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Der Augsburger Eiskanal – wieder fit dank SAKRET Trockenbeton

Der Augsburger Eiskanal, errichtet für die Olympischen Spiele 1972, ist die älteste künstliche Wildwasserstrecke, heute noch ein vielbeachtetes Baudenkmal und das Vorbild für Kanu-Slalom-Anlagen in aller Welt. Seit 2019 ist der Eiskanal Teil des UNESCO-Welterbes der Stadt Augsburg.
 
Im Lauf der Jahre zeigte sich der Eiskanal in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Das Kanalbett war aus Stahlbeton, die Strömungskörper jedoch aus Stampfbeton. Die Anlage wies zunehmend Schäden auf, insbesondere an den Oberflächen der Strömungskörper mit Rissen und Abplatzungen.  
Für die Sanierung benötigte man einen Beton, mit möglichst niedrigem E-Modul, aber auch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Tausalz und Frostangriff etc., der sich gut mit dem Untergrund aus Stampfbeton verbindet. Der Bereich Forschung und Entwicklung von RYGOL-SAKRET, Painten bei Kelheim entwickelte dafür den speziellen Trockenbeton TB C25/30 LP.

Risse, Abplatzungen, Hohlräume 

Ausgestattet ist die Wettkampfstrecke mit 35 höckerförmigen Strömungskörpern die den typischen Wildwasser-Charakter erzeugen. Ein Ingenieurbüro für Bauwesen wurde beauftragt, den Zustand der Anlage im Detail zu prüfen und die Sanierung zu planen. Dabei stellte man fest, dass die höhere Qualität der Feinbetonschicht (teils bis über 30 N/mm²) gegenüber den Höckern aus Stampfbeton (bis weit unter 10 N/mm²) zu einer Schalenbildung geführt hatte. Auch variierten die Druckfestigkeiten des Betons innerhalb des Bauwerks deutlich.

Außergewöhnliche Herausforderungen für den Projektpartner SAKRET

Von den rund 2.500 m² der Gesamtoberfläche der Strömungskörper mussten rund 700 m² saniert werden. Der dafür neu entwickelte Trockenbeton TB C25/30 LP erreichte dank der notwendigen Luftporenbildung eine gute Verbindung mit dem Untergrund aus Stampfbeton. Für die sichere Verbindung mit dem Stampfbeton-Untergrund sorgte die SAKRET Mineralische Haftbrücke MHB.
Da der Umfang der Schäden erst beim Öffnen der Strömungskörper festgestellt werden konnte, mussten die benötigten Materialmengen von SAKRET just-in-time geliefert werden.
 
Sanierungsarbeiten Schritt für Schritt
 
Da eine längere vollständige Schließung nicht möglich war wurde das Gesamtprojekt vier Losen geplant, jeweils in den Wintermonaten. Um die Strömungskörper später wieder formgetreu modellieren zu können, mussten vor Beginn der Abbrucharbeiten entsprechende Lehren abgeformt werden. An anderen Stellen kamen Höhenprofile zum Einsatz, die von Holzbrücken herabhingen.
 
Die Betonarbeiten an den Strömungskörpern erfolgten in mehreren Schritten:

  1. Vorbereitung des Untergrunds für die SAKRET Mineralische Haftbrücke MHB, nach Reinigung der betreffenden Oberflächen von Fremdstoffen.
  2. Auftragen der Haftbrücke: Das angemischte Material wurde mit Bürsten oder harten Straßenbesen aufgetragen und eingebürstet.
  3. Auftragen des SAKRET Trockenbetons TB C25/30 LP: Bei manueller Verarbeitung musste der frische Trockenbeton in die frische Haftbrücke eingearbeitet werden. Die Strömungskörper benötigten dabei eine Schichtdicke von mindestens 15 cm.
Wegen des kalten Winterwetters wurden bedarfsweise beheizte Einhausungen über den frisch betonierten Strömungskörpern errichtet.

Meisterlich

Mit dem Ergebnis waren nicht nur die Auftraggeber zufrieden, auch die Sportlerinnen und Sportler sind von der von RYGOL-SAKRET wieder optimal hergerichteten Wettkampfanlage begeistert: Die Strecke sei schneller geworden und habe ein neues „Feeling“, so die einhellige Meinung.
 
 
 
 

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