Leichter Umsatzrückgang 2010

Trotz des heftigen Wintereinbruchs im Dezember haben sich die Umsätze im Bauhauptgewerbe im vergangenen Jahr besser entwickelt als ursprünglich erwartet: Der Umsatz sank nur leicht um 0,3 %. Die Bauinvestitionen des Bauhauptgewerbes – welche den Baufortschritt abbilden – gingen allerdings um 1,1 % zurück. Demgegenüber legten die Bauinvestitionen des Ausbaugewerbes um 6,6 % zu. Wie erwartet sind die Mittel aus den Konjunkturprogrammen überwiegend den Ausbauunternehmen zu Gute gekommen.

Der Wohnungsbau war 2010 die wichtigste Stütze der Baukonjunktur: Die Unternehmen des Bauhauptgewerbes steigerten ihre Umsätze um 6,6 %. Auch die Auftragseingänge nahmen weiter zu und lagen um 9,8 % über dem Vorjahresniveau. Die Stabilisierung der Einkommenserwartungen im Zuge des Konjunkturaufschwungs, ein wieder erwachtes Interesse der Anleger an Wohnimmobilien und anhaltend niedrige Zinsen haben den Wohnungsbau nachhaltig belebt. Demgegenüber entwickelte sich der Öffentlichen Bau enttäuschend: Der konjunkturelle Impuls aus den Konjunkturprogrammen ist – auch aufgrund der Streichung des Zusätzlichkeitskriteriums im Zukunftsinvestitionsgesetz – schwächer ausgefallen als erwartet: Die Umsätze sind 2010 um 2,2 % und die Auftragseingänge sogar um 5,2 % zurückgegangen.

Der Wirtschaftsbau hat 2010 hingegen besser abgeschlossen als ursprünglich erwartet: Die Bauunternehmen meldeten zwar einen Umsatzrückgang von 4,3 %, die Auftragseingänge legten aber um 6,0 % zu. Die wieder zunehmende Investitionsbereitschaft der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes wirkt sich allmählich positiv aus.

Insgesamt schauen die Bauunternehmen – laut ifo Konjunkturtest – wieder optimistischer in die Zukunft. Dies macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: Die Betriebe haben ihre Belegschaft im Durchschnitt des Jahres 2010 um 1,6 % auf 716.000 Personen aufgestockt.

Wohnungsbau 2010 im Plus!

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