Straßenbau bei frostigen
Temperaturen

Kederdach XL von Layher ermöglicht Fortführung der Arbeiten trotz Kälte

Bei Straßenbauarbeiten an der Bietigheimer Mühlwiesenbrücke stand ein schneller Abschluss von zwei Bauabschnitten im Vordergrund. Besondere Schwierigkeit: Die Arbeiten mussten bei anhaltend kalter und feuchter Witterung durchgeführt werden.

Als Teil der vierspurigen B27 ließ das Bauamt die Mühlwiesenbrücke zur Verbesserung des Verkehrsflusses umfassend erneuern. Da die Brücke während der von Juli bis Oktober geplanten Arbeiten nur eingeschränkt nutzbar war, wurde sie – ohnehin stark befahren – zum Nadelöhr.

Effizienter Baustellenschutz erforderlich

Endgültig zur „Raserei“ brachte die Autofahrer eine Unterbrechung im Bauablauf, da der schlechte Zustand des Bauwerks zu unvorhergesehenen Maßnahmen wie Sandstrahlarbeiten führte. Abgesehen von den Zusatzkosten durch den Zeitverzug war es durch die Witterungsverhältnisse nun nicht mehr möglich, die Brücke abzudichten. Um sowohl die Kosten als auch den zum Teil lautstarken Unmut der Bevölkerung zu minimieren, war deshalb für den Abschluss der Sanierungsarbeiten ein effizienter Baustellenschutz dringend erforderlich. Der zügige Auf-, Um- und Abbau eines Wetterschutzes für die zwei Bauabschnitte hatte deshalb oberste Priorität. Den entscheidenden Vorteil für die beauftragte IBEK Gerüstbau GmbH aus Vaihingen/Enz machte das Kederdach XL von Layher: Die Alu-leichten Bauteile mit integrierten Kederprofilen garantierten eine schnelle Montage der zwei Wetterschutzkonstruktionen, die hohe Flexibilität zudem die Anpassung an den gekrümmten Straßenverlauf.

Leichte und schnelle Montage

Als Stützkonstruktion montierten die Gerüstbauer zuerst ein Layher Blitz Gerüst, welches mittels weniger Grundbauteile, schraubenloser Steck-Technik und logischer Aufbaufolge Zeit- und Kostenersparnis während der Montage verspricht. Das Kederdach XL wurde dann als 12 m breites Pultdach montiert. Dank des leichten Bauteilgewichts konnten die einzelnen Dachbinder von Hand am Boden vormontiert und per Gabelstapler eingehoben werden – zur Beschleunigung des Bauablaufs. Als fahrbare Variante ist laut Wolfram Schwab, Gerüstbaumeister bei der IBEK Gerüstbau GmbH, aber auch die Montage per Giebelgerüst eine praktische und sichere Alternative.

Pünktlich fertiggestellt

In nur vier Tagen errichteten sechs Mann mit dem Kederdach XL den ersten Teilabschnitt von 100 m Länge. Dabei wurden die Kederplanen pro Feld durchgängig über die Stützkonstruktion und die Dachbinder gezogen, was die Beheizbarkeit der Schutzkonstruktion erleichterte. Schließlich musste die Temperatur für das Aufbringen des Harzes bei mindestens fünf Grad Celsius liegen.

Kaum war das Harz unter dem temporären Schutzdach ausgehärtet, realisierten die Gerüstbauer ebenso schnell den Umbau für den zweiten, dieses Mal 95 m langen Bauabschnitt. Geschützt vor Wind und Wetter konnte die Baufirma teilweise bis tief in die Nacht arbeiten. Mit Erfolg. Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest wurden die Bauarbeiten abgeschlossen. Damit sind nun nicht nur die baustellenbedingten – teilweise kilometerlangen – Staus zu Ende, sondern auch die im morgendlichen Berufsverkehr. Denn die Maßnahme beinhaltete auch die Verlängerung einer Abbiegespur.

Wilhelm Layher GmbH & Co KG

www.layher.com

Interview mit Dennis

Knienieder, Kaufmännischer Leiter und Prokurist /

IBEK Gerüstbau GmbH

THIS: Welche spezielle Herausforderung mussten Sie lösen?

Dennis Knienieder: Bei der Erneuerung der Mühlwiesenbrücke in Bietigheim-Bissingen als Teil der vierspurigen B27 gab es Verzögerungen. Als Folge hätte die Brücke in den Wintermonaten aufgrund von Nässe und Kälte nicht mehr abgedichtet werden können.

THIS: Wie hat das Kederdach XL dabei geholfen?

Dennis Knienieder: Die Mühlwiesenbrücke ist seit jeher ein Nadelöhr, was sich durch die Erneu-erungsmaßnahmen nochmals drastisch verstärkt hat. Die Verantwortlichen wollten deshalb die Arbeiten noch vor Weihnachten abschließen, um die Durchführung des Weihnachtsmarkts und das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel nicht zu beeinträchtigen und den wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten. Die Lösung war ein temporärer und beheizbarer Wetterschutz, mit dem eine Mindesttemperatur von fünf Grad Celsius sichergestellt werden konnte.

THIS: Warum das Layher Kederdach XL?

Dennis Knienieder: Plötzlich spielte Zeit eine Rolle. Angesichts des hohen Zeitdrucks waren eine schnelle Verfügbarkeit und eine wirtschaftliche Montage immens wichtig. Das Kederdach XL besteht im Wesentlichen aus einigen wenigen Ausbauteilen für die Dachkonstruktion, die serienmäßig bei Layher auf Lager liegen und abholbereit sind. Als Stützgerüste kommen die Standardteile der Layher Systemgerüste zum Einsatz, mit denen wir sowieso arbeiten. Auch Planung und Montage können wir einfach und schnell realisieren. Neben einer detaillierten Aufbau- und Verwendungsanleitung gibt es für alle Aussteifungsvarianten Material- und Tragfähigkeitstabellen, die Verbindungstechnik per Einrastklaue sowie leichte Bauteile aus Aluminium mit integriertem Kederprofil sorgen darüber hinaus für einen wirtschaftlichen Auf- und Abbau. So können wir unseren Kunden schnell Lösungen von der Stange bieten und Aufträge termingerecht abwickeln.

THIS: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Dennis Knienieder: Gemeinsam mit den Layher Anwendungstechnikern haben wir die Konstruktion auf Basis nachgewiesener Werte geplant und konnten ohne Verzögerungen durch einen Einzelnachweis schon am nächsten Tag mit der Montage beginnen. Das Material war lagerhaltig und somit abholbereit.

THIS: Wie hat sich das Kederdach XL speziell in den Wintermonaten geschlagen?

Dennis Knienieder: Sehr gut – selbst hohe Schneelasten bis circa 100 Kilogramm pro Quadratmeter lassen sich bei mittleren Spannweiten problemlos abtragen. So können wir als Gerüstbauunternehmen immer ideale Lösungen für witterungsunabhängige Bauarbeiten anbieten – und das Dach sieht auch noch gut aus.

BAUTAFEL ((bitte noch vervollständigen))


Gerüstbauunternehmen: IBEK Gerüstbau GmbH (Vaihingen/Enz)

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