Welche Lösung ist DIN konform?
Dauergerüstanker – sicherheitsrelevant, aber oft unterschätztViele Planende sind sich nicht bewusst, dass sie dauerhafte Gerüstanker in die Fassadenkonzeption einbeziehen müssen – wenn sie rechtssicher bauen wollen. Die DIN 4426 sieht bei höheren Gebäuden Gerüstanker vor. Welche Vor- und Nachteile bieten Anker mit und ohne Zertifizierungen?
Gebäude überdauern oft mehrere Jahrzehnte. Ihre Fassade und das Dach sind allerdings der Witterung ausgesetzt und müssen instandgehalten werden. Hierfür sind meist Gerüste erforderlich, die sicher zu fixieren sind. Aber viele Planende wissen nicht, dass sie ab einer Traufhöhe von acht Metern hierfür dauerhafte Verankerungen einzuplanen haben. Dabei handelt es sich um eine sicherheitsrelevante Vorgabe, deren Planungsgrundlage durch die DIN 4426 geregelt wird. Diese erläutert die technischen Anforderungen an Einrichtungen zur Instandhaltung baulicher Anlagen.
Die DIN 4426
Daueranker dienen dazu, dass Gerüste auch nach vielen Jahren sicher fixiert werden können – ohne dass die Fassade in Mit-
leidenschaft
gezogen wird
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Provisorische Bohrlösungen, die wieder verschlossen werden, haben Beschädigung der Fassade und Wärmebrücken zur Folge. Oft führen sie, insbesondere auch beim zunehmenden Holzbau, zu Langzeitschäden. Die Norm fordert daher sichere, permanente Ankerpunkte, die über Jahrzehnte hinweg Gerüste aufnehmen, ohne die Bausubstanz zu beeinträchtigen. Sie fordert, dass Gebäude, die höher als acht Meter sind und keine Fassadenbefahranlage besitzen, mit Dauerankern ausgestattet werden sollen. Diese sollen pro Meter Fassadenlänge Einwirkungen von 2,25 Kilonewton rechtwinklig zur Fassade und 0,75 Kilonewton parallel zur Fassade aufzunehmen. Der vertikale Abstand der Anker darf 4 Meter nicht überschreiten. Wird er unterschritten, können die Kräfte proportional abgemindert werden. Allerdings sind die angegebenen Kräfte an Gebäudekanten, wie z. B. Gebäudeecken oder Traufkanten, zu verdoppeln.
Kriterien bei der Produktauswahl
Viele Produkte ohne DiBt-Zulassung mögen zwar die Anforderungen der DIN erfüllen. Wenn der Nachweis jedoch nur über eine Statik kommt, bei der lediglich nachgewiesen wird, dass der Stahlkörper den Vorgaben entspricht, reicht das nicht. Es fehlen Aussagen zum Verformungsverhalten und zur Einbindung in der Wand. Dies bedeutet für den Planer einen erheblichen Mehraufwand, wenn er diese Dinge mit einfließen lassen will. Er muss einen Gesamtnachweis erbringen. Es sind weitere Berechnungen, Gutachten oder sogar Verformungsversuche bis hin zu behördlichen Abstimmungen erforderlich. Dies erfordert viel Zeit, und im Falle einer Anfechtung tragen jene die volle Verantwortung, die den Nachweis erbracht haben.
DIBt zugelassene Produkte
Die DIN 4426 regelt den Einsatz von Dauergerüstanker. Ziel: Schäden an der Fassade zu vermeiden und eine nachhaltige Lösung zu schaffen (ganz links)
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DIBt zugelassene Produkte besitzen im Vergleich dazu wesentliche Vorteile: Sie wurden von einem unabhängigen Institut umfassend geprüft und in ihre Tragfähigkeit gegenüber dem DIBt nachgewiesen. Die Verarbeitung ist in meist standardisiert. Hierbei spielt auch der Verankerungsuntergrund eine entscheidende Rolle. Dauergerüstanker, ihre Dimensionierung und der Abstand in dem sie montiert werden, müssen auf die Wand abgestimmt sein. Auch hier punkten zugelassene Produkte, da sie auf den jeweiligen Fassadenaufbau geprüft und zugelassen wurden. Insgesamt bedeuten DIBt zertifizierte Dauergerüstanker für den Planer: schnellere Ausschreibung, zügige Vergabe, weniger Aufwand und deutlich mehr Rechtssicherheit.
Zuverlässige Produkte
Der Hersteller isorocket bietet ein breites Spektrum verschiedener Dauergerüstanker für unterschiedlichste Fassadenaufbauten an. Sie haben eine DiBt-Zulassung
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Die Firma Isorocket hat sich auf Dauergerüstanker spezialisiert und bietet genau das an, was Planende am meisten entlastet: DiBt- zugelassene Systeme für verschiedene Fassadenaufbauten. So eignet sich zum Beispiel der Daueranker isorocketConcrete gleichermaßen für WDVS-Fassaden, Vorhangfassaden und zweischaliges Mauerwerk auf Beton. Unabhängig vom Untergrund bleibt das System immer das gleiche. Lediglich die Ankerplatte und die Dübel müssen angepasst werden, wenn ein anderer Untergrund wie z.B. Mauerwerk als Grundlage dient. Dies ist einzigartig auf dem Markt. Die Masonry-Reihe wurde speziell für Mauerwerk konzipiert. Sie eignet sich ebenfalls für vorgehängte, hinterlüftete Fassaden, zweischaliges Mauerwerk und Wärmedämmverbundsysteme. Um den fachgerechten Einbau sicherzustellen, unterstützt Isorocket die ausführenden Firmen mithilfe von Schulungen oder bietet die Montage durch Partnerfirmen an.
Rechtssicherheit statt Risiko
Die DIN 4426 ist Sicherheitsstandard für alle Gebäude ab acht Meter Höhe. Die Wahl des richtigen Produkts ist daher entscheidend für Sicherheit und Haftung. Zugelassene Produkte wie die von isorocket bieten hier einen klaren Vorteil: Sie sind unabhängig geprüft, vollständig dokumentiert und geben maximale Rechtssicherheit. Alternativlösungen erfordern Einzelnachweise, die später angefochten werden können. Die richtige Wahl ist daher eine Investition in Sicherheit, Effizienz und Haftungsschutz.
Für die Aufnahme eines Gerüstes vorbereitet (links); Ankerpunkt ist fast nicht zu erkennen (rechts)
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