Gebogen, strukturiert, stützend

Naturstein-Optik für Betonwand dank Strukturmatritzen

Im Großschönau im sächsischen Landkreis Görlitz zerstörte Hochwasser Teile einer Stützwand. Die Ersatz-Betonwand ist nun dem altem Naturstein-Mauerwerk nachempfunden.

In Großschönau beschädigte 2013 das August-Hoch­wasser eine wichtige Stützmauer aus dem Jahr 1901. Zwar ließ sich diese teilweise rekonstruieren, doch einige Abschnitte mussten durch neue Betonwände ersetzt werden. Diese sollten jedoch optisch an das alte Mauerwerk erinnern. Infolgedessen entschied sich die Gemeinde Großschönau für eine Strukturmatrize der NOE-Schaltechnik, Süssen. Der Hersteller bot dem ausführenden Bauunternehmen, Bau GmbH Franke, Hainewalde, zudem eine Schalung an, die die Arbeit wesentlich erleichterte und ein optisch besseres Ergebnis lieferte, als es mit einem üblichen Schalsystem möglich gewesen wäre.

Neue Abschnitte für beschädigte Wand

Großschönau ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz, die immer wieder mit Hochwasser zu kämpfen hat. Zuletzt im Jahr 2013, als das Flüsschen Mandau über die Ufer trat. Die Wassermassen beschädigten nicht nur Keller und Gärten, sondern auch eine wichtige Stützmauer. Diese wurde 1901 errichtet und sicherte bislang eine kommunale Zufahrtsstraße.

Nachdem der Schutt und die Reste der Überflutung beseitigt waren, wurde allerdings schnell klar, dass die Stützwand schwer in Mitleidenschaft gezogen worden war. Zwar konnten Teile der Mauer wieder instand-gesetzt werden, einige Abschnitte waren jedoch so sehr zerstört, dass sie ersetzt werden mussten. Diese sollte aus Stahlbeton (Beton C 30/37; Expositionsklassen: XC4, XD1, XF2, XA2) bestehen und auf Wunsch des Denkmalschutzes optisch an das Bestandsmauerwerk angeglichen sein.

Natursteinoptik nachbilden

Das bedeutete, dass die neuen 0,65 cm dicken Stütz­wand­abschnitte die Oberflächenstruktur einer un­gleich­mäßig gemauerten Natursteinwand haben sollten. Um dies zu erreichen, griff das ausführende Unter­nehmen auf die Strukturmatrizen der NOE-Schal­technik zurück. Der Hersteller vertreibt sie unter dem Namen NOEplast und verfügt über ein umfangreiches Sortiment an Standarddesigns. Bei der Stützwand in Großschönau entschieden sich die Verantwortlichen für das Motiv „Murus Romanus“. Diese Strukturmatrize ist ungefähr 4,1 cm dick und in der Standard­ausführung in der Abmessung 6,00 x 2,50 m erhältlich.

Oberflächen strukturieren

Auf Ortbetonbaustellen, wie in Großschönau, muss die NOEplast Strukturmatrize auf die Schalung geklebt werden. Anschließend wird der Beton eingebracht und verdichtet. Sobald er ausreichend ausgehärtet ist, kann die Schalung samt Matrize entfernt werden. Das Besondere an der NOEplast-Standardmatrize ist, dass sie auf der Rückseite ein Glasfasergewebe besitzt, was ihr gleichzeitig Stabilität verleiht und Maßänderungen aufgrund von Temperaturschwankungen minimiert.Auf die Baustelle in Großschönau wurden insgesamt 36 m2 der Strukturmatrize geliefert.

Daneben unterstützt NOE-Schaltechnik seine Kunden noch mit einem weiteren Service: Als einziger Hersteller bietet das Unternehmen an, die Matrizen bereits im Werk auf eine Schalung oder eine Trägerplatte zu kleben, die dann auf die Schalung geschraubt werden kann. Diesen Service nutzte die Bau GmbH Franke in Großschönau gerne, wobei die Matrize nicht auf einer normalen Wandschalung fixiert wurde, sondern auf der NOE Combi 70.

NOE-Schaltechnik Georg Meyer-Keller GmbH + Co. KG
www.noe.de

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