Mut zur Veränderung

Anke Bracht M.A., Chefredakteurin THIS
© Fräulein Blomberg

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Die Anforderungen der Baubranche verändern sich fortlaufend,  was auch Auswirkungen auf die Berufsbilder und Ausbildungsprozesse in der Branche hat. Insbesondere durch die zunehmende Nutzung von Building Information Modeling (BIM) und die damit verbundene digitale, kollaborative Planung von Bauprojekten entstehen neue Herausfordungen. Um den veränderten Arbeitsweisen gerecht zu werden, wurde die Ausbildungsordnung für Bauzeichnerinnen und Bauzeichner grundlegend modernisiert. Neben der fachlichen Anpassung wird zum 1. August 2026 daher auch die Berufsbezeichnung von „Bauzeichner/Bauzeichnerin“ in „Bautechnischer Konstrukteur/Bautechnische Konstrukteurin“ geändert. Die neue dreijährige Ausbildung soll den Wandel von der klassischen zeichnerischen Arbeit hin zum datenbasierten Konstruieren widerspiegeln. Die Neuordnung mit den Fachrichtungen Architektur, Ingenieurbau sowie Tief-, Verkehrsweg- und Landschaftsbau, dem Ausrichten auf digitale und modellbasierte Planungsprozesse, stärkere kollaborative Aspekte und dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft wird so zu einem Ausbildungs- und Berufs-Update. Perspektivisch wird die Ausbildung in eine veränderte Arbeitswelt verlagert und damit weiterentwickelt. Für Planungsbüros bedeutet das die Anpassung ihrer Arbeits- und Geschäftsprozesse, bietet aber auch die Chance, durch ein modernes Berufsbild Fachkräfte zu sichern.

Eine andere bespielhafte Initiative zur Fachkräftegewinnung hat die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld mitgestaltet – das FHJ. Angelehnt an das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das bereits länger eingeführte Orientierungsjahr nach dem Schulabschluss, bietet das Freiwillige HandwerksjahrPlus (FHJ) die Möglichkeit, ein Jahr lang in Handwerksberufe reinzuschnuppern. Dabei können praktische Erfahrungen in bis zu vier verschiedenen Handwerksberufen bzw. Ausbildungsbetrieben gesammelt und berufliche Interessen und Talente ausgelotet werden. Workshops und Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung runden das Programm ab.

Angesichts der Zahlen zu fehlenden Fachkräften im Handwerk und in der Baubranche sind solche Initiativen ein positiver Ansatz zur Fachkräftesicherung.

Der Nachwuchs muss schon frühzeitig über mögliche berufliche Perspektiven informiert und an Branchen herangeführt werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden über Initiativen und Entwicklungen, die Abhilfe beim Fachkräftemangel schaffen wollen. Falls Sie spannende Projekte in Ihrem Betrieb dazu haben, berichten Sie uns davon. Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommeranfang!

 

Ihre Anke Bracht

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