Transport von Großfräsen

Genehmigungen zu langwierig

Ein ganz normales Wochenende: Auf einer eigentlich freien Strecke verengt eine kilometerlange Straßenbaustelle die Verkehrsader. Der größte Ärger: Niemand scheint dort zu arbeiten. Warum? Zum Beispiel, weil der Fräsdienstleister Sperrzeiten für den Transport von Großfräsen einhalten muss oder noch auf die Transportgenehmigung für einen bestimmten Streckenabschnitt warten muss und deshalb das Arbeitsgerät einfach am Wochenende nicht auf der Baustelle einsetzen kann.

Dabei drängen die Straßenbaubehörden bei der Beauftragung von Arbeiten zur Sanierung des Straßennetzes häufig auf eine schnelle Ausführung, weshalb folgerichtig Großfräsen zur schnellen Abtragung gebundener Verkehrsflächen eingesetzt werden. Da Großfräsen zusammen mit den Transportfahrzeugen aber über 41,8 t wiegen, erfordert der ordnungsgemäße Transport von und zur Baustelle eine streckenbezogene Ausnahmegenehmigung nach § 29 StVO. „Dabei entsprechen die Abmessungen der beladenen Transporter denen anderer, genehmigungsfreier Lkw. Auch die Achslasten werden nicht überschritten. Lediglich das Gesamtgewicht weicht ab. Die Zugmaschinen sind aber hervorragend motorisiert, sodass der fließende Verkehr nicht von den Transporten behindert wird“, erklärt Roland Schmid vom Fräsdienstleister Kutter.

Zügiger Baufortschritt wird verhindert

„Für uns als führenden Hersteller solcher Kaltfräsen ist die Situation ebenfalls völlig unverständlich. Auf der einen Seite werden immer leistungsstärkere Kaltfräsen für möglichst kurze Bauausführungszeiten gefordert. Auf der anderen Seite können diese leistungsstarken Geräte dann oft nicht eingesetzt werden, weil die notwendigen Transportgenehmigungen in dem geforderten Zeitrahmen einfach nicht zu erhalten sind“, sagt auch der bei Wirtgen für die Kaltfräsen zuständige Produktmanager Bernd Holl.

Außerhalb Deutschlands werden solche flexiblen Dauergenehmigungen für die bauausführenden Unternehmen problemlos ausgestellt, so dass Straßensanierungs-Aufträge deutlich schneller ausgeführt werden können – zum Wohle aller Verkehrsteilnehmer. Dies würde auch in Deutschland zur günstigeren und schnelleren Optimierung des Straßennetzes beitragen.

Wirtgen GmbH   

www.wirtgen.com

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