„Als Verband sind wir am Puls der Zeit“

Interview mit Dieter Schnittjer, VDBUM-Geschäftsführer, zum 45. VDBUM Großseminar

tHIS: Warum gehen mit dem 45. VDBUM Großseminar
in ein neues Veranstaltungshotel?

Dieter Schnittjer: Wir hatten ursprünglich die Hoffnung, dass der letztjährige Standort Kassel durch die gute Anbindung für uns langfristig eine Möglichkeit wäre. Aber wir mussten erkennen, dass wir nach den ersten beiden Veranstaltungen, sowohl mit der Hotelgeschäftsführung, den technischen Gegebenheiten und den baurechtlichen Vorgaben nicht langfristig planen konnten. Das war im Vorfeld für uns so nicht ganz absehbar, und deswegen haben wir eine Veränderung herbeiführen müssen.

tHIS: Wo liegen die Vorteile vom neuen Standort?

Dieter Schnittjer: Das Sauerland Stern-Hotel bietet uns genau die technischen Voraussetzungen, die wir als Bedarfsanforderung vorgegeben haben. Das Hotel in Willingen ist besser darauf ausgelegt, derartige Großveranstaltungen durchzuführen.

Das Großseminar ist ja auch für das Team der VDBUMGeschäftsstelle stets mit viel Arbeit verbunden. Und es ist sehr schwierig, einen Veranstalter zu finden, der den organisatorischen Ablauf auch in dieser Intensität durchführt, die eine Veranstaltung wie unser Großseminar einfach erfordert.

Wir konnten in den vielen Vorgesprächen feststellen, dass es hier mit dem Kongresszentrum bzw. Hotel eine hervorragende Zusammenarbeit gibt. Keine Frage bleibt unbeantwortet, die gehen mit uns immer wieder sehr, sehr stark ins Detail, und wir können dort sehr frei agieren.

tHIS: Was können wir dieses Jahr vom VDBUMGroßseminar erwarten?

Dieter Schnittjer: Wie Sie wissen, haben wir ja jährlich besondere Schwerpunkte. Es gibt also jedes Jahr ein Motto, und in diesem Jahr heißt es: Der VDBUM am Puls der Zeit! Mit dem Untertitel: Menschen Visionen Lösungen!

tHIS: Wofür steht das Motto?

Dieter Schnittjer: Die Vernetzungen von Baustellen und Maschinen erfassen immer größere und wichtigere Bereiche der Bauabläufe. Es handelt sich nicht nur um einen besserer Verbrauch oder eine etwas höhere Leistungsklasse einer Maschine, sondern hier geht es um komplett andere Abläufe. Das wird uns in den nächsten Jahren begleiten. Wir sagen als Verband: „Wir wollen vorne dabei sein; wir wollen am Trend der Zeit sein“. Auch das Seminar ist am Puls der Zeit ausgelegt.

tHIS: Von dieser fortschreitenden Vernetzung konnte ich mir vor kurzem ein Bild machen – wirklich beeindruckend.

Dieter Schnittjer: Das ist aber nur einer der Themenschwerpunkte, die wir abdecken. Ein weiterer  Schwerpunkt sind“ Innovation im Spezial-, Tief- und Ingenieurbau“. Wir fangen schon am ersten Seminartag mit dem Thema an, und wir werden bis Freitag in diesem Block die verschiedenen Themen, die in diesem Bereich Trends setzen oder anwenderorientierten neue Lösungen bieten, darstellen.

Ein weiterer für uns ganz wichtiger Bereich ist natürlich „Forschung trifft Praxis“. Hier arbeiten wir wieder mit Universitäten und Hochschulen für einen spannenden Vortragsteil zusammen. Ein kurzer, aber sehr inhaltsvoller Schwerpunkt, der zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Hochbau- und Montagelogistik. In diesem Block beschäftigen wir uns sehr intensiv mit den Anforderungen an befähigte Personen, dem Bedienerschein und den Systemlösungen für Turmdrehkrane, Teleskopmaschinen, Autokrane und Minikrane. In dieser Form und Kompaktheit wurde dieses unglaublich wichtige Thema noch nicht vorgetragen.

tHIS: Das zielt thematisch auf Ihren Branchentreff
Turmdrehkrane?

Dieter Schnittjer: Auch, aber die Hochbau- und Montagelogistik benötigen wir auf jeder Baustelle und bei allen Bauabläufen. Teleskopmaschinen und Krantechnik in jeder Ausführung haben auf den Baustellen eine Schlüsselfunktion. Daher soll der erste Vortrag in diesem Block mit einer absoluten Neuheit zur „Personensicherung am stillgesetzten Kran nach besonderer Gefährdungsbeurteilung“, sowohl die Besucher im Allgemeinen wie auch die Teilnehmer des TDK-Branchentreff ansprechen.  Wie und mit welchen Voraussetzungen die neue Nutzungsmöglichkeit umgesetzt werden kann, berichtet Herr Dr.Ing. Marco Einhaus, Leiter SG Hochbau der BG Bau. Das werden wir erstmalig in einem öffentlichen Vortrag hören.

tHIS: Wer wird Ihr diesjähriger Gastredner sein?

Dieter Schnittjer: Wir sind sehr froh, dass wir als Gastredner für den Eröffnungsabend Wolfgang Clement gewinnen konnten. Diesen Eröffnungsabend wird die Firma Zeppelin als Gastgeber gestalten.

Am zweiten Abend wird Topcon als Gastgeber den Abend „programmieren“. Zusätzlich wird der VDBUM traditionell den zweiten Abend nutzen, den VDBUM-Förderpreis in drei Kategorien zu verleihen.

Am Donnerstag werden mit dem TDK-Branchentreff  die Turmdrehkrananwender, Vermieter, Servicebetriebe, Hersteller und Sachverständigen ein umfangreiches Tagesseminar besuchen. Den Donnerstagabend gestaltet die Firma Stihl. Die haben nicht nur erstklassiges Werkzeug im Gepäck, sondern auch ein paar ganz schwere Junges von den Timbersports-Wettkämpfen. Das wird sehr unterhaltend.

VDBUM Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V.

www.vdbum.de

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