Doka: Framax Xlife plus

Schnelles System, das mit durchdachter Wandstärkeneinstellung und praktischer Ankeraufbewahrung überzeugt: ein echter „Sprinter“ unter den Rahmenschalungen.

Die schwere Rahmenschalung „Framax Xlife plus“ stellte Doka erstmals auf der Bauma 2013 vor. Konzipiert wurden die Rahmenschalungselemente als eine Ergänzung zur Framax Xlife. Im Gegensatz zur Framax Xlife, bei der die Ankerstelle im Rahmen liegt, sind alle Elemente mit innenliegenden Ankerstellen ausgestattet. Eine wichtige Neuerung: die einseitig bedienbare Ankerstelle. Zubehörteile der Framax Xlife, wie z.B. Verbindungsmittel, Elementstützen oder Betonierbühnen sind voll kompatibel zum Xlife plus-System. Auch um der steigenden Nachfrage nach einem geordneten Fugenverlauf nachzukommen, setzt Doka bei der Xlife plus auf ein logisches Elementraster, das durch abgestimmte Elementformate auch bei der Kombination stehender und liegender Elemente ein symmetrisches Anker- und Fugenbild ergibt. Ist kein regelmäßiges Anker- und Fugenbild gefordert, können die Elemente der Framax Xlife und der Xlife plus auch nebeneinander verwendet werden.

Stellseite im Handumdrehen vorbereitet

Beim Ankersystem Xlife plus benötigt der Anwender dazu grundsätzlich nur eine Ankermutter sowie den konischen Ankerstab „Framax Xlife plus-Anker 20“. Aufgrund der konischen Form kommen keine Hüllrohre zum Einsatz. Zumindest an den oberen Ankerstellen sind Distanzsicherungen zur Druckaussteifung einzubauen.

Verwendet werden kann das System entweder mit einer Ankermutter 20,0 oder I 20,0, die ein DW-20-Gewinde besitzt. Die Ankermutter I 20,0, auch „Haifischmutter“ genannt, wird an der Stellschalung einmalig werkzeuglos vormontiert. Dazu positioniert der Anwender die Mutter in der Ankerhülse, die im Rahmenelement integriert ist. Der Haken der Ankermutter greift nun automatisch in die Ausnehmung der Ankerhülse ein. Danach wird die Zentrierscheibe nach innen gedrückt und gleichzeitig um 180° gedreht. Die Ankermutter ist fixiert, sobald die Scheibe einrastet.

Die benötigte Wandstärke lässt sich von 15 bis 60 cm im 1-cm-Raster am Xlife plus-Anker einstellen. Dazu wird zuerst die Sicherungsfeder abgenommen und der Kugelzapfen vom Arretierzylinder weggeschoben. Nun kann der Zylinder aufgeklappt und an der gewünschten Stelle wieder zugeklappt werden. Danach wird der Kugelzapfen wieder über den Arretierzylinder geschoben und mit einer Sicherungsfeder fixiert. Im Gegensatz zu einem Schraubsystem zur Längeneinstellung kann sich nichts von selbst verstellen.

Zur einfachen Einstellung der Wandstärke ohne zeit-intensives Abmessen besitzt der Xlife plus-Anker Markierungen als Einstellhilfen. Der Anker lässt sich dadurch rasch an die Wandstärke anpassen. Bei einer Drehung des Zylinders um 180° (Markierung „+0,5“) lassen sich Wandstärken von 15,5 – 60,0 cm einstellen. Der Xlife plus-Anker 20,0 besitzt eine zulässige Tragkraft von 150 kN. Jeder Anker verfügt über einen Verstellbereich von 15 cm. Insgesamt drei Ankerlängen decken einen Wandstärkenbereich von 15 – 60 cm ab.

Parkposition für Anker

In der Distanzsicherung ist eine Parkvorrichtung integriert, die beim Umsetzen der Elemente zur Aufbewahrung des Ankers dient und somit eine Doppelfunktion erfüllt. Die Parkvorrichtung funktioniert dabei in stehender und liegender Ausrichtung der Elemente. Im ersten Schritt wird die Distanzsicherung über der Ankerstelle mit einer unverlierbaren Schraube lose befestigt, sodass sie sich noch schwenken lässt. Dann wird der vorbereitete Anker eingesetzt und mit einer Xlife plus-Knarre oder einem Akkuschrauber festgezogen. Danach lässt sich die Distanzsicherung über den Anker schwenken und festziehen. Die Schließseite ist damit fertiggestellt.

Die Framax Xilfe plus lässt sich auch mit dem herkömmlichen Ankersystem Dywidag 20 verwenden. Dazu muss das Framax Xlife plus Reduzierstück I 20,0 eingebaut werden, das sich dann zwischen der Ankerhülse im plus-Element und dem Hüllrohr mit Konus befindet. In die Ankermutter 20,0 oder I 20,0 der Stellseite lässt sich auch ein DW-20-Ankerstab mit Hüllrohr einschrauben und in der Schließseite mit einer herkömmlichen Ankermutter festziehen. Somit stehen dem Anwender drei Ankervarianten zur Verfügung.

Vorteile des Systems

Nach Angaben des Herstellers ist der größte Pluspunkt des Systems die Schnelligkeit beim Ankern selbst: Bis zum 60 % Zeitersparnis soll durch die einseitig bedienbaren Anker möglich sein. Die Aufwandswerte liegen laut „Handbuch Arbeitsorganisation Bau“ zwischen 0,23 und 0,13 h/m2 (gerade Wände ohne Ecken und Anschlüsse). Sicherheitstechnisch bietet das System den Vorteil, dass die Anker nicht falsch eingesetzt werden können – es sind immer alle Ankerstellen zu belegen. Durch die große konische Ankerhülse können die Elemente bis zu 4° einseitig oder beidseitig schräg geneigt sowie höhen- und seitenversetzt werden.

Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH

www.doka.de

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