Passgenaue Lösung
Nennweitenreduzierung bei KanalerneuerungBei einer Kanalerneuerung in Bexbach war eine Nennweitenreduzierung erforderlich. Der Kunststoffhersteller Funke aus Hamm konnte die Anbindung der neuen DWCor 3000-Kanalrohre an das Bestandsrohr mit Fuß realisieren.
Getestet und für gut befunden – so könnte man den Einsatz von DWCor 3000-Kanalrohren der Funke Kunststoffe GmbH in Bexbach zusammenfassen. Bei einer Reparatur an anderer Stelle war das PVC-U-Rohrsystem in der saarländischen Stadt bereits ausprobiert worden. Nun ließ die Stadtverwaltung das Profilrohr auch für die Erneuerung des Mischwasserkanals in der Johannes-Bossung-Straße verbauen. „Wir haben uns an der 25 Meter langen Reparaturstelle bereits von der Handlichkeit der Rohre überzeugen können. Auch das passgenaue Anbohren der DWCor 3000-Rohre für den Einbau der Stutzen ist problemlos möglich. Aufgrund der guten Erfahrungen haben wir uns bei der Erneuerungsmaßnahme erneut für das Produkt entschieden“, unterstreicht Peter Krämer vom Bereich Tiefbau bei der Stadt Bexbach.
Kanaluntersuchungen in der Johannes-Bossung-Straße hatten gezeigt, dass der alte, aus den 1950er Jahren stammende Betonkanal DN 700 alterstypische Schäden aufwies. Neben Rissen gehörte auch Korrosion zum Schadensbild. Funke-Fachberater Kevin Frenzle erklärt, warum dies bei DWCor 3000 nahezu ausgeschlossen werden kann: „Das Kanalrohr ist zwar außen profiliert, aber innen glatt. Daher verfügt es über eine gute hydraulische Leistungsfähigkeit und hohe chemische Beständigkeit. Der Werkstoff PVC-U wird immerhin bereits seit über 90 Jahren in der Abwasserentsorgung eingesetzt. Für die Langlebigkeit der DWCor 3000-Kanalrohre spricht zudem, dass das biegeweiche Rohr über eine hohe Stabilität verfügt.“
Mit Funke BI-Adapter eine runde Sache
Als vorteilhaft erwies sich der Systemcharakter der Funke-Produkte, der den Beteiligten die Arbeit erheblich erleichterte. Da der Hauptkanal heute an anderer Stelle verläuft als früher, verbaute die mit der Ausführung beauftragte Dittgen Bauunternehmen GmbH, Schmelz, im Sommer 2025 die PVC-U-Kanalrohre in der Nennweite DN/ID 500 anstatt DN/ID 700. Der Mischwasserkanalisation in der Johannes-Bossung-Straße kommt dennoch in bestimmten Situationen eine Schlüsselrolle zu, wie Peter Krämer erläutert: „Sie dient als zusätzlicher Überlauf des Hauptkanals. Auch ein kleiner Bereich der Güterstraße entwässert in die Johannes-Bossung-Straße.“
Zur Einbindung der neuen DWCor 3000-Kanalrohre erwiesen sich der Funke BI-Adapter, der VPC Delta-Ring sowie VPC-Rohrkupplungen als Mittel der Wahl. Zu bewerkstelligen war nämlich nicht allein die Reduzierung der Nennweite, wie Volker Krämer, Bauleiter von der Abteilung Bau bei Dittgen, betont: „Bei dem Bestandskanal handelt es sich um ein Betonrohr mit Fuß. Das heißt, er ist nur innen kreisrund. Wir haben daher zunächst den Funke BI-Adapter montiert. Auf dessen Spitzende kam dann die Rohrkupplung mit dem VPC Delta-Ring.“ Letzterer ist eigens dafür gemacht, Abwasserrohre verschiedener Bauarten, Werkstoffe und mit unterschiedlichen Nennweiten miteinander zu verbinden, und das nach den Vorgaben der DIN EN 476 sohlengleich. Dabei stellt die Breite von 70 Millimeter sicher, dass eine ausreichende Dichtfläche vorhanden ist. Selbst bei engen Platzverhältnissen in der Baugrube – etwa angesichts von Bestandsleitungen – eignet sich der VPC Delta-Ring, da durch den Einbau kein Platz verlorengeht.
Arbeiten schnell und wirtschaftlich abgeschlossen
Verlegt wurde die neue Kanalisation in bis zu vier Metern Tiefe. Grundwasser war dennoch nicht anzutreffen. Auf der 90 Meter langen Haltung kamen zudem zum Einbinden der Hausanschlüsse das HS-Kanalrohrsystem sowie vier Funke Straßenabläufe zum Einsatz. Der Vorteil bei den Straßenabläufen: Der dazugehörige Aufsatz ist in Höhe und Neigungswinkel anpassbar, sodass die häufig für die Nivellierung verwendete, schadensanfällige Mörtelfuge entfällt.
Dank des Funke-Produktsortiments konnten die Bauarbeiten in der Johannes-Bossung-Straße termingerecht abgeschlossen werden. Damit hielten sich auch die Einschränkungen für die Anwohner in zeitlichen Grenzen. Da auch die Gehwege im Zuge der Maßnahme erneuert werden sollten, war eine Vollsperrung unumgänglich. „Eine Lagerung der Materialien direkt vor Ort ließ die Baustellensituation nicht zu. Wir mussten alle zu verbauenden Produkte von einer gut 100 Meter entfernten Parkfläche holen. Da war es besonders gut, dass die Rohre dank ihres vergleichsweise geringen Gewichts leicht zu bewegen sind“, fasst Bauleiter Volker Krämer abschließend zusammen.
Funke Kunststoffe GmbH
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