Verbindungen für die Wasserversorgung von morgen

Neue Flusswasserfilterhalle im Wasserwerk Hosterwitz

Im Wasserwerk Hosterwitz entsteht eine neue Flusswasserfilterhalle zur Erweiterung der Trinkwasseraufbereitung für Dresden. Die Echterhoff Bau GmbH übernimmt zentrale Tiefbau- und Rohrleitungsarbeiten und verbindet Bestand und Neubau.

Die neue Flusswasserfilterhalle im Wasserwerk Hosterwitz im Rohbau
© Echterhoff

Die neue Flusswasserfilterhalle im Wasserwerk Hosterwitz im Rohbau
© Echterhoff
Im Wasserwerk Hosterwitz östlich von Dresden entsteht derzeit ein zentrales Infrastrukturprojekt für die zukünftige Trinkwasserversorgung der Region. Im Rahmen des Projekts „Nordraum – Phase 2026“ wird durch die Arbeitsgemein­schaft „WW Hosterwitz TA 2“ (Karl Köhler Bauunternehmung GmbH & Co.KG/Coswiger Tief- und Rohrleitungsbau GmbH/Echterhoff Bau GmbH) im Auftrag der SachsenEnergieBau GmbH auf dem Gelände des Wasserwerks eine neue Flusswasserfilterhalle errichtet, die die Aufbereitungskapazitäten für den Dresde­ner Trinkwasserbedarf deutlich erweitern soll. Die Echterhoff Bau GmbH über­nimmt dabei wesentliche Tiefbau- und Rohrleitungsarbeiten und sorgt dafür, dass Bestand und Neubau zuverlässig miteinander verbunden werden.

Neuer Knotenpunkt im Bestand
© Echterhoff

Neuer Knotenpunkt im Bestand
© Echterhoff
Das Wasserwerk Hosterwitz liegt unmittelbar an der Elbe zwischen Pirna und Dresden am rechten Elb-ufer. Mit der neuen Flusswasserfilterhalle wird die be­stehende Anlage um eine zusätzliche Aufbereitungskapazität von bis zu 4.300 Ku­bikmetern pro Stunde erweitert. Die bereits vorhandene Filterhalle verfügt über eine Kapazität von rund 3.000 Kubikmetern pro Stunde. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung im Großraum Dresden.

Arbeiten im laufenden Anlagenbestand

Das Einheben der vormontierten Formstücke (links)
© Echterhoff

Das Einheben der vormontierten Formstücke (links)
© Echterhoff
Der aktuelle Bauabschnitt knüpft unmittelbar an einen bereits abgeschlosse­nen Projektteil an, bei dem Echterhoff innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft die Baugrube und den Verbau hergestellt hatte. Im nun laufenden Teilabschnitt ist das Unternehmen für den erdverlegten Rohrleitungsbau verantwortlich.

Zu den Leistungen von Echterhoff gehören unter anderem:

Einbindung der neuen Leitungen in bestehende Hauptleitungen DN 800 und DN 1000

Verlegung neuer duktiler Gussrohrleitungen mit Tonerdenzement-Innenauskleidung

Herstellung von Baugruben und Rohrgräben in geböschter sowie Trägerbohlwand-Bauweise

Bau von acht Schächten DN 2000 für die Spülabwasserleitungen der neuen Flusswasserfilterhalle

Rückbau des Verbaus aus dem vorangegangenen Bauabschnitt

Besonders anspruchsvoll sind dabei die Arbeiten im Bestand des Wasserwerks. Im Untergrund befinden sich zahlreiche Fremdleitungen, alte Fundamentreste und bestehende technische Anlagen, die bei der Planung und Ausführung be­rücksichtigt werden müssen.

Präzise Umbindung unter Zeitdruck

Rohrverlegung DN 1000
© Echterhoff

Rohrverlegung DN 1000
© Echterhoff
Ein wichtiger Meilenstein wurde bereits Anfang 2026 erreicht. Innerhalb eines eng gesteckten Zeitfensters zwischen Januar und März erfolgte die Einbindung der neuen Leitungen in die bestehenden Hauptleitungen des Wasserwerks.

Hierfür wurden speziell vorbereitete Flanschformstücke vormontiert und anschließend über Vorschweißflansche in das bestehende Leitungssystem inte­griert. Die Arbeiten mussten zwingend innerhalb des vorgesehenen Zeitraums abgeschlossen werden, da das Wasserwerk Ende März wieder in Betrieb gehen sollte.

Um diesen Termin nicht zu gefährden, wurden die Erdarbeiten frühzeitig vorbe­reitet und die Umbinde-bereiche durch eine gezielte Grundwasserhaltung gesi­chert. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Arbeiten bildete die Grundlage für die weitere Anbindung der neuen Flusswasserfilterhalle.

Spezialrohre für spezielle Anforderungen

Knotenpunkt nach Dichtheitsprüfung
© Echterhoff

Knotenpunkt nach Dichtheitsprüfung
© Echterhoff
Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf den Ausbau der Rohrverbindungen zwischen den Umbindepunkten und dem Neubau Filterhalle. Zum Einsatz kom­men Gussrohre mit einer Innenbeschichtung aus Tonerdenzement. Diese spe­zielle Ausführung wurde gewählt, da das im Wasserwerk geförderte Rohwasser eine hohe Calcitlösekapazität besitzt und damit besondere Anforderungen an die Beständigkeit der Leitungen stellt.

Parallel dazu entstehen neue Abwasserleitungen, die die bei der Rohwasser­aufbereitung anfallenden Spül- und Prozesswässer ableiten. Auch hier kommen Gussrohre mit Tonerdenzement-Auskleidung zum Einsatz. Insgesamt werden acht Betonschächte DN 2000 in das neue Leitungssystem integriert.

Zukunftsfähige Infrastruktur für die zukünftigen Jahrzehnte

Rohrbau im Bestand
© Echterhoff

Rohrbau im Bestand
© Echterhoff
Die Dimensionen des Projekts verdeutlichen die Bedeutung der Maßnahme:

Bauzeit: Januar 2025 bis November 2027

Rund 4.500 Kubikmeter Erdbewegung für den Rohrleitungsbau

Etwa 450 Meter Rohrleitungsbau DN 800/DN 1000 aus duktilem Guss

Acht Umbindepunkte in bestehende Leitungen

Umsetzung der Umbindearbeiten innerhalb eines Zeitfensters von nur drei Monaten

Diese Kennzahlen zeigen die Größenordnung der Maßnahme und die hohen An­forderungen an Planung, Logistik und Ausführung.

Mit dem Ausbau der Flusswasserfilterhalle investiert die SachsenEnergieBau in eine leistungsfähige und zukunftssichere Wasseraufbereitung.

Rohrleitungsbau in Baugrube-Trägerbohlwand
© Echterhoff

Rohrleitungsbau in Baugrube-Trägerbohlwand
© Echterhoff
Für Echterhoff steht das Projekt exemplarisch für anspruchsvollen Infra­struktur- und Rohrleitungsbau: präzise geplant, unter engen terminlichen Vorgaben umgesetzt und mit höchstem Anspruch an Qualität und Versor­gungssicherheit ausgeführt.

Echterhoff Bau GmbH
www.echterhoff.de

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