Straßenüberführung Siemensstraße

Moderne Brückenlösung ersetzt Bahnübergang

In Neustadt am Rübenberge entsteht eine neue Straßenüberführung, die künftig den Bahnübergang an der Siemensstraße ersetzen wird. Damit wird eine leistungsfähige und sichere Querung der zweigleisigen Strecke geschaffen – und ein neuralgischer Punkt im lokalen Verkehrsnetz beseitigt.

Der bestehende Bahnübergang Siemensstraße soll im Dezember 2026 endgültig zurückgebaut werden. An seine Stelle tritt eine neue Straßenüberführung, die den Verkehr künftig ohne Bahnübergang und damit kreuzungsfrei über die Bahnstrecke führt.

Die Bauunternehmung Gebr. Echterhoff GmbH & Co. KG ist mit der Errichtung des Brückenbauwerks beauftragt und realisiert das Projekt unter anspruchsvollen geotechnischen und logistischen Bedingungen.

Neben dem eigentlichen Brückenbauwerk – bestehend aus zwei Widerlagern und dem Überbau – umfasst die Maßnahme auch den Bau von zwei Stützwänden. Eine verläuft parallel zur Bahnstrecke, die andere entlang eines angrenzenden Gewerbebereichs. Damit wird die neue Trasse dauerhaft stabil in das bestehende Umfeld eingebunden.

Tiefgründung mit über 230 Bohrpfählen

Eine der größten Herausforderungen des Projekts liegt im Baugrund. Um die erforderliche Tragfähigkeit sicherzustellen, setzt Echterhoff auf eine umfangreiche Tiefgründung mit insgesamt 234 Bohrpfählen.

Die Pfähle wurden in unterschiedlichen Durchmessern und Längen – teilweise auch geneigt – hergestellt und erreichen eine Gesamtlänge von rund 3.200 laufenden Metern. Nach dem Absetzen werden die Pfähle gekappt und in die Fundamentplatten der Bauwerke integriert.

Ergänzend dazu kam ein Spundwandverbau zum Einsatz, um die Baugruben zu sichern. Aufgrund der Bodenverhältnisse mussten zunächst Lockerungsbohrungen durchgeführt werden, bevor die Spundbohlen eingebracht werden konnten – ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der präzise Planung und Ausführung erforderte.

Präzisionsarbeit in der Sperrpause

Ein besonderer Meilenstein wurde im Mai 2025 erreicht: Innerhalb einer geplanten Sperrpause der Bahnstrecke wurden insgesamt elf Fertigteilträger eingehoben. Jeder dieser Träger misst rund 24 Meter Länge und wiegt etwa 62 Tonnen. Der Einhub erfolgte mithilfe eines Großkrans unter engen Zeitvorgaben – ein logistischer Kraftakt, bei dem jeder Handgriff sitzen musste.

Im Anschluss an den Trägereinbau wurden die Überbauplatte betoniert und die restlichen Arbeiten an den Stützwänden fortgeführt.

 

Bauzeit und Ablauf im Überblick

Die Gesamtbauzeit für die Maßnahme beträgt rund eineinhalb Jahre. Der Baubeginn erfolgte im August 2024, die endgültige Verkehrsfreigabe der neuen Überführung ist für Oktober 2026 geplant.

Der Rückbau des bestehenden Bahnübergangs erfolgt anschließend separat durch einen weiteren Auftragnehmer im Rahmen einer Sperrpause.

 

Ein Projekt mit Weitsicht

Mit der neuen Straßenüberführung wird nicht nur ein bestehender Engpass beseitigt, sondern auch die Verkehrssicherheit nachhaltig verbessert. Da sich Straßen- und Schienenverkehr künftig nicht mehr auf gleicher Ebene kreuzen, entfallen Wartezeiten an Schranken und das Risiko von Konflikten wird deutlich reduziert.

 

Gebr. Echterhoff GmbH & Co. KG

www.echterhoff.de

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