Zukunft baut auf Partnerschaft
Hinter den Kulissen der Matthias Schick Bauunternehmen GmbHFrank Facher, Geschäftsführer der Schick Firmengruppe, spricht im Interview über die Zusammenarbeit mit Peri, die bis ins Jahr 1986 zurückreicht – von der jahrzehntelang eingesetzten Trio Rahmenschalung bis hin zu Maximo und Peri Up.
Auf welche Art Bauprojekte konzentriert
sich Schick?
Unser Schwerpunkt liegt klar im Geschosswohnungsbau. Rund 70 Prozent unserer Projekte sind Mehrfamilienhäuser, häufig mit etwa 10 bis 30 Wohneinheiten im Großraum Nürnberg. Daneben realisieren wir auch einzelne Gewerbeprojekte sowie Projekte in den Bereichen Einfamilien- und Doppelhaus. Dank unserer eigenen Planungsabteilung und unserer internen Kapazitäten haben wir die Möglichkeit, ein breites Leistungsspektrum abzudecken. In den letzten 10 bis 15 Jahren haben wir außerdem unser Bauträgergeschäft ausgebaut. Damit planen und bauen wir Projekte nicht nur, sondern entwickeln und veräußern sie auch selbst. So decken wir einen weiteren, wesentlichen Teil der Wertschöpfungskette ab. Das bindet natürlich Kapital und bringt ein anderes Risikoprofil mit sich. Gleichzeitig gibt es uns die Möglichkeit, unsere eigene Baukapazität gezielt auszulasten. In guten Zeiten heißt das allerdings auch: mehrere Projekte parallel – und dann wird es operativ schnell anspruchsvoll.
Wie ist die Unternehmensgruppe Schick
heute aufgebaut?
Wir wurden 1906 gegründet – 2026 feiern wir also 120 Jahre. Aus dem ursprünglichen Bauunternehmen ist über die Jahrzehnte eine Firmengruppe entstanden. Unser Kern ist weiterhin das Bauunternehmen. Dazu kommen die Bauträgergesellschaft Schick Hausbau, unser bauSpezi-Baumarkt und Baustoffhandel, die Immobilienverwaltung und unser eigenes Transportbetonwerk. Insgesamt beschäftigen wir rund 120 Mitarbeiter und erzielen als Gruppe einen Jahresumsatz von etwa 40 Millionen Euro.
Wann und bei welcher Gelegenheit kamen die beiden Unternehmen Schick und Peri erstmals in Kontakt?
Wie der erste Kontakt zustande kam, kann heute niemand mehr in unserem Unternehmen genau rekonstruieren. Das war damals Herr Ludwig Schick, der die Investitionsentscheidung für die Trio Rahmenschalung getroffen hat. Er ist heute leider nicht mehr im Unternehmen tätig. Wir konnten herausfinden, dass es 1986 war und dass wir die Schalung damals sogar noch selbst abgeholt haben. Die Trio war anschließend mehrere Jahrzehnte bei uns im Einsatz. Das sagt eigentlich schon einiges über unseren Umgang mit Investitionen: Wir kaufen Material, wenn wir von einer langfristigen Nutzung überzeugt sind, und kümmern uns dann auch darum. 2025 haben wir die Trio im Wesentlichen in den Ruhestand geschickt. Einzelne Elemente nutzen wir noch für die Vermietung oder bei Bedarfsspitzen. Unsere neue Wandschalung ist aber Maximo.
Schick hat neben Maximo auch die Duo im Eigenbestand sowie Stützen, Träger, Seitenschutzgitter und Gerüsttechnik von Peri. Warum hat sich Schick so oft für den Kauf entschieden und nicht etwa für Miete?
Für uns ist das im Kern eine Auslastungsrechnung. Wenn wir ein System regelmäßig einsetzen und über mehrere Jahre ausreichend auslasten können, ist Eigentum für uns häufig die bessere Lösung. Dazu gehört aber auch, dass wir Material pflegen, instand halten und intern vernünftig disponieren. Bei Systemen, die wir nur punktuell benötigen, sieht es anders aus. Eine Paneel-Deckenschalung wie Skymax brauchen wir beispielsweise seltener, weil wir viel mit Filigrandecken arbeiten – deshalb haben wir sie bei Bedarf gemietet. Auch bei Maximo mieten wir bei Spitzen zusätzliche Elemente dazu. Miete schafft Flexibilität. Dauerhaft zu mieten, obwohl die Auslastung eigentlich einen Kauf rechtfertigt, kann aber teuer werden. Um die Materialauslastung zu erhöhen, beziehen wir den Schalungsbestand natürlich auch in die Bauzeitenplanung ein. Schalung ist eine Kapazität wie Personal oder Gerät. Wenn mehrere Rohbauten parallel laufen, muss der Bestand in der Bauablaufplanung berücksichtigt werden. Wir versuchen deshalb, Projekte und Takte so zu koordinieren, dass das Material möglichst kontinuierlich eingesetzt wird. Wegen einer kurzen Überschneidung verschieben wir aber nicht automatisch ein ganzes Projekt – dann prüfen wir, ob eine Zumiete wirtschaftlich und terminlich die bessere Lösung ist.
Was macht die enge Verbindung von Schick
und Peri aus?
Für mich muss eine gute Lieferantenbeziehung im Alltag funktionieren – besonders dann, wenn nicht alles nach Plan läuft. Mit Rene Blaha haben wir einen Fachberater, den unsere Leute kennen und direkt ansprechen können. Die Zusammenarbeit ist unkompliziert und lösungsorientiert. Entscheidend ist, dass beide Seiten einen Nutzen haben. Wir bekommen technische Unterstützung und schnelle Lösungen; Peri bekommt einen Kunden, der die Systeme langfristig und intensiv einsetzt.
Sie erwähnten vorhin Ihre eigene Planungsabteilung im Hause Schick. Inwiefern wird diese durch den Peri Fachberater unterstützt?
Vor allem als Sparringspartner bei schalungs- und ausführungsbezogenen Fragestellungen. In unserer Region treffen wir teilweise auf anspruchsvolle Baugrund- und Wasserverhältnisse, unter anderem bei stark tonhaltigen, wenig wasserdurchlässigen Böden. Dann stimmen wir frühzeitig ab, welche Anforderungen sich aus der geplanten Ausführung der Kellerwände für Schalung und Bauablauf ergeben. Später geht es um die konkrete Schalungsplanung: Welche Elemente werden benötigt, wie sieht der Takt aus und wann muss welches Material auf der Baustelle sein? Da wir heute gezielter disponieren, ist eine saubere Planung entscheidend. Statt vorsorglich größere Mengen auf der Baustelle vorzuhalten, wollen wir möglichst genau das Material bereitstellen, das für den nächsten Bauabschnitt benötigt wird.
Peri Vertrieb Deutschland GmbH & Co. KG
www.peri.de
Gründung: 1906
MitarbeiterInnen: rund 120
Jahresumsatz: ca. 40 Millionen Euro
Leistungsportfolio: Schwerpunkt im Geschosswohnungsbau, ergänzt durch Gewerbe-, Einfamilien- und Doppelhausprojekte
