion sind nicht verschweißt, sondern nur verschraubt: So kann die Bühne individuell konfiguriert und alternativ zum Kraneinsatz auch in Einzelteilen von Hand montiert werden. Auf Wunsch gibt es Böden mit Aufstiegsklappe. Als Absturzsicherung sind Steckgitter oder Bretterbelag vorgesehen.

Mayer Schaltechnik GmbH

www.mayerschaltechnik.de

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