Neue Generation von Erdraketen

Grundomat–N kommt auf den Markt

Die neue Grundomat-N Erdraketengeneration ist ein Meilenstein in der 40jährigen Erfolgsgeschichte der Grundomat-Erdraketen. Denn mit der neuen Generation verbessert sich weiter die Lage- und Richtungsstabilität für einen sicheren und zielgenauen Vortrieb.

Die neuen Grundomat-N-Typen 55, 65, 75 und 95 sind ab 1.4.2011 und die Typen 45, 85, 110, 130, 145 und 180 ab 1.7.2011 lieferbar. Für eine Übergangszeit bleibt die Vorgängergeneration (P-Version) im Verkaufsprogramm. Ebenso wird die N-Version bis auf weiteres zum gleichen Preis wie die P-Version angeboten. „Damit soll dem Kunden ein Anreiz geboten werden, die neue Erdrakete kennen und schätzen zu lernen“, so Vertriebsleiter Kai Bernhardt.

Ein markantes Merkmal des Grundomat-N ist der Kronenkopf, der die Bohrung direkt auf den vollen Bohrdurchmesser erweitert. Die scharfen Schneidkronen rammen sich vollflächig in größere Steine und zerkleinern diese. Durch die kleine Angriffsfläche der Schneidkronen wird bei hoher Schlagenergie der größtmögliche Wirkungsgrad erreicht. Das abgebaute Material passiert die Öffnungen und wird bis hinter den Kopf umgelagert. Danach beginnt der Verdrängungsprozess. Die „Kopfarbeit“ vollzieht sich also in 4 statt bisher 3 Arbeitsschritten:

n Vorschlagen
n Zerkleinern
n Umlagern 
n Verdrängen

Der Kronenkopf erweitert das Einsatzspektrum der Erdraketen in Böden, wo es auf eine hohe Schneidwirkung ankommt, kann aber im Bedarfsfall auch gegen den Stufenkopf der P-Generation problemlos ausgewechselt werden. Des Weiteren hat der neue Grundomat-N eine Dreigangsteuerung. Mit den 2 Vorwärtsgängen wird die Schlagfrequenz vorgewählt. Dadurch ist eine schnelle Anpassung an wechselnde Böden für einen ruhigen und gleichmäßigen Vortrieb gegeben. Der Rückwärtsgang wird eingelegt z.B. nach Stichbohrungen.
PE-HD oder PVC-Rohre werden vom Grundomat sofort oder nachträglich eingezogen. Das dafür notwendige Nachziehseil ist mit einem Stahlseil-Isolator ausgestattet. Zusammen mit einem nichtleitenden Druckluftschlauch ist ein verbesserter Schutz des Bedieners gewährleistet.

Das Hauptmerkmal aller Grundomat-Erdraketen ist das bewährte Zweit-Takt-System. Zunächst schlägt der Schlagkolben nur auf den Meißelkopf, der im ersten Takt vorauseilend die Bohrung erstellt und dabei anstehende Hindernisse zertrümmert. Das Gehäuse wird im zweiten Takt beaufschlagt und mit den anhängenden Rohren nachgezogen. Spitzenwiderstand und Mantelreibung werden getrennt und abwechselnd leichter überwunden. Dadurch arbeitet der Grundomat auch in steinigen Böden besonders zielgenau. Dass der Meißeleffekt auch im Erdreich funktioniert, garantiert die Rückholfeder, die den Meißelkopf in seine Ausgangslage zurückversetzt und mit einem neuen Schlagimpuls beschleunigt.

Der Grundomat-N ist zudem servicefreundlich. Wenn z. B. ein Dichtring ausgetauscht oder das Hülsrohr angebaut werden muss, kann der Umbau auf der Baustelle ausgeführt werden. Gewindeverbindungen müssen nicht mehr eingeklebt werden, Aushärtezeiten entfallen. Der Trick: Ein Spannelement spreizt das Gewinde wie ein Dübel und fixiert so die Endverschraubung in dem Gehäuse. Darüber hinaus sind Kopf und Kolben gehärtet und das Gehäuse innen und außen oberflächenveredelt. Der Kolben lagert auf Gleitringen und verhindert die Reibung von Stahl auf Stahl. Dichtringe sorgen für einen sparsamen Luftverbrauch. Das alles führt zu einem geringen Wartungsaufwand und einer langen Lebensdauer.

Der Grundomat wird bei Straßen- und Gleisquerungen eingesetzt. Dabei werden PE-HD- und PVC-Rohre bis DN 160 verlegt. Die kurzen Erdraketentypen 65, 75 und 95 NK, kommen vorzugsweise im Hausanschlussbereich bei geringen Vortriebslängen und engen Platzverhältnissen zum Einsatz. Die kürzeste Erdrakete, Typ 65 NK hat nur eine Länge von 930 mm und ist damit um ca. 10 cm kürzer als das Vorgängermodell Typ 65 PK. Die Erdraketen werden zunehmend aus dem Gebäude heraus gestartet und unterqueren dann bis zum Hauptanschluss den Vorgarten. Die Kernbohrung muss nach der Verlegung gut abgedichtet werden. Um die übliche Montagegrube an der Außenwand des Gebäudes zu sparen, wird eine entsprechende HAUFF- Mauerwerksdurchführung (MDF) von innen gesetzt. Über einen Injektionsschlauch wird der 2-Komponenten-Expansionsharz in den Membranschlauch gepumpt und durch Überstromkanäle in Hohlräume und Ausbrüche außen wie innen absolut gas- und wasserdicht verpresst.n

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