D-RAINCLEAN SCHÜTZT GRUNDWASSER

Umwelt geschont und Gebühren reduziert

Bei großen versiegelten Flächen mit Verkehrsaufkommen ist die Entwässerung ein wichtiges Thema. So auch bei der Erweiterung eines Firmenparkplatzes im ­hessischen Frankenberg, bei der die bestehende Fläche mit 301 Stellplätzen um 118 Parkplätze erweitert worden ist. Für die Versickerung des anfallenden Oberflächenwassers wurde das D-Rainclean-System eingesetzt.

Das Besondere an dem Produkt: Die PP-Sickermulde mit dem dazu gehörigen Substrat stellt eine professionelle und wirtschaftliche Lösung für den Umgang mit belastetem Oberflächenwasser dar. Das D-Rainclean-System der Funke Kunststoffe GmbH nimmt das mit Schadstoffen verschmutzte Regenwasser auf und gibt es nach der Filterung und Adsorption in unbedenklichem Zustand an den Boden ab. Es erfüllt somit die Anforderungen des DWA-Arbeitsblattes A 138 und hilft dem Betreiber, langfristig Kosten zu sparen: Die Einleitung in das öffentliche Kanalnetz entfällt.

Ein vernünftiger und moderner Umgang mit Niederschlagswasser – das war das ausdrückliche Ziel des Bauherrn bei der Erweiterung des Bestandsparkplatzes am Standort Frankenberg. Bis dato war das Regenwasser von dem bestehenden, 9120 m² großen Areal natürlich über eine Schotterrigole und die angrenzende Wiesenfläche versickert worden. Mit der vorgesehenen Erweiterung um 2591 m² und 118 Stellflächen war jedoch ein neues Konzept notwendig geworden. Das Niederschlagswasser sollte ortsnah versickert werden, so die Grundüberlegung. „Bei Parkplätzen dieser Größenordnung ist eine detaillierte Abstimmung mit der zuständigen Wasserbehörde erforderlich, die über die Erlaubnis der Einleitung in den Untergrund entscheidet“, erläutert Otmar Wolff vom Abwasserwerk Frankenberg, Eigenbetrieb der Stadt Frankenberg (Eder). Für Wolff ist „Regenwasser ein Gut, das geschützt werden muss. Da das Oberflächenwasser auf Parkbereichen oft verschmutzt ist, mussten wir hier die entsprechenden Vorkehrungen treffen.“

 

Gemeinsame Entscheidung

Der Experte ließ den Bauherrn deshalb auch sprichwörtlich „nicht im Regen stehen“, als diese sich zusammen mit Planer Dipl.-Ing. Architekt Gerd Eitelberger von der RSE Planungsgesellschaft mbH an ihn wandte. Nach Rücksprache mit dem Technischen Leiter des Abwasserwerkes, Dipl.-Ing. Volker Ashauer, prüfte Wolff die Gegebenheiten vor Ort am Druck- und Spritzgusswerk. Wolff: „In einem weiteren Schritt haben wir den Funke-Fachberater Martin Ritting zu den Diskussionen hinzugezogen. Er hat ein Entwässerungskonzept mit D-Rainclean erstellt.“ Es folgte ein Bodengutachten, das grundsätzlich die Versickerungsfähigkeit auf dem Gelände gem. technischem Regelwerk (DWA-A 138) bestätigte. „Ein in diesem Zusammenhang kritischer Parameter stellt der Mindestabstand von 1,0 m zwischen der unteren Begrenzung der Versickerungsanlagen und dem Grundwasserspiegel dar“, so Ashauer. Da der Grundwasserspiegel in der Edertalaue jedoch starke Schwankungen und zeitweise geringe Flurabstände aufweist, kamen nur relativ flache Rigolen mit maximalen Einbindetiefen von 1,4 m in Betracht. Versickerungsschächte hätten auf dem Gelände zum Beispiel nicht umgesetzt werden können.“

Erwartungsgemäß passte die Sickermulde D-Rainclean von Funke mit ihrer Höhe von 37 cm, ihrer Breite von 40 cm und ihrer Länge von 50 cm perfekt in das Konzept. Die Untersuchungen haben bestätigt: Eine oberflächennahe Versickerung und der Einsatz der D-Rainclean-Sickermulde stellte unter den gegebenen Rahmenbedingungen die wirtschaftlichste und ökologischste Variante dar. Jetzt konnte beim Regierungspräsidium Kassel der Antrag auf Einleitung von unbelastetem Niederschlagswasser in den Untergrund gestellt werden. Mit der Auflage, dass die Versickerungsmulde regelmäßig alle sechs Jahre überprüft wird, kam das „Okay“ aus Kassel relativ zügig. Für die Beteiligten nicht überraschend, denn das Muldensystem, das dem Versickerungskonzept zugrunde liegt, ist bereits seit 2002 auf dem Markt und hat sich seither bei dem sensiblen Umgang mit belastetem Oberflächenwasser in der Praxis bestens bewährt. Erst 2011 ist die DIBt-Zulassung aufgrund der langjährigen positiven Erfahrungen um fünf Jahre verlängert worden. Planer Eitelberger: „D-Rainclean mit dem dazu gehörigen Substrat filtert und adsorbiert zuverlässig Schadstoffe aus dem Niederschlagswasser. Tropföl wird sogar nahezu komplett abgebaut. Böden und Grundwasser werden auf diese Weise von Öl, Abgasen, Reifenabrieb und was sonst noch in die Niederschlagsabflüsse gelangt, geschützt.“ Damit entspricht D-Rainclean den Forderungen gemäß Regelwerk DWA A-138 für belastetes Oberflächenwasser.

 

Produkt weiter optimiert

Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Betreiber ist das System ein Gewinn. Und das im wahrsten Sinne, denn im Vergleich mit einer Entwässerung über das kommunale Kanalnetz werden die erheblichen Einleitungskosten eingespart. Dabei sind die Wartungskosten der Sickermulde gering. Die Standzeit des Substrats liegt laut Hersteller selbst bei starker Belastung, wie sie auf Parkplätzen mit häufigem Fahrzeugwechsel vorkommt, bei 15 Jahren. „Außerdem haben wir das Produkt weiter optimiert. Eine neue Rezeptur sorgt dafür, dass nun weniger Substrat dieselbe Wirkungsweise hat. Zudem hat sich gleichzeitig die Anschlussfläche erhöht. Das alles macht den Einsatz preislich noch attraktiver“, erklärt Funke-Fachberater Dipl.-Ing. Martin Ritting.

 

Einbau ein Kinderspiel

Der Einbau sei denkbar einfach gewesen, sagt Erich Muth, Geschäftsführer der Heinrich Naumann GmbH & Co. KG Bauunternehmung, die zunächst den Auftrag für die Erstellung des Parkplatzes erhalten hatte und später dann auch die Mulden eingesetzt hat: „Nach der Ausschachtung haben wir den Unterbau mit ca. 5 cm Splitt erstellt. Danach wurden die Mulden höhen- und fluchtgerecht aufgestellt. Ihre breite Auflagefläche und ein einfacher Verbindungsmechanismus haben ebenfalls zum reibungslosen Einbau beigetragen, der nach Vorgabe des Herstellers mit einer entsprechenden Betonrückenstütze ausgeführt wurde. Pro Mulde haben wir zwei Säcke Substrat eingefüllt. Mit etwas Abstand haben wir dann das Tiefbord erstellt. Der Zwischenraum ermöglicht es, dass das Wasser von der Asphaltfläche des Parkplatzes in die Sickermulde fließen kann.“

Die an dem Bauvorhaben in Frankenberg Beteiligten haben sich für die offene Variante der Sickermulde entschieden, die nachträglich noch begrünt werden kann. 130 Einheiten der D-Rainclean-Sickermulde sind auf diese Weise in Frankenberg verbaut worden. In solch großen Mengen hat der Lieferant, die Balzer GmbH & Co. KG, die Sickermulde allerdings nicht auf Lager. Laut Gerd Dehnert von der Balzer GmbH war dies allerdings überhaupt kein Problem. Er ist mit dem Service von Funke sehr zufrieden: „Wir bestellen nach Auftragseingang und den Angaben des ausführenden Unternehmens. Funke hat das Material dann schnell und zuverlässig direkt auf die Baustelle geliefert.“

Die Beteiligten sind sich nach Abschluss der Arbeiten einig, dass D-Rainclean eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösung zur Entwässerung des Parkplatzes in Frankenberg ist.

 


 

Funke Kunststoffe GmbH

www.funkegruppe.de

D-Rainclean stellt eine professionelle und wirtschaftliche Lösung für den Umgang mit belastetem Oberflächenwasser dar
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