Tragwerksverstärkung und Brandschutz

Beton- und Bodensanierung im Deutschen Museum München

Die Planer nutzten Tragwerksverstärkungssystemen, die mit carbonfaserverstärkten Lamellen und Stahllaschen eine Erhöhung der Tragfähigkeit bei nur geringfügiger Veränderung der Bauteilgeometrie ermöglichen.

Das Deutsche Museum in München wird bereits seit 2006 saniert. Bis 2028, dem Jahr seines 125. Jubiläums, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Besuch der Ausstellungen auf rund 25.000 Quadratmetern Fläche bleibt durchgehend möglich.

Systemaufbau StoConcrete Carbon Plate: 1 Untergrund, 2 Kleber, 3 CFK-Lamelle Systemaufbau StoConcrete Carbon Plate: 1 Untergrund, 2 Kleber, 3 CFK-Lamelle
© StoCretec

Systemaufbau StoConcrete Carbon Plate: 1 Untergrund, 2 Kleber, 3 CFK-Lamelle
© StoCretec

Im Rahmen der Modernisierung erfolgte eine Nachrechnung der Bestandsstatik von 1910. Diese ergab die Notwendigkeit, das Tragwerk statisch zu verstärken, um heutige normative Anforderungen an die Tragfähigkeit zu erfüllen. Bei dem historischen Bauwerk handelt es sich um eine Skelettbauweise aus bewehrtem Beton. Es gibt keine tragenden Wände. Das Tragwerk besteht aus Decken, Unterzügen und Stützen.

 

An bestehende Architektur angepasst

Die Verstärkung der Unterzüge erfolgte durch Biegezugbewehrung aus carbonfaserverstärkten Kunststofflamellen (CFK) mit dem System StoConcrete Carbon Plate und Querkraftbewehrung aus verklebten Stahllaschen mit StoConcrete Steel Plate. Sie ermöglichen eine statische Verstärkung, die sich an die bestehende schlanke Architektur anpasst.

Frei gelegter Bewehrungsstahl wurde mit dem Korrosionsschutz StoCrete TK versehen. Frei gelegter Bewehrungsstahl wurde mit dem Korrosionsschutz StoCrete TK versehen.
© StoCretec

Frei gelegter Bewehrungsstahl wurde mit dem Korrosionsschutz StoCrete TK versehen.
© StoCretec

Das System Carbon Plate hat ein geringes Eigengewicht, erhöht also kaum die ständigen Lasten der tragenden Bauteile. Es ist schnell und ohne größere Beeinträchtigung durch Staub und Schmutz zu
installieren. Nach wenigen Tagen sind die verstärkten Bauteile voll belastbar. Es ist flexibel und auch an schwer zugänglichen Bereichen applizierbar. Die CFK-Lamellen werden vor Ort zugeschnitten
und lassen sich so an individuelle Erfordernisse anpassen.

Zur Instandsetzung sowie als Unterbau für die CFK-Lamellen kamen StoCrete TG 203 und StoCrete TS 100 (StoCretec) zum Einsatz. Der Reparaturmörtel TG 203 dient der lokalen Reprofilierung. Er lässt sich manuell sehr gut verarbeiten – auch über Kopf. Der kunststoffmodifizierte Betonersatz verfügt über hohes Standvermögen und haftet sehr gut auf dem Betonuntergrund. TS 100 ist ein Trockenspritzmörtel.

 

Erhöhter Brandschutz

Er eignet sich für die großflächige Erhöhung der Betondeckung ebenso wie für die lokale Reprofilierung. Polypropylenfasern sorgen für die speziellen Brandschutzeigenschaften, verstärken die Frischmörtelstruktur und gestatten Schichtdicken bis zu 50 Millimeter in einem Arbeitsgang. Beide Systeme eignen sich für die Anwendung bei zusätzlichen Anforderungen an die statische Mitwirkung und zur Reprofilierung des Untergrundes im Rahmen der Tragwerksverstärkung mit geklebter Bewehrung aus CFK-Lamellen.

Die Unterzüge wurden mit den Systemen StoConcrete Carbon Plate (Biegezugbewehrung) und StoConcrete Steel Plate (Querkraftbewehrung) verstärkt. Die Unterzüge wurden mit den Systemen StoConcrete Carbon Plate (Biegezugbewehrung) und StoConcrete Steel Plate (Querkraftbewehrung) verstärkt.
© StoCretec

Die Unterzüge wurden mit den Systemen StoConcrete Carbon Plate (Biegezugbewehrung) und StoConcrete Steel Plate (Querkraftbewehrung) verstärkt.
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Die umfassend brandgeprüften Betonersatzsysteme stellen den Feuerwiderstand der Betonbauteile wieder her. Das Instandsetzungssystem StoConcrete Repair Prime TG 203 ist gemäß EN 13501-1 in die Baustoffklasse A2-s1, d0 eingeordnet. StoConcrete Repair Prime TS 100 entspricht der Feuerwiderstandsklasse F 90 und der Baustoffklasse A1.

StoCretec GmbH

www.stocretec.de

Bautafel

Objekt: Deutsches Museum, München

Bauherr: Deutsches Museum AöR, München

Planer: ARGE Planungsgruppe Bachmann GmbH (PBG) mit henke rapolder frühe Ingenieurgesellschaft mbH, München

Verarbeiter: Klempt & Geotec GmbH, Neufinsing

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