Großauftrag mit Signalwirkung

Zehn Kobelco für Moß Abbruch-Erdbau-Recycling

Auf der bauma 2019 wurde das Paket geschnürt – im Herbst wurden alle Bagger geliefert. Der Abbruch-, Erdbau- und Recyclingspezialist Moß entschied sich für zehn Kobelco Kettenbagger von 15 bis 38 Tonnen in aktueller EU-V-Ausführung.

1963 gegründet, entwickelte sich die Moß Abbruch-Erdbau-Recycling GmbH & Co. KG in den vergangenen über 50 Jahren zu einem führenden Abbruchspezialisten mit vielseitigem überregionalem Leistungsangebot. In zweiter Generation leitet Markus Moß das Familienunternehmen mit heute insgesamt 160 Mitarbeitern.

Nachhaltige Eigenständigkeit kennzeichnet auch die betriebliche Ausrichtung: Das westliche Niedersachsen, die Stadtstaaten Bremen und Hamburg, der Niederrhein sowie das Ruhrgebiet umfasst das Einzugsgebiet für Abbruch-, Erd- und Tiefbau-Maßnahmen, die Moß in Eigenregie oder als spezialisierter ARGE-Partner vom modernen Firmensitz Lingen aus abdeckt. Dazu zählen Großprojekte im Infrastruktur- und Industrie-Rückbau – etwa die A45-Lennetal-Autobahnbrücke als bislang längster Brückenabbruch Deutschlands – komplexe innerstädtische Maßnahmen mit großen Gebäudehöhen mit eng angrenzender Nachbarbebauung sowie umfassende Flächenerschließungen bzw. -sanierungen mit fachgerechter Wiederverwertung und/oder Entsorgung aller Massen – auch kontaminierter und gefährlicher Abfälle. Die dafür vorgehaltene mobile Aufbereitungstechnik kommt auch direkt am Standort Lingen zum Einsatz, wo das Unternehmen auf über 80.000 Quadratmeter ein umfassend zertifiziertes Recycling-Zentrum zur Annahme und Behandlung von Abfällen und für die Produktion gütegeprüfter Recycling-Baustoffe betreibt. Zur Bewältigung dieses vielseitigen Leistungsspektrums setzt das Unternehmen neben hoch qualifizierten Mitarbeitern insbesondere auf eine umfangreiche eigene Maschinenflotte mit über 60 Spezial- und Großbaggern – darunter mit 50 Metern Reichhöhe Deutschlands höchster Abbruch-Longfrontbagger mit Wechselausrüstung. Weitere über 30 Erdbau-Großgeräte und die eigene Transportlogistik mit rund 40 Fahrzeugen für Maschinen und Massen komplettieren den Fuhrpark, der herstellerübergreifend regelmäßig durch moderne Lösungen in den einzelnen Leistungs- und Geräteklassen erneuert und auch aufgestockt wird.

Leistung im Paket

Mit einem Großauftrag über insgesamt zehn Maschinen hielt im vergangenen Jahr erstmals die Kobelco-Technologie Einzug in die Baggerflotte. Neben einem kompakten 15-Tonnen-Kurzheckbagger SK140SRLC-5, der sich trotz großer Reichweite des Standardauslegers mit nur 3.890 Millimeter Schwenkraum und einem innovativen Hinterwagen-Design besonders für den Betrieb auf engen innerstädtischen Baustellen eignet, umfasste das Paket vor allem die mittlere Leistungsklasse der derzeit über 30 Baureihen zählenden SK-Kettenbagger von 1 bis 85 Tonnen Betriebsgewicht.

Die jeweils drei gelieferten Maschinen in den Ausführungen SK260NLC-10E (ca. 26 t / 138 kW), SK300NLC-10E (ca. 30 t / 200 kW) und SK350NLC-10E (ca. 36,5 t / 213 kW) verfügen alle über Monoblock-Ausleger und transportfreundliche „schmale“ Laufwerke. Mit Abgasrückführung, SCR-Nachbehandlung und Dieselpartikelfilter erfüllen die Hino-Motoren jetzt die aktuelle Abgasstufe EU-V, wobei laut Kobelco die treibstoffeffiziente Leistungscharakteristik erhalten blieb. Über drei Betriebsmodi – „ECO“, „S“ und „H“ – lässt sich das Ansprechverhalten und die Kraftentfaltung bedarfsgerecht auf die jeweilige Arbeitssituation anpassen. Zusätzliche Funktionen wie die Leerlaufabschaltung bzw. die Power-Boost-Funktion zur kurzfristigen Leistungserhöhung unterstützen den Bediener zusätzlich im produktiven Arbeiten. Dafür sorgt ebenso die ergonomisch optimierte Fahrerkabine mit intuitiv erfassbarem Multifunktions-Display, großer Übersichtlichkeit und einem wirkungsvollen Schutz vor Schall-, Staub- und Vibrationsbelastungen.

Bereits nach wenigen Betriebswochen äußerten sich die bei Moß fest den einzelnen Maschinen zugeteilten Maschinisten durchweg positiv über „ihre Kobelcos“, wobei sie insbesondere das direkte, aber feinfühlige Ansprechen der Maschinensteuerung unter allen Betriebsbedingungen herausstellen. Via Fernzugriff und obligatorischen Ausgangschecks vor jedem Einsatz hält Moß auch die Verbrauchs- und Betriebskosten akribisch im Blick – auch hier kann die Kobelco-Technik im internen Markenvergleich durchweg punkten.

Während die drei SK350 nach Anpassung des bei Moß gebräuchlichen Schnellwechslers (OQ80) mit unterschiedlichen Löffelgrößen und Anbaugeräten arbeiten, ließ Markus Moß die sechs kleineren SK260 und SK300 durch einen Spezialisten für die besonderen Herausforderungen spezieller Baustellen anpassen.

Erfolg für Händler und Marke

Verantwortlich für die Gesamtabwicklung der nach nur knapp sechs Monaten ab Auftragsvergabe im Zeitraum September/Oktober 2019 abgeschlossenen Maschinenlieferung zeichnete sich der Kobelco-Händler Herbers Baumaschinen mit Hauptsitz in Lingen. 2013 übernahm Geschäftsführer Ralf Herbers, als einer der ersten von heute sieben Regionalpartnern im deutschlandweiten Kobelco-Vertriebsnetz die Vertretung des traditionsreichen japanischen Herstellers, der selbst erst kurz zuvor unter eigener Flagge nach Europa zurückgekehrt war. Mit heute 25 Mitarbeitern und einer Niederlassung in Bremen betreut Herbers Baumaschinen den gesamten nordwestdeutschen Raum mit den Branchen-Schwerpunkten Erdbau und Abbruch.

Entsprechend bedeutsam ist der erfolgreich abgeschlossene Auftrag mit dem Großkunden Moß auch für den deutschen Kobelco-Vertrieb: „Gerade im margensensiblen und dabei terminkritischen Abbruch muss sich eine Marke eine gewisse Reputation verdienen. Entscheidet sich ein ‚Big Player‘ wie Markus Moß für Kobelco, sind wir auf dem richtigen Weg. Zumal solch prominente Platzierungen natürlich auch ihre Auswirkungen auf unser inzwischen um diverse Spezial-Abbruchlösungen, leistungsstarke Großbagger um 50 Tonnen und mehr ergänzte Angebot in Deutschland haben werden,“ erklärt Hanns-Markus Renz, Kobelco-Vertriebsleiter für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Und auch für die 2003 gegründete Herbers Baumaschinen gestaltet sich das „Heimspiel“ mit Moß sehr erfreulich. Umfasst der Großauftrag bereits schon die langfristige Service-Unterstützung über fünf Jahre bei voraussichtlich über 8.000 Betriebsstunden, ging kurz vor Jahresende die Order für ein weiteres Maschinen-Paket ein: Neben einem 50-Tonnen-Bagger SK500LC-10 entschied sich Moß mit zwei 8-Tonnen-Kurzheck-Baggern SK75SR-7 jetzt auch für die Midi-Klasse.

Kobelco Construction Machinery Europe B.V.

www.kobelco-europe.com

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2015-01

((Foto des Monats))

Den Abbruch der 200 m langen und ca. 30 m hohen Autobahnbrücke „Helterbach“, an der A7 zwischen den Abfahrten Guxhagen und Melsungen gelegen, musste die Firma Moß Abbruch-Erdbau-Recycling ohne...

mehr
Ausgabe 2011-06

Der Hochleistungs-Löffel

Einfach mehr herausholen

Wenn es bei Abbruch- und Felseinsätzen mit einem Bagger von 20 bis 130 Tonnen Eigengewicht so richtig zur Sache geht, gönnt sich der Profi die Lehnhoff HD-Serie mit Verschleißschutz-Set. Wie eine...

mehr
Ausgabe 2011-09

32 neue Doosan-Bagger bei Theisen

Um das Durchschnittsalter der Maschinen weiter auf dem rekordverdächtigen Level von 2,5 Jahren zu halten, investiert Theisen kontinuierlich in neue Maschinen. Aktuell wurde der Mietpark um 32 Doosan...

mehr

Hyundai-Kurzheckbagger im Einsatz bei Neureiter

Der “Blaue Riese” im Kanalbau

Auftraggeber für eine umfassende Kanalsanierung ist die Gemeinde Marktoffingen in Bayrisch Schwaben im Nördlinger Ries. Ausgeschrieben wurden die Erneuerung von Kanalisationsanlagen, Kanalrohren,...

mehr
Ausgabe 2017-12

Abbruch zu den Sternen

Abbruch-Einsatz für Cat 374FL

Seinen ersten Arbeitseinsatz hat der neue Cat Kettenbagger 374FL beim Rückbau der Mercedes-Benz-Niederlassung in Darmstadt zu absolvieren. Der Komplex besteht aus 14 teilweise unterkellerten...

mehr