STADTTEILQUARTIER IN ERLANGEN

Systemlösung zum Schutz vor drückendem Wasser

In einem innenstadtnahen Stadtteil von Erlangen entstehen seit rund 15 Jahren Stadthäuser, Reihen- und Doppelhäuser mit besonderem Wohnwert. Denn mit dem Röthelheimpark realisiert die Stadt auf dem ehemaligen Gelände der US-Streitkräfte eines der größten städtebaulichen Projekte der Region.

In den neu entstandenen Wohngebieten des Stadtteils (ca. 22 ha) wurden unterschiedlichste Wohnbauprojekte realisiert bzw. befinden sich im Bau. Ein viel beachtetes Projekt in der Thomas-Dehler-Straße, nämlich der Bau von Stadthäusern, steht vor der Fertigstellung. Die straßenbegleitende, voll unterkellerte Anlage versammelt in vier Vollgeschossen großzügige Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts und Größe. Qualität in Konzeption und Detail kennzeichnet das Gebäudeensemble, das sich nach außen zurückhaltend und doch repräsentativ gibt. Ob die klassisch ausgearbeitet Fassade mit einer klaren Gliederung, in die sich raumhohe Fensterelemente einfügen oder die optimal ausgerichteten, großzügigen Dachterrassen der Staffelgeschosse, bei der Planung und Ausführung wurde nichts dem Zufall überlassen.

Detailplanung

Dass bei der Detailplanung größter Wert auf Qualität und Sicherheit gelegt wurde, macht u. a. die Ausführung der Kellerfenster deutlich. Kellerräume im Wohnungsbau werden heute immer häufiger zu Wohnzwecken genutzt. Um den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) gerecht zu werden und die stetig steigenden Energiekosten zu minimieren, müssen bewohnte Kellerräume lückenlos gegen Energieverluste gedämmt werden. Gleichzeitig muss, wenn erforderlich, die Gesamtkonstruktion ein hohes Maß an Wasserdichtheit aufweisen. Eine Schwachstelle in der Kellerabdichtung ist das Kellerfenster und der umgebende Lichtschacht in konventioneller Ausführung. Um Schäden zu vermeiden, ist die Planung, die Auswahl geeigneter Produkte und die Ausführung mit größter Sorgfalt zu realisieren.

Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse in dem Baugebiet (drückendes Wasser) waren entsprechende Maßnahmen nach DIN 18195-6, wie der Einsatz von WU-Beton in den Kellergeschossen notwendig.

Dieser Aspekt war bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen. Der Vorschlag der ACO Hochbau Anwendungstechniker, Kellerfenster in Verbindung mit druckwasserdichten Montageplatten ACO Therm Block einzusetzen, erfüllte die konstruktiven Anforderungen und wurde vom ausführenden Unternehmen unterstützt und entsprechend umgesetzt. Die Montage der ACO Therm Leibungsfenster erfolgte bereits mit den Einschalarbeiten der WU-Beton-Kellerwände. Aufgrund des durchgängigen Mehrkammer-Hohlprofils und dem homogenen Aufbau der Fensterleibung wird eine optimale Wärmedämmung gewährleistet. Die große Fensterfläche des ACO Therm Leibungsfensters sorgt für mehr Helligkeit im Keller und die Wohnraumoptik des Fensters bleibt vollkommen erhalten.

Für die Installation der komplett einbaufertigen Elemente wurden zunächst Stützkränze auf der Schalung befestigt. Diese dienen der Positionierung und Sicherung durch an den Leibungsfenstern angebrachte Lochstreifen.

Druckwasserdichte Ausführung

Nach Abschluss der Betonier- bzw. Ausschalarbeiten kamen die ACO Therm Block Montageelemente in druckwasserdichter Ausführung für ACO Therm Fenster in der Kellerwand zum Einsatz. Die in der Dämmstärke 12,5 cm lieferbaren Elemente vereinfachen nicht nur den Einbau von Lichtschächten, es ist darüber hinaus eine druckwasserdichte Montage auf Dämmung möglich. Verschiedene Ausführungen ermöglichen den Einsatz bei unterschiedlichen Kellersituationen bzw. geographischen Lagen.

Bei der druckwasserdichten Ausführung des Montageelements ist der wärmedämmende PUR-Schaum mit innenliegendem Montagekern in einer aus ABS-Kunststoff hergestellten Wanne mit umlaufendem Dichtungsflansch eingebettet. Der Dichtungsflansch wird mit einem Flüssigkunststoff abgedichtet und gewährleistet so die wasserdichte Anbindung an die Kellerwand. In der Standardausführung (nicht druckwasserdichte Ausführung) ist der Montagekern ebenfalls von PUR-Schaum umgeben. Die Dämmplatte ist jedoch lediglich an der Vorderseite mit einer Kunststofffolie abgedeckt. ACO Therm Block wird wärmebrückenfrei auf die Kellerwand geklebt. Mithilfe des integrierten Montagekerns kann der Lichtschacht bereits nach kurzer Zeit ebenso druckwasserdicht und wärmebrückenfrei befestigt werden. Weitere Vorteile des aus PUR-Schaum (Wärmeleitfähigkeit 0,025 W/mK) hergestellten Montageelements sind das einfache Anarbeiten sowie die fertige Oberfläche. Die geraden Kanten des ACO Therm Blocks und ein lieferbares Dämmungsanschlussprofil erleichtern das bisher aufwendige Anarbeiten an die Perimeterdämmung und Arbeitsschritte wie Verputzen und Streichen entfallen. Neben der Zeiteinsparung ist die qualitativ gute Ausführbarkeit der Gesamtkonstruktion Kellerfenster ein weiteres Argument für den Einsatz der Montageelemente. Denn durch die industrielle Vorfertigung tragen sie langfristig zur Schadensvermeidung bei.

Montage

Die Montage der Kellerlichtschächte auf dem Montageelement ACO Therm Block erfolgte in druckwasserdichter Ausführung. Hierzu wurde ein Dichtungsband auf Basis von Butylkautschuk (ACO Dichtfix) auf die Kittrille des ACO Therm Lichtschachts aufgebracht. In Kombination mit dem dazugehörigen Montageset mit Schrauben und Unterlegscheiben aus witterungsbeständigem Edelstahl, wird die wasserdichte Verbindung zwischen Lichtschacht und ACO Therm Block erzeugt. Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse (drückendes Wasser) kam eine Versickerung des einfallenden Oberflächenwassers nicht in Frage. Stattdessen wurde der Ablaufstutzen des Lichtschachts mit einem Durchmesser von 100 mm direkt und problemlos an die Ringleitung angeschlossen. „Rund 100 ACO Therm Kellerfenster in Kombination mit ACO Therm Block und Lichtschächten wurden bei diesem Projekt eingebaut. Die aufeinander abgestimmten Systemkomponenten gewährleisten, dass die gestellten Anforderungen dauerhaft erfüllt werden. Als führender Hersteller in der Entwässerungstechnik können wir Architekten und Ingenieure sowie die bauausführenden Firmen bereits bei Planung mit unserem Know-how unterstützen und ihnen mit unseren hochwertigen Produkten Sicherheit bei der Ausführung geben“, Leiterin Architekten- und Planerberatung der ACO Hochbau Vertrieb GmbH.

Untersuchung des Arbeitszeitaufwandes an Kellerlichtschacht-Systemen

Das Streben nach kürzeren Bauzeiten und einer mangelfreien Bauwerkserstellung ist ein stetes Ansinnen von Industrie und Unternehmen. Eine Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. zeigt am Beispiel der Montage verschiedener Lichtschachtsysteme, dass durch die industrielle Vorfertigung neben Zeitersparnis auch eine verbesserte Qualität in der Ausführung erreicht wird (siehe auch Online-Hinweis am Ende).




Im Internet finden Sie den ausführlichen Artikel zum Thema „Arbeitszeitaufwand“  online im erweiterten Fachartikel mit noch mehr Fotos. Geben Sie hierzu bitte den Webcode in die Suchleiste ein.

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